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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Europäische Weltraumorganisation fördert Raumfahrttechnologieforschung

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine Netzwerk- und Kooperationsinitiative (Networking and Partnering Initiative - NPI) gestartet, die die Zusammenarbeit zwischen der Organisation, europäischen Universitäten, Forschungsinstituten und dem Privatsektor stärken soll...

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat eine Netzwerk- und Kooperationsinitiative (Networking and Partnering Initiative - NPI) gestartet, die die Zusammenarbeit zwischen der Organisation, europäischen Universitäten, Forschungsinstituten und dem Privatsektor stärken soll. Mit dieser neuen Initiative möchte die ESA Forschung zu modernen Technologien verbessern, die Anwendungsmöglichkeiten für die Raumfahrt bieten, sowie von potenziellen "Spin-ins" für die Raumfahrt profitieren. Letztere könnten aus Technologien entstehen, die in den Bereichen Verbraucherelektronik und Materialwissenschaften entwickelt werden, aber auch in neuen Disziplinen wie der Nano- und der Mikrotechnologie. Im Rahmen der NPI wird Technologieentwicklung an ausgewählten Universitäten und Forschungsinstituten gefördert, wobei vorzugsweise neue Ideen oder Konzepte unterstützt werden, die aus nicht raumfahrtbezogenen Industrie- oder Forschungsbereichen kommen. Die NPI nimmt Förderanträge für die folgenden Maßnahmen entgegen: - Ko-Finanzierung: Die NPI ko-finanziert maximal 50 Prozent oder 30 000 EUR pro Jahr von Promotions- oder Postdoktoranden-Forschungsprojekten. - Zugang zu ESTEC-Laboren: Die NPI-Teilnehmer können mindestens sechs und höchstens zwölf Monate lang die Einrichtungen des European Space Research and Technology Centre (ESTEC) der ESA in den Niederlanden nutzen. - Technische Unterstützung: Die NPI-Teilnehmer haben Zugang zu ESA-Experten, mit denen sie die vorgeschlagenen Konzepte diskutieren und deren Relevanz für die und Anwendbarkeit in der Raumfahrt verifizieren können. - Netzwerkmaßnahmen: Die NPI-Teilnehmer können potenzielle Partner für eine künftige Zusammenarbeit suchen und über Verbindungen, die von der ESA hergestellt werden, sogenannte Innovationsnetzwerke aufbauen. Das Konzept der Netzwerk- und Kooperationsinitiative beruht auf der Erfahrung, dass Technologien, die für die Raumfahrt entwickelt wurden, hohes Potenzial für bedeutende Spin-offs für nicht raumfahrtbezogene Anwendungen bergen. Doch hochmoderne Technologien, die für industrielle und Verbraucheranwendungen entwickelt werden, können auch "Spin-ins" für die Nutzung in der Raumfahrt generieren. Von Mikrocomputern bis zu nicht beschlagenden Skibrillen, von angereicherter Babynahrung zu Herzschrittmachern, die Spin-offs aus der Raumfahrt finden sich in allen Bereichen unseres täglichen Lebens wieder. Aber in den letzten Jahren ist die Kluft zwischen den Raumfahrttechnologien und den Technologien in industriellen und Verbraucheranwendungen breiter geworden, so ist zum Beispiel die hochmoderne Technologie, die man heute in Mobiltelefonen und Digitalkameras einsetzt, besser als manche Technologie, die in Satelliten eingebaut wird. Jörg Wehner, der NPI-Programmmanager, erklärte, dass die ESA "durch die Intensivierung des Austauschs mit Universitätsfakultäten und Forschungsinstituten hofft, deren Verbindungen zu Raumfahrtinstitutionen und der Industrie zu stärken, damit sie in der Raumfahrttechnologieforschung aktiv werden können. Viele Universitäten und Institute könnten ihre Forschungsaktivitäten und Zusammenarbeit auf Raumfahrttechnologien ausweiten und einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass die langfristigen Bedürfnisse des europäischen Raumfahrtprogramms gedeckt werden."

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