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Barroso nennt vier Grundsätze für europäisch-japanische "Wissenskooperation"

Im Rahmen seiner Rede an der Universität Kobe am 22. April hat der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso vier Grundsätze zur Umsetzung einer gemeinsamen europäisch-japanischen "Wissenskooperation" genannt: verstärkte politische Zusammenarbeit, grenzüberschr...

Im Rahmen seiner Rede an der Universität Kobe am 22. April hat der Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso vier Grundsätze zur Umsetzung einer gemeinsamen europäisch-japanischen "Wissenskooperation" genannt: verstärkte politische Zusammenarbeit, grenzüberschreitende Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung (F&E), stärkere bilaterale Beziehungen und den Aufbau von Netzwerken. Barroso wies darauf hin, dass Japan häufig mit den gleichen Herausforderungen konfrontiert sei wie Europa: "eine alternde Bevölkerung, Konkurrenz aus dem Ausland, die Herausforderung, das wirtschaftliche Wachstum mit Umweltschutz und sozialer Absicherung in Einklang zu bringen, und fehlende natürliche Ressourcen". "Die von uns gewählten Lösungen - Wirtschaftsreform und Technologieförderung - haben viel gemeinsam. Wenn man diese Gemeinsamkeiten betrachtet und die Tatsache, dass uns Japan gleichgesinnt ist, so kann man sich die Frage stellen, ob wir nicht beide von einer häufigeren Zusammenarbeit profitieren könnten", betonte der Kommissionspräsident. Der Wunsch der EU, enger mit Japan zusammenzuarbeiten, "bezieht sich auf alle Bereiche [�]. Aber er bezieht sich in besonderem Maße auf die Bereiche Wissenschaft und Technologie", so Barroso. "Die politische Zusammenarbeit zwischen der EU und Japan war einige Zeit lang weniger intensiv als die wirtschaftliche Zusammenarbeit", erklärte Barroso. "Wenn man sich vor Augen hält, wie viel wir gemeinsam haben und wie ähnlich unsere Ansätze sind, dann ergibt dies keinen Sinn." Der Kommissionspräsident forderte eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit in F&E und betonte, dass nationaler Protektionismus im Bereich der Forschung keine sinnvolle Strategie darstelle und dass die Kosten für Spitzenforschung und -infrastruktur zu hoch seien, um von einzelnen Ländern getragen zu werden. Er nannte Meeres-, Atmosphären- und Umweltforschung als Beispiele für Bereiche, in denen eine Zusammenarbeit notwendig ist und wies auch auf das Projekt ITER (Internationaler Thermonuklearer Versuchsreaktor) hin, an dem die EU und Japan als Partner arbeiten. Ein Abschluss der Verhandlungen über das Wissenschafts- und Technologieabkommen zwischen der EU und Japan habe große Bedeutung für die Stärkung der bilateralen Beziehungen, erläuterte Barroso, und gemeinsame Netzwerke würden beiden Ländern helfen, die Ergebnisse der verstärkten Zusammenarbeit in Verfahrensweisen und Produkte umzusetzen. "Für zwei Partnerländer wie die EU und Japan ist Technologie der Schlüssel zur Zukunft und eine Zusammenarbeit von größter Wichtigkeit. Wir müssen unseren Beziehungen eine neue Dimension verleihen - durch eine Wissenskooperation", erklärte Barroso gegenüber seinen japanischen Zuhörern.

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