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Steigende Umwelt- und Sicherheitsbedenken erfordern ein aktualisiertes Forschungskonzept in der Luftfahrtindustrie

Die europäische Forschungsgemeinschaft der Luftfahrtindustrie hat ihre Forschungsagenda aktualisiert, um so steigenden Umweltschutzbedenken, dem Bedarf an alternativen Treibstoffen und den sich schnell verändernden Sicherheitsbedrohungen Rechung zu tragen. Das Beratungsgremi...

Die europäische Forschungsgemeinschaft der Luftfahrtindustrie hat ihre Forschungsagenda aktualisiert, um so steigenden Umweltschutzbedenken, dem Bedarf an alternativen Treibstoffen und den sich schnell verändernden Sicherheitsbedrohungen Rechung zu tragen. Das Beratungsgremium, der Advisory Council for Aeronautics Research in Europe (ACARE), veröffentlichte seine letzte Forschungsagenda - Strategic Research Agenda (SRA) - vor vier Jahren. Seit dieser Zeit konnten massive Preisschwankungen bei Öl und der Wertverlust des Dollars gegenüber dem Euro beobachtet werden (was negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrtindustrie zur Folge hatte). Gleichzeitig landeten Umweltbedenken auf der politischen Tagesordnung und auf den Flughäfen wurden weltweit immer komplexere und aufwändigere Sicherheitsmaßnahmen eingeführt. Eine Untersuchungsgruppe, die Strategic Review Group von ACARE, hat diesen neuen Anhang zur SRA erarbeitet, um diese dringenden Herausforderungen zu thematisieren. Eine komplette Durchsicht der SRA erfolgt im Jahr 2010. Die Gruppe kam zum Ergebnis, dass die Ausrichtung und Inhalte der SRA weiterhin Gültigkeit haben und dass in vielen Bereichen enorme Fortschritte gemacht wurden. In den letzten Jahren wurde die Clean Sky Joint Technology Initiative (JTI) aufgelegt, die die Auswirkungen des Flugverkehrs auf die Umwelt reduzieren soll. Ferner erhielten zahlreiche Forschungsprojekte Fördermittel im Rahmen der Förderprogramme EU's Sixth and Seventh Framework Programmes (FP6 and FP7). Nichtsdestotrotz stellt die Gruppe fest, dass eine weitere Förderung der Forschung dringend erforderlich ist. 'Die Forschungsaspekte würden dank höherer Investitionen schneller Fortschritte machen', gibt der Anhang wieder. 'Die mangelnde Verfügbarkeit der Mittel, die in der Research Agenda als notwendig identifiziert wurden, steht dem Fortschritt im Wege.' Der Anhang empfiehlt außerdem, dass 'Anpassungen und Beschleunigungen' im Bereich Umweltschutztechnologien sowie bei der Entwicklung alternativer Treibstoffe und Sicherheitssysteme erfolgen. Die Herausforderung hinsichtlich des Umweltschutzes hat zwei Aspekte: Die Branche muss ihre Auswirkungen sowohl auf den Klimawandel als auch im Hinblick auf lokale Lärm- und Luftschutzbedingungen reduzieren. Die Untersuchung zeigt, dass sowohl öffentliche als auch private Investitionen dringend erforderlich sind, um den Durchbruch der erforderlichen Technologien zu ermöglichen, mit denen die Luftfahrt den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren kann. Der Anhang unterstreicht außerdem den Bedarf an alternativen Treibstoffen; die weltweiten Reserven an fossilen Brennstoffen sinken und die technologischen Möglichkeiten für alternative Treibstoffe sowie deren umweltschutztechnische und wirtschaftlichen Folgen müssen noch im Detail untersucht werden. Im Bereich Sicherheit führen die sich schnell verändernden Bedrohungsszenarien für die Sicherheit an Flughäfen und in Flugzeugen sowie die erhöhten Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen zu längeren Wartezeiten für Passagiere. Der Anhang fordert die Entwicklung effizienterer und berührungsfreierer Maßnahmen für die Abschreckung und Aufspürung. Sicherheitstechnologien sollten außerdem so konzipiert werden, dass sie auch mit dem wechselvollen Charakter der Sicherheitsbedrohungen Schritt halten können.

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