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Inhalt archiviert am 2023-03-02

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Bericht stellt fest: Forschungsintegrität in den meisten europäischen Ländern gut abgesichert

Die Mehrheit der europäischen Länder ist für die Absicherung der Forschungsintegrität gut gerüstet, heißt es in einem neuen Bericht der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS). Der Bericht mit dem Titel "Stewards of Integrity - Institutional approaches to promote and safegu...

Die Mehrheit der europäischen Länder ist für die Absicherung der Forschungsintegrität gut gerüstet, heißt es in einem neuen Bericht der Europäischen Wissenschaftsstiftung (EWS). Der Bericht mit dem Titel "Stewards of Integrity - Institutional approaches to promote and safeguard good research practice in Europe" bietet einen Überblick darüber, wie Fragen zur Integrität in der Forschung in 18 europäischen Ländern angegangen werden. Für den Bericht prüfte die EWS Bildungsgesellschaften, öffentliche Forschungsorganisationen, Finanzierungsstellen für Forschung und andere zentrale Organisationen, die sich mit Vorwürfen von Fehlverhalten in der Forschung befassen. Die Autoren des Berichts interessierten sich insbesondere für Kodizes und Leitlinien zur Förderung guter Forschungspraktiken, für die Maßnahmen und Strategien von Organisationen, die sich mit Forschungsintegrität befassen sowie für Verfahren, die speziell für Fehlverhalten in der Forschung eingerichtet wurden. Sie fanden heraus, dass die meisten untersuchten Länder Mechanismen zur Förderung guter Forschungspraktiken eingerichtet hatten. "Man kann nur zufrieden sein zu sehen, dass Forschungsorganisationen in den meisten Ländern die Verantwortung übernommen haben, als 'Hüter der Integrität' aufzutreten, indem sie klare Verhaltenskodexe entwickeln und starke Mechanismen für den Umgang mit Vorwürfen von Fehlverhalten einrichten", erklärte Dr. John Marks, stellvertretender Direktor der EWS, der die Erstellung des Berichts geleitet hat. Der Bericht enthüllt, dass von den Ländern eine große Bandbreite an Ansätzen für den Umgang mit Fragen zur Forschungsintegrität gewählt wurde. Einige der Dokumente drücken Bestrebungen aus, wie sich Wissenschaftler verhalten sollten. Andere untersuchen die verschiedenen Aspekte guter Forschungspraktiken mehr im Detail. Manche Organisationen haben klare Regelwerke oder Richtlinien, die die Abläufe für den Umgang mit Vorwürfen von Fehlverhalten in der Forschung und die Sanktionen gegen schuldige Forscher eindeutig festlegen. Relativ wenige Länder und Organisationen haben explizite Mechanismen für den Umgang mit Fehlverhalten in der Forschung; da wo sie existieren, wurden sie häufig infolge schwerer Fälle eines solchen Verhaltens eingerichtet. Währenddessen sind viele der im Bericht untersuchten Länder damit beschäftigt, ihre Verfahren weiterzuentwickeln oder zu verfeinern. Beispielsweise hat eine Arbeitsgruppe in Österreich die Schaffung einer zentralen Stelle für den Umgang mit Fehlverhaltensvorwürfen vorgeschlagen, das Vereinigte Königreich und Frankreich dagegen organisieren Politik-Workshops mit dem Ziel, die notwendigen Schritte für die Förderung guter Forschungspraktiken zu diskutieren. Auf internationaler Ebene fördert das Global Science Forum der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) den Ideenaustausch darüber, wie Fehlverhalten in der Forschung in internationaler Forschungszusammenarbeit angegangen werden soll. "Wir sind Zeugen einer enormen Dynamik in der Entwicklung von Strukturen für die Integrität in der Forschung", sagte Dr Marks. "Mehr und mehr Länder und Organisationen machen sich proaktiv auf den Weg, um Rahmen für die Förderung von Forschungsintegrität zu schaffen. Es scheint, dass die Bemühungen, Debatten zu vorbildlichen Praktiken anzuregen, beispielsweise das Global Science Forum zur Forschungsintegrität und die Weltkonferenz zur Forschungsintegrität, Früchte tragen." Die EWS plant nun gemeinsam mit anderen Organisationen ein Forum, in dem die für die Absicherung von Forschungsintegrität Verantwortlichen Ideen und Erfahrungen austauschen und sich um die Entwicklung einheitlicher Standards in Europa bemühen können.

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