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Vogelgrippeimpfung ist sicher, so Experten der EFSA

Impfprogramme mit derzeit auf dem Markt erhältlichen Impfstoffen stellen laut der jüngsten wissenschaftlichen Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein sicheres und wirksames Mittel dar, um Hausgeflügel vor dem hochansteckenden Vogelgrippevir...

Impfprogramme mit derzeit auf dem Markt erhältlichen Impfstoffen stellen laut der jüngsten wissenschaftlichen Stellungnahme der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) ein sicheres und wirksames Mittel dar, um Hausgeflügel vor dem hochansteckenden Vogelgrippevirus vom Subtyp H5N1 zu schützen. Seit dem Ausbruch der H5N1-Vogelgrippe in Südostasien und ihrer Ausbreitung gen Westen werden Maßnahmen zur Vorbeugung und Eindämmung der Krankheit eingehender untersucht. In Europa werden derzeit mehrere Kontrollmaßnahmen ergriffen. Zum Beispiel wird genauestens überwacht, wo und wie Geflügel mit Menschen und anderen Tierarten in Kontakt kommt. Dies gilt als erste Schutzmaßnahme gegen die Einschleppung und Ausbreitung der Krankheit bei Geflügel wie Hühnern und Enten. So soll außerdem das Risiko verringert werden, dass sich wildlebende Vögel wiederum an Hausgeflügel anstecken. Im Falle einer Infektion werden betroffene Bestände infizierter Tiere getötet. Da nun jüngste wissenschaftliche Entwicklungen zur Verfügung stehen und Impfstoffe immer besser erforscht werden, gewinnt Impfung als ergänzende Methode zur Überwachung und Eindämmung der Krankheit immer mehr an Bedeutung. Die jüngste wissenschaftliche Stellungnahme der EFSA fasst die Untersuchungsergebnisse zu den jüngst auf dem Markt zugelassenen Impfstoffen für Geflügel und andere in Gefangenschaft lebende Vögel gegen Grippeviren der Subtypen H5 und H7 sowie die Labortestmethoden zur Überwachung des geimpften Geflügels zusammen. Unterm Strich, so die Verfasser der Stellungnahme, erfüllen die derzeit in der EU zugelassenen Impfstoffe für Geflügel wie Hühner und Enten die einschlägigen Qualitätsstandards und sind somit sicher und wirksam. Hinsichtlich anderer Arten von Geflügel und in Gefangenschaft lebenden Vögeln ergaben die Untersuchungen der EFSA allerdings, dass die Wirksamkeit der derzeit auf dem Markt erhältlichen Impfstoffe nicht ausreichend erforscht ist und daher weitere Daten zur Immunogenität und Wirksamkeit der derzeit und künftig erhältlichen Impfstoffe vonnöten sind. In Bezug auf mögliche Auswirkungen von Tierimpfstoffen auf die menschliche Gesundheit kommt die EFSA zu dem Schluss, dass der Einsatz dieser zugelassenen Impfstoffe sicher ist und die Unbedenklichkeit von Geflügelprodukten für den Verzehr nicht beeinträchtigt. Außerdem, so Vertreter der EFSA und des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (EZPKK), könnte die Impfung von Geflügel für den Fall, dass die Stämme H5 und H7 in Teilen der EU endemisch werden, so wie sie es derzeit in Teilen Asiens sind, ferner die Ansteckungsgefahr für Mensch und Tier senken. Diese wissenschaftliche Stellungnahme wurde auf Anfrage der Europäischen Kommission abgegeben, und die Untersuchungsergebnisse dienen voraussichtlich als Grundlage für die Weiterentwicklung von europäischen Maßnahmen zur Impfung gegen Vogelgrippe.