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Begegnung mit den Spitzenforschern von morgen: Die Gewinner des EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler 2008

Die Gewinner des 20. EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler (European Union Contest for Young Scientists, EUCYS) brillieren auf dem Gebiet der Mathematik, Ingenieur- und Geowissenschaften. Die auf der Wettbewerbsveranstaltung in Kopenhagen, Dänemark vorgestellten Projekte...

Die Gewinner des 20. EU-Wettbewerbs für Nachwuchswissenschaftler (European Union Contest for Young Scientists, EUCYS) brillieren auf dem Gebiet der Mathematik, Ingenieur- und Geowissenschaften. Die auf der Wettbewerbsveranstaltung in Kopenhagen, Dänemark vorgestellten Projekte stammen von Preisträgern aus Polen, der Slowakei und dem Vereinigten Königreich. Einer der drei ersten Preise, von denen jeder mit 7.000 Euro dotiert war, ging an Martin Tkác aus der Slowakei für sein Projekt "Tilting of bulk materials based on gravitation principle in cargo railway transport (Kippen von Schüttgut auf der Grundlage des Gravitationsprinzips im Schienenfrachtverkehr)". In seiner Projektvorstellung beschreibt Martin Tkác, wie die "neue Kippvorrichtung neue Waggons in einem kontinuierlichen Prozess kippen kann, ohne dass der Einsatz elektrischer Energie oder vieler Arbeitskräfte erforderlich ist oder Waggons beschädigt werden. Dies spart Energie, Zeit und Rohstoffe." "From microcosm to magma oceans: a lunar meteorite perspective (Vom Mikrokosmos zu den Magmaozeanen: Aus der Perspektive eines Mondmeteoriten)" ist der Titel eines Projekts aus dem Bereich Geowissenschaften von Elisabeth Muller, das ebenfalls einen ersten Preis erhielt. Elisabeth Muller von der Bedford High School in Bedford, Vereinigtes Königreich, untersuchte die mineralische Zusammensetzung des Mondmeteoriten MIL 0503. Basierend auf der elektronenmikroskopischen Analyse eines schmalen Materialsegments gewann Elisabeth Muller weitere Erkenntnisse zur Entstehung des Mondes und interpretierte die Daten im Zusammenhang mit den vulkanischen Erscheinungen auf dem Mond. Magdalena Bojarska aus Polen war die dritte Preisträgerin und erhielt einen ersten Preis für ihr Projekt "Hamiltonian cycles in generalised Halin graphs (Hamiltonkreise in verallgemeinerten Halin-Graphen)". Der Begriff Hamiltonkreis bezeichnet in der Graphentheorie einen Kreis in einem ungerichteten Graphen, der jeden Knoten (Basiseinheit eines Graphen) exakt ein Mal durchläuft und dann wieder zum Ausgangsknoten zurückkehrt. Ein Halin-Graph ist eine besondere Art Planar-Graph, der einen solchen Kreis enthält. In ihrem Projekt entwickelte Magdalena Bojarska einen verallgemeinernden Ansatz zur Berechnung solcher Graphen und beschrieb einen Algorithmus, mit dem bestimmt werden kann, ob ein Halin-Graph einen Hamiltonkreis enthält, der über eine Reihe gegebener Kanten verläuft. Zusätzlich zu vielen zweiten, dritten und Sonderpreisen hat die Europäische Kommission anlässlich des 20-jährigen Bestehens des EUCYS auch einen Preis für Internationale Zusammenarbeit für das beste Projekt eines Teams aus einem Drittland vergeben. Dieser Sonderpreis ging an Pippa Grierson aus Neuseeland für "Fighting facial eczema (Bekämpfung von Gesichtsekzemen)". In ihrem Projekt beschäftigte sie sich mit potenziell tödlichen Gesichtsekzemen bei Weidetieren in Ländern der südlichen Hemisphäre und untersuchte, ob organischer Kalkdünger die Krankheit beeinflussen kann. Beim diesjährigen EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler wurden 86 Projekte ausgezeichnet, die bereits bei nationalen Wettbewerben in 39 europäischen Ländern sowie Brasilien, Kanada, China, Mexiko, Neuseeland und den Vereinigten Staaten erfolgreich waren. Sie deckten ein breites Spektrum wissenschaftlicher Fachbereiche ab, vom Ingenieurwesen und Geowissenschaften über Biologie, Mathematik, Chemie, Physik und Medizin bis hin zu Computer- und Sozialwissenschaften. Insgesamt teilten sich die Gewinner ein Preisgeld von 46.500 Euro. Der für Wissenschaft und Forschung zuständige Kommissar Janez Potocnik erklärte dazu: "Beim EU-Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler geht es darum, die künftigen Spitzenforscher Europas zu fördern. Der Wettbewerb zeigt, dass Europa über eine Fülle von talentierten jungen Menschen verfügt, was in Zeiten des globalisierten Wettbewerbs von entscheidender Bedeutung ist. Außerdem können junge Menschen auf diese Weise die Freude an der Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg kennen lernen, ganz im Geiste des Europäischen Forschungsraums, den wir schaffen wollen."

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Dänemark

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