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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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EU-Zusammenarbeit für einen "führenden" Markt für Positionierungssysteme

Standortbezogene Dienste (Location Based Services - LBS) können ein Segen für Unternehmen und Privatpersonen sein, die einfach wissen müssen, wo sie sich befinden, sei es zur Orientierung, zur Verkehrsüberwachung oder zum Erbringen von Abschleppdiensten. Es wird jedoch davon a...

Standortbezogene Dienste (Location Based Services - LBS) können ein Segen für Unternehmen und Privatpersonen sein, die einfach wissen müssen, wo sie sich befinden, sei es zur Orientierung, zur Verkehrsüberwachung oder zum Erbringen von Abschleppdiensten. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass der LBS-Markt in der EU nicht ausreichend genutzt wird. "Europa hat beträchtlich in die LBS-Forschung investiert, aber heutzutage können relativ wenige Anwendungen Geolokationsdienste erfolgreich nutzen", sagt Boris Grabner von der Telekom Austria Aktiengesellschaft und ISHTAR-Koordinator (ISHTAR - Industrial Stimuli for the Harmonisation of European Research in the area of LBS - Industrielle Anreize für die Harmonisierung der europäischen Forschung im LBS-Bereich), der dies ändern möchte. Erfolgreiche Nutzung würde einen "führenden" Markt für Produkte schaffen, der sich positiv auf die Wirtschaft der EU auswirken würde. Das im Rahmen des vorrangigen Themenbereichs "Technologien der Informationsgesellschaft" (IST) des Sechsten Rahmenprogramms für Forschung finanzierte ISHTAR-Projekt verfolgt vier Ziele: - Ermittlung von Wissens- und Kompetenzlücken im Bereich der europäischen LBS-Interoperabilität, - Beitrag zur LBS-Standardisierung, - Erstellung einer gesamteuropäischen Karte für europäische LBS-Kompetenz, - Planung einer Fünfjahres-Roadmap für Forschung und Entwicklung (F&E) für künftige LBS-Aktivitäten und Technologien. Grabner ist der Ansicht, dass die mangelnde europäische Zusammenarbeit der Grund für das langsame Wachstum des europäischen LBS-Markts ist, da die meisten Standardisierungsfragen in der Theorie gelöst seien, diese Theorie jedoch noch in die Praxis umgesetzt werden müsse. Zusammenarbeit ist jetzt viel wichtiger, da so viele Gerätetypen LBS-Technologien nutzen können. Daher besteht in diesem Markt Wachstumspotenzial, und die derzeitigen Technologien globaler Positionierungssysteme (GPS), die am Boden auf rund zehn Meter genau sind, werden durch das Galileo-System der EU ersetzt, das auf rund einen Meter genau sein wird. Dies wird den Regierungen eine hundertprozentig genaue Verkehrsüberwachung ermöglichen und beispielsweise nahtlose Mautsysteme ohne Kabinen ermöglichen. Die ISHTAR-Studie zur LBS-Aktivität in Europa liefert einen Überblick über die jetzige Situation am europäischen Markt und seine künftige Entwicklung. "Sie schlägt Möglichkeiten für relevante europäische Forschung im IST-Bereich, im Siebten Rahmenprogramm und im Satellitenpositionierungssystem Galileo vor", so Grabner. Heute konzentriert sich der LBS-Sektor auf Verkehr und Tourismus (15 Prozent), Verfolgung/Überwachung (14 Prozent), Informationen (13 Prozent), Sicherheit (12 Prozent) und Flottenmanagement (11 Prozent). Insgesamt 75 Prozent der Befragten erwarten eine Ausweitung des Sektors, größtenteils aufgrund neuer Geräte für Fahrzeugführer und intelligenten Anwendungen. Damit europäische Unternehmen Fuß fassen können, ist eine nahtlose Interoperabilität zwischen Lieferanten, Betreibern und allen anderen Beteiligten erforderlich. Dies wird den Unternehmen die Anpassung von Produkten, Dienstleistungen und Inhalten für Verbraucher bei sämtlichen Netzwerken, Geräten und anderen Technologien wie drahtlosen Systemen ermöglichen. "Viele europäische LBS-Projekte betrachten diese Bereiche bereits", so Grabner. "Wir empfehlen mehr Integration, Standardisierung und gegenseitige Anregung, insbesondere im Rahmen künftiger Projekte." Außerdem müssen die Befürchtungen der Verbraucher beseitigt werden. Viele sind beispielsweise der Meinung, ihre Spur könne verfolgt werden, wenn sie ein Mobiltelefon bei sich tragen. "Warum sollte man also nicht einen Compliance Code einführen, der die Dienstleistungsanbieter verpflichtet, Angaben darüber zu machen, was mit den Nutzerinformationen geschieht?" Es sind weitere Analysen des LBS-Markts und vielleicht ein europäisches LBS-Forum von den Projektpartnern zu erwarten, die alle sehr aktiv in der Telekommunikationsforschung sind - das Athens Technology Center und Teletel Telecommunications and Information Technology SA in Griechenland, Alcatel Space in Frankreich sowie Tele Atlas und Navteq in Belgien.

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