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Vorregistrierungsphase von REACH angelaufen

Nach dem offiziellen Start am 1. Juni können unter die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals - Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe) fallende Chemikalien bei der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) vorregistr...

Nach dem offiziellen Start am 1. Juni können unter die REACH-Verordnung (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals - Registrierung, Bewertung und Zulassung chemischer Stoffe) fallende Chemikalien bei der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) vorregistriert werden. Die 200 Mitarbeiter der Agentur stehen angesichts der erwarteten 200.000 Vorregistrierungen vor einer Mammutaufgabe. REACH soll die mit Chemikalien in unserem Alltag verbundenen Gesundheitsrisiken reduzieren, indem sie von den Unternehmen verlangt, die Sicherheitsinformationen bei der ECHA zu registrieren und, falls erforderlich, gefährliche Chemikalien durch sichere Alternativen zu ersetzen. Die Verordnung, die rund 30.000 chemische Stoffe abdeckt, unterscheidet nicht mehr zwischen bestehenden und neuen Chemikalien. Alle Chemikalien auf dem Markt müssen strengen Test unterzogen werden. Vor dem Inkrafttreten der Chemikalienverordnung REACH bestand eine Wissenslücke für 99% der chemischen Stoffe - rund 100.000 Substanzen -, die vor 1981 auf den Markt gebracht wurden. Vor diesem Datum waren keine strengen Gesundheits- und Sicherheitstests für die Vermarktung von Chemikalien erforderlich gewesen. Bis zum 1. Dezember 2008 sind Unternehmen, die mehr als eine Tonne chemischer Substanzen pro Jahr herstellen oder exportieren, aufgefordert, diese Chemikalien online über das Portal REACH-IT vorzuregistrieren. Die Agentur soll die gigantische Zahl von insgesamt 200.000 Vorregistrierungen abwickeln. Die Vorregistrierungsphase soll den Unternehmen dabei helfen, andere Unternehmen zu erkennen und mit ihnen Kontakt aufzunehmen, die dieselbe Substanz registrieren wollen, wodurch sie genügend Zeit erhalten, ein Forum für den Austausch von Informationen zu chemischen Substanzen (Substance Information Exchange Forum, SIEF) zu gründen. In einem SIEF müssen die Unternehmen Studien mit Tierversuchen gemeinsam durchführen, um die Anzahl der Versuchstiere auf das absolute Minimum zu beschränken. Nach der Vorregistrierungsphase haben die Unternehmen bis zum 1. Dezember 2010 Zeit für die endgültige Registrierung und Zulassung aller hergestellten oder importierten Substanzen, die 1.000 Tonnen pro Jahr überschreiten. Zwischenzeitlich erhalten Unternehmen, die geringere Mengen an Chemikalien, ungefähr eine Tonne oder weniger pro Jahr, importieren oder herstellen bis Juni 2018 Zeit für die Registrierung. Auf der Auftaktveranstaltung der ECHA richtete Kommissionspräsident José Manuel Barroso aufmunternde Worte an die Mitarbeiter der Agentur. "Ich bin immer stärker davon überzeugt, dass eine faszinierende, jedoch schwierige Aufgabe vor Ihnen liegt. Ich bin sicher, dass die Agentur der Brennpunkt sein wird, der es den Europäern erlauben wird, gemeinsam zu arbeiten, um die wichtigen Ziele von REACH zu erreichen", sagte er. "Gleichzeitig verlasse ich mich darauf, dass die Agentur diejenigen außerhalb Europas unterstützen wird, die sich uns anschließen wollen und uns um Rat und Hilfe ersuchen. Dies sind große Herausforderungen. Aber ich vertraue darauf, dass die Agentur ihr Ziel mit Unterstützung der Europäischen Kommission, der Mitgliedstaaten und der Interessengruppen erreichen wird. Und ich freue mich bereits darauf, bei einer späteren Gelegenheit persönlich mit Ihnen auf ihren Erfolg anzustoßen", fügte er hinzu.

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