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Ausschreibung für eine Lückenanalyse zu Wasserknappheit und Dürre in der EU

Die Europäische Kommission hat eine Ausschreibung für eine Lückenanalyse zu Wasserknappheit und Dürre in der EU veröffentlicht. Das Gleichgewicht zwischen Wassernachfrage und -angebot hat in vielen Gegenden Europas ein kritisches Niveau erreicht (Wasserknappheit). Darüber hi...

Die Europäische Kommission hat eine Ausschreibung für eine Lückenanalyse zu Wasserknappheit und Dürre in der EU veröffentlicht. Das Gleichgewicht zwischen Wassernachfrage und -angebot hat in vielen Gegenden Europas ein kritisches Niveau erreicht (Wasserknappheit). Darüber hinaus bekommen immer mehr Regionen die negativen Auswirkungen von Veränderungen im hydrologischen Kreislauf und in der Niederschlagsverteilung zu spüren (zunehmende Trockenheit und häufiger auftretende Dürreperioden). Durch den Klimawandel werden sich diese negativen Auswirkungen mit großer Sicherheit in Zukunft noch verschärfen, da für Europa und seine Nachbarländer eine Häufung und Verschlimmerung der Dürreperioden zu erwarten sind. In den letzten dreißig Jahren ist die Zahl und Intensität der Dürreperioden in der EU steil angestiegen. Schätzungen zufolge erhöhte sich die Zahl der von Dürre betroffenen Gebiete und Menschen von 1976 bis 2006 um nahezu 20%, und wenigstens 11% der Bevölkerung Europas und 17% seines Gebiets waren bisher von Wasserknappheit betroffen. Ein Rückgang der Wasserzufuhr hat unmittelbar negative Auswirkungen auf Bürger und Wirtschaftszweige wie Landwirtschaft, Tourismus, Industrie, Energie und Verkehr. Außerdem können die Wettbewerbsfähigkeit und der Binnenmarkt beeinträchtigt werden. Wasserknappheit und Dürre haben überdies durch ihre negativen Auswirkungen auf Artenvielfalt und Wasserqualität, wegen der erhöhten Gefahr von Waldbränden und Bodenverarmung, noch weiterreichende Folgen für die Natur insgesamt. Im Jahr 2007 antwortete die Europäische Kommission auf diese Herausforderungen mit einer Mitteilung über Wasserknappheit und Dürre in der Europäischen Union. Das Dokument legte eine Hierarchie der Lösungsansätze für das Wasserproblem fest, wonach die Wasserbedarfssteuerung Vorrang haben sollte und alternative Möglichkeiten der Wasserversorgung erst dann in Erwägung gezogen werden sollten, wenn das Potenzial zum Sparen und zur effizienteren Nutzung von Wasser ausgeschöpft ist. Das Ziel dieser Studie besteht darin, eine Synthese aus folgenden Elementen zu erstellen: den aus bestehenden und laufenden Studien und Forschungsarbeiten erlangten Erkenntnissen über Wasserknappheit und Dürre in der EU, Datenerhebungen durch europäische Agenturen, Erfahrungen aus der Umsetzung der Mitteilung sowie den laufenden Aktivitäten der Interessenvertreter. Die Bewertung soll als Grundlage für die für 2012 vorgesehene Folgenabschätzung der Kommission der Prüfung der Politik gegen Wasserknappheit und Dürre dienen.Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Europäische Kommission Generaldirektion Umwelt ENV.SRD.2 - Finanzen z. Hd. Markets Team BU-5 00/122 1049 Brüssel Belgien E-Mail: env-tenders@ec.europa.eu Den kompletten Wortlaut der Ausschreibung finden Sie im ABl. Nr. S157 vom 14. August 2010