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EU fördert Forschung zur Verbesserung der Lebensgrundlage afrikanischer Bauern

Ein EU-finanziertes Projekt soll afrikanischen Bauern bei der Steigerung ihrer Lebensgrundlage helfen. Wissenschaftler an der Universität Greenwich führen das 3,2 Mio. EUR teure Forschungsprojekt mit dem Titel "The Cassava Growth Markets Project" (CassavaGMarkets) durch, das...

Ein EU-finanziertes Projekt soll afrikanischen Bauern bei der Steigerung ihrer Lebensgrundlage helfen. Wissenschaftler an der Universität Greenwich führen das 3,2 Mio. EUR teure Forschungsprojekt mit dem Titel "The Cassava Growth Markets Project" (CassavaGMarkets) durch, das vom Institut für natürliche Ressourcen der Universität ins Leben gerufen wurde. Ziel ist, Wissen zu generieren, durch welches kleine Maniokbauern in der Lage sind, ihre Produktivität zu erhöhen, den Zugang zu neuen Märkten zu erhalten und ein stabiles Einkommen zu erzeugen. Das Projekt wird hauptsächlich über das "Thematische Programm für Ernährungssicherheit" (FSTP) der Europäischen Kommission finanziert. Forschungseinrichtungen aus Ghana, Indien, Malawi, Nigeria, Tansania, Uganda und dem Vereinigten Königreich haben sich in einer internationalen Partnerschaft zusammengeschlossen, um diese Arbeit durchzuführen. Maniok ist eine wichtige Ackerfrucht für Millionen von Menschen in Afrika, da sie während des ganzen Jahres angebaut werden kann. Nach Reis und Mais ist er die drittwichtigste Kalorienquelle in den Tropen. Er gedeiht besser auf armen Böden und verträgt Trockenheit. Er liefert wertvolle Nahrung in Zeiten, in denen andere Pflanzen nicht verfügbar sind. Maniok wird von armen Bauern, darunter viele Frauen, oft auf Grenzertragsböden, angebaut. Für diese Menschen und ihre Familien ist Maniok wichtig, da er sowohl die Ernährung als auch das Einkommen sichert. Diese Pflanze ist nicht nur in Afrika sondern auch für rund 500 Millionen Menschen auf der ganzen Welt eine wichtige Nahrungsquelle. Die stärkehaltige Wurzel des Manioks liefert mehr Nahrungsenergie pro Flächeneinheit als jedes andere Grundnahrungsmittel. Er ist vergleichbar mit der Kartoffel, obwohl er den doppelten Fasergehalt hat und eine höhere Menge an Kalium. Außerdem ist er reich an Kohlenhydraten, Calcium und den Vitaminen B und C. Auch die Blätter, die oft als Gemüse gegessen werden, sind wichtige Vitaminlieferanten. Die Pflanze besitzt auch medizinische Eigenschaften, da Blätter und Rinde zur Behandlung von Bluthochdruck, Kopfschmerzen, Schmerzen und Reizdarmsyndrom verwendet werden können. Maniok besitzt ist eine glutenfreie, natürliche Stärke und wird auch in der westlichen Küche als Alternative zu Weizen für Zöliakieerkrankte verwendet. Das Projekt wird sich auch auf die Verbesserung des hochwertigen Maniokmehls und verwandte Produkten konzentrieren, die es Kleinbauern ermöglichen, von verbesserten Märkten für ihre Produkte in einer umweltfreundlichen und nachhaltigen Art und Weise zu profitieren. Ferner werden die Auswirkungen des Klimawandels auf die Maniok-Wertschöpfungskette bewertet werden und die Erforschung der Braune-Streifen-Krankheit des Maniok, die zu erheblichen Verringerungen der Produktivität in den betroffenen Gemeinden führt. Es wird auch Verbesserungen von Verarbeitungstechniken untersuchen, die die Rentabilität steigern sollen und Möglichkeiten für nachhaltiges Marktwachstum prüfen. Professor Andrew Westby, Direktor des Instituts für natürliche Ressourcen erläutert dazu: "Wir freuen uns, dieses wichtige neue Projekt mit unseren Partnern in Subsahara-Afrika und Indien zu starten. Es befasst sich mit einigen der grundlegenden Herausforderungen für Kleinbauern, wenn sie neue Märkte für eine ihrer wichtigsten Nutzpflanzen, dem Maniok, aufbauen." Das Institut für natürliche Ressourcen am Medway Campus der Universität ist auch an mehreren anderen großen internationalen Projekten beteiligt, die von der Europäischen Kommission und der Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung finanziert werden, um die Lebensgrundlagen der kleinbäuerlichen Haushalte in Afrika, die von tropischem Wurzel- und Knollengemüse abhängig sind, zu verbessern. Darüber hinaus wurde Professor Keith Tomlins vom Institut für natürliche Ressourcen vor kurzem zum neuen Präsidenten der Internationalen Gesellschaft für tropisches Wurzelgemüse (International Society for Tropical Root Crops, ISTRC) gewählt. Dies ist das einzige Forum weltweit, das Spezialisten und Forscher für Wurzel- und Knollengemüse unter einem Dach vereint. Weitere Informationen sind abrufbar unter: Natural Resources Institute: http://www.nri.org/

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