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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Weltweit führende Radioastronomie-Institute aus Deutschland und den USA verstärken Zusammenarbeit

Dank eines Abkommens zur Kooperation auf dem Gebiet der Radioastronomie zwischen dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Deutschland und dem National Radio Astronomy Observatory (NRAO) in den USA wird die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit verbessert. Unter dieser n...

Dank eines Abkommens zur Kooperation auf dem Gebiet der Radioastronomie zwischen dem Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Deutschland und dem National Radio Astronomy Observatory (NRAO) in den USA wird die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit verbessert. Unter dieser neuen Absichtserklärung werden die beiden Institutionen ihre bereits bestehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Beobachtungen weiterführen und Ressourcen teilen, um die technischen Leistungen der Teleskope dieser beiden Einrichtungen zu verbessern. Die Zusammenarbeit erstreckt sich ebenfalls auf die Beurteilungen zur Vergabe von Beobachtungszeit an den jeweiligen Radioteleskopen und beinhaltet den offenen Zugang zu Beobachtungszeit auf der Basis eines "Peer Review"-Verfahrens. "Unsere beiden Institute haben eine Reihe von gemeinsamen Forschungszielen. Die Bündelung von Kräften, um unsere Teleskope technologisch an vorderster Front zu halten, ist von hohem Nutzen für den wissenschaftlichen Fortschritt in unserem Forschungsbereich", sagte Anton Zensus, geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut. "Das neue Abkommen erfolgt im Rahmen einer langjährigen Zusammenarbeit zwischen unseren Instituten und betont die Bedeutung von internationalen Kollaborationen für die Zukunft astronomischer Forschung", fügte Fred Lo hinzu, Direktor des NRAO, einer Einrichtung der National Science Foundation (NSF) der USA. Das erste gemeinsame Projekt zwischen beiden Instituten umfasst die Beteiligung des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie mit einem Beitrag von 299.000 US-Dollar (knapp über 203.000 Euro) bei der Weiterentwicklung des Very Long Baseline Array (VLBA) der NRAO. Bei dem VLBA handelt es sich um ein Netz aus zehn Antennen, die in den USA von Hawai bis zu den Amerikanischen Jungferninseln verteilt sind. Mit dieser Aufrüstung soll das Empfangssystem des VLBA zur Aufnahme von Radiostrahlung in einem Frequenzbereich von 22 Gigahertz (GHz) um rund 30% verbessert werden. Die verbesserte Genauigkeit in dieser Methode spielt eine Schlüsselrolle bei der Lösung von Problemen an der Spitze astrophysikalischer Forschung. Das gilt zum Beispiel für die Bestimmung der Natur der mysteriösen "dunklen Energie", des Antriebs hinter der beschleunigten Expansion des Universums. Wissenschaftler werden auch genauere Messungen der Entfernungen zu weit ab gelegenen Galaxien machen können. "Mit dem VLBA erreichen wir das höchste Auflösungsvermögen für Abbildungen mit einem astronomischen Forschungsinstrument. Der Beitrag des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie zur Verbesserung seiner Fähigkeiten ist eine wichtige Bestätigung für die Rolle des VLBA an vorderster Front astronomischer Forschung", kommentierte Professor Lo. Die beiden Institutionen arbeiten bereits in zahlreichen internationalen Projekten eng zusammen. Dazu gehören das globale Radioteleskopnetzwerk VLBI (Very Long Baseline Interferometry) sowie internationale Initiativen zum Betrieb des Atacama Large Millimetre/submillimetre Array (ALMA) in Chile und das "Square Kilometre Array" (SKA), das entweder in Südafrika oder Australien gebaut wird.

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Deutschland, Vereinigte Staaten

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