Skip to main content

System for detection of Threat Agents in Maritime Border Environment

Article Category

Article available in the folowing languages:

Das Schließen von Lücken bei der Erkennung von Bedrohungen an Grenzen schützt gegen kleinformatige Gefahrenquellen

EU-Initiativen arbeiten hart daran, um auf die zunehmende Ausgereiftheit von Gefahrenquellen zu reagieren. Im Rahmen dieser Maßnahmen hat das Projekt SafeShore ein neues System mit effizienteren Detektionsfähigkeiten beigesteuert.

Digitale Wirtschaft
Sicherheit

In der jüngsten Vergangenheit ist es zu einem erheblichen Anstieg in der Verwendung sehr kleinformatiger Gefahrenquellen im Umfeld von Seegrenzen gekommen. Kleine, von Menschenhändlern verwendete, Wasserfahrzeuge und von Terroristen oder Drogenhändlern verwendete Drohnen sind Beispiele dieser kleinformatigen Gefahrenquellen. Sie stellen den Grenzschutz vor neue Herausforderungen. Der Projektkoordinator von SafeShore Dr. Geert De Cubber erklärt: „Im Augenblick ist es für Strafverfolgungs- und Grenzschutzbehörden sehr schwierig, mit diesen neue Bedrohungen umzugehen, da der Radarquerschnitt dieser Drohnen zu klein ist, um von herkömmlichen Radarsystemen erfasst zu werden.“ Die Projektpartner arbeiteten daher daran, die Lücken in den Detektionsfähigkeiten zu schließen, indem sie ein System entwickelten, das diese kleinformatigen Gefahrenquellen erkennen kann. Neue Bedrohungen erfordern neue Ansätze SafeShore entschied sich aus zwei Hauptgründen für einen neuen Ansatz bei der Gefahrenerkennung. Erstens sind radarbasierte Lösungen sehr kostspielig. Zweitens sind diese Lösungen auch „aktive“ Systeme, die Radiowellen emittieren. So kann man das Ortungsgerät leicht orten. Das SafeShore-System basiert auf einem neuartigen 3D-LIDAR-System, passiven akustischen Sensoren, passiver Funkerfassung und Videoanalytik im thermischen und visuellen Bereich. All diese Sensoren haben ihre jeweiligen Vor- und Nachteile. Jedoch ist keiner von ihnen einzeln eine besonders gute Lösung. „Die wahre Stärke von SafeShore liegt im Datenfusionsmodul, das wir entwickelt haben“, so Dr. De Cubber. Es kann die verschiedenen verrauschten Sensormessdaten zusammenfügen und robuste und schlüssige Detektionsergebnisse liefern. Vom Konzept zur Umsetzung In nur zweieinhalb Jahren hat das Projekt das Konzept neuer Detektions- und Datenfusionsmethoden entwickelt und die tatsächliche Einsetzung und Integration dieser Komponenten umgesetzt. Dr. De Cubber bewertet dies als einen großen Erfolg, der dazu führte, dass das Projekt drei vollständig funktionsfähige Prototypsysteme herstellte. Jeder Prototyp enthält mehrere Detektionssensoren und das Datenfusionsmodul. Jeder von ihnen bildet auch einen virtuellen kuppelförmigen Schild um das geschützte Gebiet. Wenn eine kleinformatige Gefahrenquelle in den von diesem virtuellen kuppelförmigen Schild geschützten Bereich vordringt, wird ein Alarmsignal an eine entfernt gelegene Seenotleitstelle übertragen, an dem menschliche Betreiber sich für eine angemessene Reaktion entscheiden müssen. Zeit, in See zu stechen Die Prototyp-Detektoren, die in Kette geschaltet werden können, um eine kontinuierliche Erfassungslinie entlang der Küste zu bilden, wurden an drei Standorten erprobt. „Wir wollten uns vergewissern, dass das System in verschiedenen Szenarien und verschiedenen Ländern gut funktioniert“, erklärt der Projektkoordinator. „Daher organisierten wir Validierungskampagnen in drei europäischen Meeren: in der Nordsee (Belgien), im Mittelmeer (Israel) und im Schwarzen Meer (Rumänien).“ Die Projektpartner verwendeten verschiedenste Gefahrenquellen, um das Detektionssystem im Feldversuch zu testen, darunter Drohnen, verschiedene kleine Wasserfahrzeuge, Jet-Skis, Kitesurfer, Schwimmer und Windsurfer. Alle Tests zeigten, dass das SafeShore-Detektionssystem diese kleinformatigen Gefahrenquellen sowohl in der Luft als auch auf dem Wasser bis zu einem gewissen Grad erkennen konnte. Die Systeme waren für lange Zeiträume an Stränden in ganz Europa installiert und bewiesen dadurch ihre vielseitige Verwendbarkeit in rauen Bedingungen. Im Anschluss an ihre Erprobung sind die SafeShore-Prototypen nun in den Besitz von Endnutzern zur weiteren Validierung übergegangen. Dr. De Cubber fügt hinzu, dass sich mehrere Patentanmeldungen von SafeShore-Entwicklungen in Bearbeitung befinden.

Schlüsselbegriffe

SafeShore, Gefahrenquellen, Radar, Datenfusionsmodul, Detektionssystem, Seegrenzen, Grenzschutz, Gefahrenerkennung, Sicherheit

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich