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Neuer Bericht: Nutzung der Forschung entscheidend für Wettbewerbsfähigkeit

Die GD Forschung der Europäischen Kommission hat einen Berichtsentwurf zu ihrer öffentlichen Konsultation zu grenzüberschreitender Forschung und Wissenstransfer veröffentlicht. Viele der Ergebnisse haben Auswirkungen für die gemeinsame Forschung - einschließlich des Rahmenprog...

Die GD Forschung der Europäischen Kommission hat einen Berichtsentwurf zu ihrer öffentlichen Konsultation zu grenzüberschreitender Forschung und Wissenstransfer veröffentlicht. Viele der Ergebnisse haben Auswirkungen für die gemeinsame Forschung - einschließlich des Rahmenprogramms für Forschung der Europäischen Kommission -, da sie darauf hindeuten, dass die Nutzung öffentlich finanzierter Forschung ein Motor der Wettbewerbsfähigkeit ist. Die Studie basiert auf Antworten auf die öffentliche Konsultation, die bis zum 1. August 2006 lief. Im Rahmen der Konsultation gingen 199 Antworten ein. Hierbei war das UK mit fast einem Drittel der gesamten Antworten (29 Prozent) überrepräsentiert. Die Mehrheit der Befragten war an Hochschulen tätig (42 Prozent). Ein Großteil gab an, eine leitende Position innerhalb einer Organisation innezuhaben (33 Prozent). Der Bericht besteht aus zwei Teilen. Im ersten Teil werden Meinungen zu verschiedenen Sektoren und im zweiten Teil die Gesetzgebung betrachtet. Der erste Teil beginnt mit der Untersuchung der Rolle öffentlich finanzierter Einrichtungen (Publicly-Funded Organisations - PROs) und der Frage, wie sie in die Forschungslandschaft passen. Die überwältigende Mehrheit der Befragten war der Meinung, dass öffentlich finanzierte Forschung ein "wichtiger" Motor für die Wettbewerbsfähigkeit der EU sei (195 von 199 Befragten fanden dies "sehr" oder "ziemlich" wichtig). Darüber hinaus waren 70 Prozent der Ansicht, dass "viel mehr" getan werden müsse (und weitere 27 Prozent waren der Meinung, dass "etwas mehr" getan werden sollte). Die Befragten waren im Allgemeinen der Ansicht, dass die öffentlich finanzierte Forschung von den PROs schlecht genutzt werde, da sie der Nutzung entweder wenig Bedeutung zumessen oder nicht über die Qualifikationen zur angemessenen Nutzung der Forschung verfügen. Insgesamt 72 Prozent waren der Meinung, dass sich die Zusammenarbeit zwischen einer PRO und einem Industriepartner entweder "sehr schwierig" oder "schwierig" gestalte, selbst wenn sich beide im selben Land befinden. 26 Prozent waren der Ansicht, die Zusammenarbeit sei "leicht", obwohl die Hälfte der Befragten an Hochschulen tätig war. Natürlich gibt es unterschiedliche Gesetzgebungen in den einzelnen Ländern. Daher sollte an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass sich die Zusammenarbeit nicht in gleichem Maße leicht oder schwierig gestaltet, da in den einzelnen Ländern unterschiedliche Beschränkungen gelten. Die internationale Zusammenarbeit scheint jedoch noch schwieriger zu sein. Keiner der Befragten hielt die Zusammenarbeit zwischen einer PRO und einem Industriepartner in einem anderen Land für "sehr einfach". Tatsächlich hielten 82 Prozent diese entweder für "schwierig" oder "sehr schwierig". Dies könnte Auswirkungen auf das Rahmenprogramm selbst haben, da die gesamte finanzierte Forschung grenzüberschreitend sein muss. Bei der Betrachtung der Frage, was die PROs, die Industrie oder die Hochschulen ändern sollten, um die Zusammenarbeit oder die Effektivität zu verstärken, herrschte große Uneinigkeit zwischen den Sektoren, was darauf hindeutet, dass sich diese Sektoren gegenseitig nicht umfassend verstehen. Eine Ausnahme war der Industriesektor. Dieser stimmte im Allgemeinen mit den anderen Beteiligten überein. Ein Großteil (75 Prozent) der Befragten war der Meinung, die Mitgliedstaaten spielten eine Schlüsselrolle in dem Bemühen, PROs zur Annahme von Leitlinien für die Zusammenarbeit mit der Industrie zu bewegen. Schließlich hielten 85 Prozent geistige Eigentumsrechte für einen wichtigen Bereich. Die Befragten waren jedoch geteilter Meinung darüber, ob Leitlinien erstellt werden sollten, wobei sich ein Großteil dafür aussprach (108 dafür, 76 dagegen). Im zweiten Teil des Berichts wird die Gesetzgebung untersucht. Die eingereichten Beiträge stimmten überein, dass unterschiedliche Rechtsrahmen die Zusammenarbeit trotz des "Binnenmarkts" der EU behinderten. Darüber hinaus hielten die Befragten alle von der Kommission genannten Schwachstellen ebenfalls in gewissem Maße für problematisch (23 bis 53 Prozent), wobei Unterschiede im Besitzstand von geistigem Eigentum sowie gemeinschaftliches Eigentum an oberster Stelle standen. Dies deutet darauf hin, dass Industrie, PROs und Hochschulen von harmonisierten Patentgesetzen oder dem viel gelobten "Gemeinschaftspatent" profitieren würden. Die Befragten forderten außerdem die Bereitstellung von mehr Geldern für Technologietransfer, waren sich jedoch uneinig über technologische oder geistige Eigentumsrechte. In den USA verleiht das Bayh-Dole-Gesetz dem Entwickler die geistigen Eigentumsrechte, wenn die Forschung öffentlich finanziert wird. Die Befragten konnten sich jedoch nicht einigen, ob dies eine gute Idee in der EU wäre.

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