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Radiologie findet Nische auf elektronischem Marktplatz

Online-Marktplätze bieten Lösungen für Hersteller, die vor dem Problem stehen, keine neuen Lieferanten finden zu können. Die Radiologie würde beispielsweise von einem solchen Service profitieren, weil zahlreiche europäische Regionen derzeit vor einem Mangel an Röntgenärzten st...

Online-Marktplätze bieten Lösungen für Hersteller, die vor dem Problem stehen, keine neuen Lieferanten finden zu können. Die Radiologie würde beispielsweise von einem solchen Service profitieren, weil zahlreiche europäische Regionen derzeit vor einem Mangel an Röntgenärzten stehen, während es in anderen zu viele gibt. Um dies zu bewältigen, unterstützt die EU das zweijährige Marktvalidierungsprojekt R-Bay zur Schaffung eines elektronischen Marktplatzes für den An- und Verkauf elektronischer Gesundheitsdienste im Bereich der Bildgebung. Das Projekt, das mit Mitteln in Höhe von 949.759 Euro ausgestattet ist, endet 2009. R-Bay wird bei der Errichtung eines Binnenmarkts für den Austausch elektronischer Gesundheitsdienste förderlich sein. Dadurch werden Ressourcen für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung europaweit verteilt. Den Projektpartnern zufolge kann eRadiology genutzt werden, um die ungleiche Verteilung der Radiologen auszugleichen. R-Bay wird durch die Ausweitung eines elektronischen Marktplatzes elektronische Radiologiedienste (eRadiology) erweitern können. Im konventionellen Sinn benutzt eRadiology Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, auch Teleradiologie genannt, um Anbieter und Kunden zu bedienen. Aber darin liegt das Problem: hinsichtlich der Anzahl der Dienstleister und der in jeder Region verfügbaren Qualifikation gibt es eine Grenze. Über R-Bay würde der elektronische Marktplatz den Regionen eine "Mehrpunkt-zu-Mehrpunkt"-Verbindung anbieten, was typisch für die Vermarktung von Waren und den Austausch von Radiologiediensten wäre, sagen die Projektpartner. R-Bay hat sich vorgenommen, den ersten europäischen virtuellen und sicheren Austausch für die Bereitstellung und den Konsum von Radiologiediensten auf der Grundlage von Marktgesetzen zu entwickeln. Im Rahmen des Projekts werden acht Sites anerkannte Bildgebungs- und Analysemethoden nach dem Prinzip "Zahlung per Mausklick" vermarkten, erklärt das Team, das aus Forschungseinrichtungen, Anbietern von Gesundheitsdiensten und Marktentwicklungsexperten besteht. Der Provider der technischen Infrastruktur Carestream Health nimmt auch am Projekt teil. Ihre Lösungen für Radiologie- und Informationsmanagement treiben die ursprüngliche Testplattform des Projektes an, wodurch die Bildbefundung aus der Ferne in tschechischen, dänischen und finnischen Krankenhäusern durch klinische Dienstleister in Estland, Litauen und in den Niederlanden einfacher wird. "Carestream Health verfügt über eine große Erfahrung in der Systemintegration und Fragen der Interoperabilität im Zusammenhang mit der Implementierung nationaler und regionaler Lösungen", sagte Ulf Andersson, Marketingdirektor von Carestream Health Nordeuropa. "Als Teil des R-Bay-Projekts werden diese Lösungen schließlich zu einer besseren Verteilung der Radiologieressourcen beitragen, um allen Patienten in Europa die Möglichkeit zu bieten, durch europaweite Bildgebungsdienste einen optimalen Zugang zur medizinischen Versorgung zu erhalten." Das R-Bay-Team ist optimistisch, dass das Projekt den medizinischen Arbeitsumgebungen einen Fortschritt bringen wird, indem der Zugang zu Spezialisten gleichmäßiger verteilt wird und indem neue Geschäftsmodelle und Strömungen für medizinische Dienstleistungen geschaffen werden. R-Bay wird auch eine Lösung für das Problem des Brain-drain in Osteuropa mit dem anderswo herrschenden Überschuss an Radiologen finden. Am Ende werden die Europäer den gleichen Zugang zu einer optimalen medizinischen Versorgung erhalten, sagen die Partner.

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