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Bessere Bilder von Tumoren durch neues bildgebendes Verfahren

Krebs bleibt auch weiterhin eine der häufigsten Todesursachen in Europa und der Welt, und Vorsorge und frühe Behandlung sind weiterhin entscheidend im Kampf gegen diesen. Forscher in Norwegen hat ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren validiert, von dem sie glauben, dass e...

Krebs bleibt auch weiterhin eine der häufigsten Todesursachen in Europa und der Welt, und Vorsorge und frühe Behandlung sind weiterhin entscheidend im Kampf gegen diesen. Forscher in Norwegen hat ein nicht-invasives bildgebendes Verfahren validiert, von dem sie glauben, dass es bei der Identifizierung von aggressiven Tumoren hilft. Ihr Durchbruch liefert wertvolle Informationen über den interstitiellen Flüssigkeitsdruck von soliden Tumoren. Ihre Ergebnisse wurden in Cancer Research veröffentlicht. Die primäre Prävention von Krebs ist das langfristige Ziel in der Europäischen Union. EU-Gesundheitsminister haben Empfehlungen für bewährte Praktiken bei der Früherkennung von Krebs angenommen. Durch regelmäßige und systematische Untersuchungen kann die Krankheit frühzeitig erkannt werden, einem Zeitpunkt, zu dem diese besser auf weniger aggressive Behandlung reagiert. Einmal erkannt, kann die entsprechende Behandlung verschrieben werden. Es hat sich gezeigt, dass diese Untersuchungen die Krebssterblichkeit deutlich reduzieren und die Lebensqualität der Tumorpatienten verbessern können. Die Forscher stützten ihre Forschung auf den interstitiellen Flüssigkeitsdruck, den viele maligne solide Tumoren im Allgemeinen in höherem Maße entwickeln als gesundes Gewebe. Interstitielle Flüssigkeit oder Gewebeflüssigkeit umgibt unsere Zellen. Sie liefert Nahrung an unsere Zellen und dient auch der Entsorgung von Abfällen. Im Durchschnitt besitzt jeder Mensch etwa 11 Liter dieser Flüssigkeit im Körper. In Tumoren entsteht jedoch hoher Druck und dies kann zu einer verminderten Aufnahme von Chemotherapeutika und Resistenz gegen Strahlentherapie führen. Darüber hinaus fördert ein hoher interstitieller Flüssigkeitsdruck erwiesenermaßen die Metastasierung, d.h. wenn der Krebs zu einer anderen Stelle im Körper "wandert". "Derzeit ist ein bildgebendes Verfahren zur nicht-invasiven Beurteilung des interstitiellen Flüssigkeitsdruck von Tumoren erforderlich, um das Potenzial dieses Druckes als Biomarker für die Aggressivität des Krebses zu bewerten und damit Krebspatienten ermitteln, die von einer besonders aggressiven Behandlung wegen des stark erhöhten interstitiellen Flüssigkeitsdrucks des Tumors profitieren können", sagte Einar K. Rofstad, Ph.D. von der Abteilung für Strahlenbiologie im Institut für Krebsforschung, Universitätskrankenhaus Oslo, Norwegen. Rofstad und Kollegen testeten die Verwendung von dynamischer kontrastverstärkter Magnetresonanz-Tomographie (MRT), um die Strömungsgeschwindigkeit von Zervixkarzinom und Melanom, die in Mäuse implantiert wurden, vom Tumor in die menschlichen Zelllinien zu testen. Die Forscher hatten die Hypothese aufgestellt, dass die Geschwindigkeit des Fluidflusses aus dem Tumorgewebe in benachbartes Gewebe durch den interstitiellen Flüssigkeitsdruck an der Tumoroberfläche abfällt. Die Ergebnisse zeigten, dass die Geschwindigkeit der Fluidströmung an der Tumoroberfläche stark mit der Höhe des interstitiellen Flüssigkeitsdrucks des Tumors korreliert und dass dynamische Kontrastmittel-MRT mit Gadolinium Diethylentriamin penta-Essigsäure (Gd-DTPA) als Kontrastmittel zur nichtinvasiven Messung der Fluid-Strömungsgeschwindigkeit eingesetzt werden kann. Darüber hinaus hatten Primärtumoren von Mäusen mit Metastasen einen signifikant höheren interstitiellen Flüssigkeitsdruck und eine höhere Fluid-Strömungsgeschwindigkeit an der Tumoroberfläche im Vergleich zu den primären Tumoren von metastasenfreien Mäusen. Dies bestätigt, dass die Entwicklung von Lymphknoten-Metastasen stark mit dem interstitiellen Flüssigkeitsdruck des Primärtumors und der Strömungsgeschwindigkeit korreliert, wenn diese durch Gd-DTPA-basierte dynamische Kontrast-MRT gemessen wird. "Unsere Ergebnisse legen dar, dass Gd-DTPA-basierte dynamische Kontrastmittel-MRT den interstitiellen Flüssigkeitsdruck des Tumors nichtinvasiv visualisieren kann", so Rofstad. "Dies zeigt das Potenzial der Fluid-Strömungsgeschwindigkeit, wenn sie an der Tumoroberfläche mit diesem bildgebenden Verfahren gemessen wird, um als neuartiger allgemeiner Biomarker für Tumoraggressivität zu dienen." Rofstad fügte hinzu, dass umfassende prospektive klinische Untersuchungen an mehreren Krebsarten nötig sind, um den Wert der Fluid-Strömungsgeschwindigkeit auf Tumoroberfläche als allgemeinen Biomarker für die Agressivität von Krebserkrankungen, die durch interstitielle hohen Druck induziert werden, zu beurteilen.Weitere Informationen sind abrufbar unter: Cancer Research: http://cancerres.aacrjournals.org/ Institute for Cancer Research, Oslo University Hospital: http://ous-research.no/institute/

Länder

Norwegen

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