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Optimierung der BOT-Brotproduktion

Jährlich verzehren die Europäer mehr als 30 Millionen Tonnen Brot, und ein zunehmender Anteil dieser Menge wird mittels Bake-off-Technologie (BOT) hergestellt. Im Rahmen von BOT wird vorgebackenes Brot im industriellen Maßstab produziert und an kleine, lokale Verkaufsstellen g...

Jährlich verzehren die Europäer mehr als 30 Millionen Tonnen Brot, und ein zunehmender Anteil dieser Menge wird mittels Bake-off-Technologie (BOT) hergestellt. Im Rahmen von BOT wird vorgebackenes Brot im industriellen Maßstab produziert und an kleine, lokale Verkaufsstellen geliefert, in denen der Backprozess schließlich abgeschlossen wird. Die Brotherstellung mittels BOT ist jedoch mit einem hohen Energieverbrauch verbunden und kann sich sogar auf die nährstoffspezifischen und strukturellen Eigenschaften des Brotes auswirken. Im Laufe der vergangenen drei Jahre untersuchte man im Rahmen des von der EU finanzierten FRESHBAKE-Projekts ("Freshly baked breads with improvement of nutritional quality and low energy demanding for the benefit of the consumer and of the environment") Möglichkeiten zur Optimierung der BOT, sodass hierüber weniger Energie verbraucht und gleichzeitig hochwertiges Brot produziert werden kann. Das Forschungsteam stieß auf beträchtlichen Raum zur Senkung des mit der BOT verbundenen Energieverbrauchs. Deshalb arbeiten die Projektpartner nun an der Entwicklung prototypischer Geräte und Technologien, um die innerhalb dieser Prozesse benötigte Energiemenge beträchtlich zu verringern. Durch diese neuen Methoden kann zudem die Qualität des Endproduktes verbessert werden, indem beispielsweise ein Abblättern der Kruste vermieden wird. Die Qualität der Brotkruste spielt eine entscheidende Rolle. Über eine von den Projektpartnern durchgeführte Studie fand man heraus, dass 62 % der Verbraucher frisch gebackenes Brot mit einer knusprigen Kruste bevorzugen. Wieder andere Verbraucher legen eher Wert auf die gesunden Eigenschaften des Brotes. In dieser Hinsicht zeigt die FRESHBAKE-Forschung, dass gefrorenes, teilgebackenes Brot über einen bedeutend geringeren glykämischen Index verfügt als herkömmliche Brotprodukte. Neben einer Verringerung des Energieverbrauchs bei der BOT entwickeln die Projektpartner innovative Zutaten, die nur wenige chemische Inhaltsstoffe umfassen und so für einen gesteigerten Nährwert des Brotes sorgen. Somit tragen sie zur Lösung des Problems der Getreideintoleranz bei, wie sie zum Beispiel bei Zöliakie auftritt - einer Krankheit, unter der 0,1 % der europäischen Bevölkerung leiden. FRESHBAKE, das innerhalb des Sechsten Rahmenprogramms (RP6) mit 2 Millionen EUR finanziert wurde, ist eines der verschiedenen Projekte, die vom 7. bis 8. Mai auf der EU-Konferenz "Research Connection" in Prag, Tschechische Republik, vorgestellt werden. Die über die tschechische Ratspräsidentschaft der Europäischen Union gesponserte Konferenz vereint Wissenschaftler, Ingenieure und Mitglieder kleiner und mittelständischer Unternehmen mit Interesse an einer Beteiligung an den Forschungsprogrammen der EU. Im Rahmen der "Research Connection 2009" werden praktische Veranstaltungen für die am Siebten Rahmenprogramm (RP7) teilnehmenden Forscher angeboten und die wichtigsten politischen Akteure Europas aus dem Bereich der Forschungsförderung vorgestellt. Darüber hinaus bietet die Konferenz praktische Tipps für die Teilnahme an EU-Forschungsprogrammen und hebt die Prioritäten und Richtlinien der drei grundlegenden laufenden Forschungsinitiativen hervor: RP7, die Strukturfonds sowie das Rahmenprogramm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP). Für alle, die bereits am den Forschungsinitiativen der EU teilnehmen, werden im Rahmen der Konferenz verschiedene Veranstaltungen rund um eine optimierte Beteiligung angeboten, welche von den Beteiligten selbst durchgeführt werden. Die von der Generaldirektion Forschung der Europäischen Kommission organisierte Veranstaltung bietet den Teilnehmern zudem eine Möglichkeit, sich direkt über ihre Erfahrungen im Rahmen der EU-Forschungsinitiativen auszutauschen. Diese Informationen können dann zukünftig die Beteiligung und das Networking innerhalb der Forschungsgemeinschaft anregen. Informationen zur Anmeldung erhalten Sie über den nachfolgend angezeigten Link.

Länder

Tschechien

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