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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Forschung wirft neues Licht auf den Zusammenhang von Käfern und Nahrungspflanzen

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge fand die Entwicklung pflanzenfressender Käfer und ihrer Wirtspflanzen nicht gleichzeitig statt. Damit widersprechen diese Ergebnisse den verbreiteten Ansichten zu diesem Thema. Diese teilweise über ein Marie-Curie-Stipendium der EU fina...

Neuesten Forschungsergebnissen zufolge fand die Entwicklung pflanzenfressender Käfer und ihrer Wirtspflanzen nicht gleichzeitig statt. Damit widersprechen diese Ergebnisse den verbreiteten Ansichten zu diesem Thema. Diese teilweise über ein Marie-Curie-Stipendium der EU finanzierte Arbeit wurde in der Fachzeitschrift Public Library of Science One veröffentlicht. Bisher herrschte die Ansicht vor, dass sich pflanzenfressende Käfer zusammen mit der Entwicklung der Pflanzenvielfalt weiterentwickelt hätten, wobei die Stammbäume der beiden Gruppen sich gegenseitig widerspiegelten. Jetzt nimmt die Forschung an, dass die pflanzenfressenden Käfer erst lange nach der Entwicklung der Pflanzen und ihrer Diversifikation aufgetreten seien. Dr. Jesús Gómez-Zurita führte zusammen mit Kollegen vom Naturhistorischen Museum in London eine detaillierte Molekularanalyse der Familie der Blattkäfer durch (Chrysomelidae), zu der rund 40.000 Arten gehören. Die Forscher analysierten drei DNA-Sequenzen von über 160 Käferarten, die die Hauptkäferlinien darstellen. Damit waren sie in der Lage, den Stammbaum der Blattkäfer aufzuzeichnen. Durch die Betrachtung der Unterschiede in der DNA zwischen den verschiedenen Käferarten konnten die Forscher berechnen, wann die Linien sich geteilt hatten. Kalibriert wurde diese molekulare Uhr anhand fossiler Daten. Die Forscher fanden heraus, dass die Blattkäfer erst vor 73 bis 79 Millionen Jahren aufgetreten sind. Damit sind sie um einige Millionen Jahre jünger als die Blütenpflanzen. Außerdem passen die Stammbäume nicht zusammen. Käferlinien, die sich von den ältesten Pflanzenarten ernähren (Gräser und Palmfarne) sind mindestens zweimal aufgetreten. Die Forscher behaupten, dass die Blattkäfer bei ihrem Auftreten sich in verschiedene Arten entwickelten und so eine Lücke unter den bestehenden Arten füllten, wodurch das heutige Bild entstanden sei.

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