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Internationale Hilfe für die Korallenriffe der Galapagos-Inseln

Ein wichtiges internationales Projekt unter der Leitung der englischen Universität Southampton wird den Schutz einiger der seltensten Korallenriffe vor den Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean schützen und gleichzeitig die Wirtschaftszweige aufrechterhalten, die von ihnen abh...

Ein wichtiges internationales Projekt unter der Leitung der englischen Universität Southampton wird den Schutz einiger der seltensten Korallenriffe vor den Galapagos-Inseln im Pazifischen Ozean schützen und gleichzeitig die Wirtschaftszweige aufrechterhalten, die von ihnen abhängig sind. Das 3-Jahres-Projekt "Galapagos Coral Conservation: Impact, Mitigation, Mapping and Monitoring" ist Teil der "Darwin Initiative", einem internationalen Programm, das Länder unterstützt, denen die finanziellen Mittel fehlen, um ihre Biodiversität zu schützen. Die Ergebnisse des Projekts werden jetzt in einer Sonderausgabe der wissenschaftlichen Zeitschrift "Galapagos Research". Die Galapagos-Inseln wurden im 19. Jahrhundert durch den Naturforscher Charles Darwin berühmt, der sie besucht und studiert hatte. Seine Beobachtungen der Tierwelt und Biodiversität gingen später in sein bahnbrechendes Buch "Über die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl" ein. Die Inseln liegen etwa 1000 km vor der Küste von Ecuador (zu dem sie auch gehören). Dies Ziel des Projekts bestand darin, die Regierung von Ecuador dabei zu unterstützen, die letzten ausgedehnten Korallenriffe vor den nördlichen Wolf- und Darwin-Inseln zu schützen und ohne dabei die Meereswirtschaft zu beeinträchtigen, die für die Menschen in dieser Gegend lebenswichtig ist. Die Galapagos-Inseln zeichnen sich immer noch durch eine große Artenvielfalt aus. Ihre verbleibenden Korallenriffe bestehen aus Tausenden von Arten, darunter auch viele seltene Korallen, und die Riffe bilden auch den Lebensraum für eine Vielzahl von Meeresbewohnern, wie Tausende von Schildkröten, Delfine, Haie und Thunfische. In den letzten 30 Jahren wurden die Riffe jedoch stark vom Klimawandel in Mitleidenschaft gezogen. Von 1982 bis 1983 wurden die Riffe durch extreme Wetterbedingungen aufgrund des El Niño-Phänomens zu 95% zerstört und von 1997 bis 1998 kamen weitere Schäden durch eine höhere Temperatur der Meeresoberfläche infolge der Meereserwärmung hinzu. Dieses Projekt ist das bisher umfangreichste zum Schutz der Korallenriffe. Hierbei kamen innovative Kartierungs- und Bewertungsverfahren zum Einsatz, mit denen besonders beschädigte Bereiche ermittelt wurden. Fischerei- und Tourismusindustriezweige der Region kamen zusammen, um darüber zu diskutieren, wie sie weiter florieren und gleichzeitig weniger die Schäden an den Riffen verursachen können. Bei einigen der Möglichkeiten handelt es sich um ganz einfache Innovationen, wie beispielsweise der Einsatz von permanenten Ankerbojen, um zu verhindern, dass die Anker die Korallenriffe beschädigen. Professor Terry Dawson vom Fachbereich Geografie der Universität Southampton erklärte: "Diese wichtigen Erkenntnisse bereichern unser Wissen und sorgen dafür, dass wir uns mehr des Wertes und des gegenwärtigen Zustands der nördlichen Galapagos-Korallengemeinschaften bewusst werden. Außerdem führen sie zu Schutzmaßnahmen und Verpflichtungen der Akteure zur Erhaltung dieser wertvollen Lebensräume. "Dieser Forschritt zeigt, wie mit relativ geringer externer Hilfe die angewandte Meeresforschung gestärkt und eine Bewirtschaftungspolitik eingeführt werden kann. Derartige Schritte sind wichtig, wenn die natürliche Funktion des Ökosystems erhalten werden soll, um den Eigenwert der Galapagos-Inseln zu erhalten und einen Beitrag für Wohlergehen zukünftiger Generationen zu leisten." An dem Projekt waren viele Organisationen beteiligt, u.a. auch die Charles Darwin Research Station, WildAid, Conservation Internationa und der Galapagos National Park Service.

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