Skip to main content

Article Category

Nachrichten

Article available in the folowing languages:

Chief Executive des Europ�ischen Stiftungszentrums spricht von einem neuen Start f�r europ�ische Forschungsstiftungen

Eine k�rzlich stattgefundene Konferenz in Br�ssel, die Forschungsstiftungen aus ganz Europa sowie Beamte der Europ�ischen Kommission zusammenbrachte, k�nnte einen Neuanfang f�r die Beteiligung der Forschungsstiftungen an der EU-Forschung markieren. Das Europ�ische Stiftungszen...

Eine k�rzlich stattgefundene Konferenz in Br�ssel, die Forschungsstiftungen aus ganz Europa sowie Beamte der Europ�ischen Kommission zusammenbrachte, k�nnte einen Neuanfang f�r die Beteiligung der Forschungsstiftungen an der EU-Forschung markieren. Das Europ�ische Stiftungszentrum (European Foundation Centre - EFC) hofft dies und ist im Anschluss an die Veranstaltung optimistisch gestimmt. Ein Ergebnis war die Feststellung, dass das EFC jetzt "in der Lage ist, sinnvollere Gespr�che mit der EU zu f�hren", so Gerry Salole, Chief Executive des EFC. Das EFC h�lt die Mitglieder �ber die EU-Gesetzgebung auf dem Laufenden, unterst�tzt den Kapazit�tsaufbau und f�rdert die Zusammenarbeit. Warum ist die Europ�ische Kommission an Forschungsstiftungen interessiert? "Stiftungen k�nnen Risiken eingehen. Sie sind in keiner Weise verpflichtet. Sie k�nnen unpopul�re Dinge finanzieren und sind fokussierter und langfristiger ausgerichtet", so Salole gegen�ber CORDIS-Nachrichten. "Forschung ist ein neutralerer Bereich f�r die Investition von Ressourcen als Organisationen der Zivilgesellschaft oder NRO [Nichtregierungsorganisationen]. Es ist wesentlich einfacher f�r sie, Hochschulen oder Museen zu finanzieren." Sie k�nnten auáerdem ziemlich klein und daher flexibel sein und h�tten ein echtes Potenzial f�r die Freisetzung von Ressourcen, f�gte er hinzu. Salole nannte zwei wesentliche Ergebnisse der Veranstaltung: die Art und Weise, wie sie die Vielfalt der im Hochschulbereich t�tigen Institutionen hervorhob, von denjenigen, die eine bestimmte Hochschule finanzieren, bis hin zu denjenigen, die einen bestimmten Forschungsbereich finanzieren; und "die Tatsache, dass die EU beginnt, sich mit den Schwierigkeiten und Komplexit�ten von Stiftungen auseinanderzusetzen". Bisher "bestand die Tendenz, Stiftungen und Verb�nde gleich zu behandeln", so Salole. Er hofft, dass sich dies jetzt �ndern wird. Forschungsstiftungen waren in den Forschungsrahmenprogrammen der EU bisher nicht umfangreich vertreten. Salole ist der Meinung, dass dies bei der Konferenz deutlich geworden sei, und hofft, dass die EU-Akteure jetzt andere M�glichkeiten f�r die Beteiligung von Stiftungen an europ�ischer Forschungszusammenarbeit in Betracht ziehen werden. "Die Stiftungen verf�gen �ber unabh�ngige Ressourcen und ben�tigen nicht unbedingt Geld f�r eine grenz�berschreitende Zusammenarbeit", erkl�rte Emmanuelle Faure, Direktorin der Abteilung Europaangelegenheiten des EFC. Stiftungen seien an wertvollen Partnerschaften interessiert, f�gte sie hinzu. Viele w�rden auáerdem eine zunehmende Beteiligung anderer Art begr�áen, beispielsweise die Vertretung in Expertengremien. Sowohl Salole als auch Faure betonten dar�ber hinaus, dass die EU-Forschung ebenfalls von Vorteil f�r die Stiftungen w�re, wenn es mehr Forschungsprojekte zu Stiftungen g�be. Ein weiteres positives Ergebnis der Konferenz in Br�ssel war die offensichtliche Unterst�tzung f�r die Einrichtung eines Europ�ischen Forschungsforums, das von der Aho-Expertengruppe in ihrem j�ngsten Bericht vorgeschlagen wurde und vom EU-Kommissar f�r Wissenschaft und Forschung Janez Potocnik unterst�tzt wird. Das EFC unterst�tzt diese Initiative ebenfalls, die "einen permanenten Mechanismus auf europ�ischer Ebene, �ber den Erfahrungen ausgetauscht, beste Praktiken �berpr�ft und Synergien und Zusammenarbeit gef�rdert werden k�nnen", bieten w�rde. "Keine Stiftung irgendwo in der Welt denkt, dass sie alles allein tun kann", sagte Salole, der die Bereitschaft der Stiftungen zur Zusammenarbeit in einem derartigen Forum erkl�rte. W�hrend einige Stiftungen sehr groá sind - und fast eigene Forschungsinstitute darstellen - sind andere wesentlich kleiner und empfinden die Teilnahme an einem Forum aufgrund mangelnder Kapazit�ten m�glicherweise als Kampf. Salole ist jedoch zuversichtlich, dass das Forum funktionieren kann: "Wir m�ssen noch enorm viel lernen, aber die Begeisterung und die Kapazit�t auf nationaler Ebene sind da." Er f�gt hinzu, dass der EU bei der Koordinierung der europ�ischen Stiftungen innerhalb des Forums eine groáe Bedeutung zukommt, "aber es muss Offenheit bei diesem Lernprozess geben". Andere Vorschl�ge des j�ngsten Berichts deckten eine Europ�ische Satzung f�r Forschungsstiftungen ab, die sich mit Transparenzfragen und grenz�berschreitender Zusammenarbeit befasst. Dem EFC zufolge m�ssen all diese Vorschl�ge von verschiedenen Beteiligten angegangen werden und die Fortschritte m�ssen im Rahmen einer �berpr�fung, die in drei Jahren stattfinden soll, bewertet werden. Ein Problem bei der Ausrichtung auf Forschungsstiftungen besteht darin, dass es keine Statistiken dazu gibt, wie viele solcher Organisationen existieren. Das EFC erstellt derzeit ein klareres Bild der europ�ischen Stiftungen - keine einfache Aufgabe - und es sind noch jede Menge Aufzeichnungen f�r den Forschungsbereich erforderlich. W�hrend einige behauptet haben, Europa verf�ge �ber sehr wenige Stiftungen im Vergleich zu den USA, h�lt Salole diese Behauptung f�r einen Mythos. "Es gibt soviel mehr Finanzierungsmittel, die in Hochschulen flieáen - wir m�ssen sie lediglich erfassen", sagt er und f�gt hinzu, dass Stipendien �ber eine lange Tradition in Europa verf�gen. Einige L�nder seien in Bezug auf Forschungsstiftungen zugegebenermaáen fortschrittlicher als andere, aber das VK, die skandinavischen L�nder und Deutschland seien alle ziemlich aktiv und das Interesse in S�deuropa steige, so Salole. Auf die Frage, warum er der Meinung sei, das Interesse steige, bezog sich Salole auf die "wahrgenommenen Bed�rfnisse der B�rger, den Ausbildungsbedarf, Probleme bei der Finanzierung bestimmter Forschung und die Versuche, Forscher in Europa zu halten". Gr�áerer Wohlstand hat seiner Meinung nach ebenfalls zur Erh�hung der Anzahl der Stiftungen gef�hrt. Die Entwicklung bestimmter Wissenschaftsbereiche, einschlieálich Bioethik und genetischer Ver�nderung, h�tten ebenfalls zur Gr�ndung einer Reihe neuer Stiftungen gef�hrt, erkl�rt Faure. Faure weist auáerdem darauf hin, dass die Regierungen das Wachstum der Stiftungen beeinflusst h�tten. Da Europa insgesamt und einzelne L�nder k�mpfen m�ssen, um mit den aufstrebenden Wirtschaften, insbesondere in Asien, konkurrieren zu k�nnen, haben sich viele der Forschung zugewandt und das Potenzial, das sie bietet, erkannt. In den letzten Jahren haben die Regierungen Partner f�r Forschungsfinanzierung gesucht und einige L�nder haben spezielle Programme eingef�hrt, wobei die Regierungen beispielsweise Finanzierungsmittel in derselben H�he wie die Stiftungen bereitstellen. Faure betont jedoch, die Stiftungen k�nnten nur das erg�nzen, was die �ffentlichen Beh�rden bereitstellen, und nicht als Ersatz f�r �ffentliche Finanzierung fungieren: "Stiftungen k�nnen eine Menge tun, aber wenn man betrachtet, was alles getan werden muss, dann k�nnen die Stiftungen dies nicht allein bew�ltigen." Die steigende Zahl neuer Stiftungen k�nnte auch durch die Errungenschaften einiger sehr erfolgreicher Stiftungen erkl�rt werden. Salole f�hrt das Beispiel der irischen Wissenschaftsstiftung (Science Foundation Ireland) an: "Mit einer sehr geschickten Erh�hung der �ffentlichen Finanzierungsmittel haben sich einige sehr interessante Dinge ereignet", sagt er. "Es kam zu betr�chtlichen �nderungen �ber einen Zehnjahreszeitraum, die ein sehr gutes Beispiel f�r die Zusammenarbeit von Regierung und Stiftungen sind." Es scheint, den europ�ischen Forschungsstiftungen stehen interessante Zeiten bevor. Das EFC-Team ist dank der Begeisterung aller Beteiligten sehr optimistisch. "Wir haben das Gef�hl, aufgefordert zu sein, etwas zu tun", sagte Salole.

Verwandte Artikel