Skip to main content

Next-level energy efficient lighting systems in the service sector

Article Category

Article available in the folowing languages:

Leichtere Umstellung auf ein Europa mit LED-Beleuchtung

Was moderne Technologien für grüne, kosteneffiziente LED-Beleuchtung angeht, besteht in der Politik ein enormes Aufholpotenzial. Ein im Rahmen des Programms Horizont 2020 finanziertes Projekt sorgt nun für die nötige Starthilfe.

Energie

Die Lichttechnologien, die europaweit zum Einsatz kommen, ließen sich zu einem großen Teil auf moderne LED-Beleuchtung umstellen, die Kosten und Emissionen einsparen kann. Das Projekt PremiumLight_Pro verfolgte das Ziel, diese Umstellung zu erleichtern und zu beschleunigen. Als das Projekt im Jahr 2015 ursprünglich erdacht wurde, hatten die einschlägigen Dienstleistungssektoren bereits erste Schritte in diese Richtung unternommen und mehrere Beispiele für bestmögliche Verfahren vorzuweisen. Doch um die Implementierung schneller voranzubringen und den Einsatz qualitativ hochwertiger LED-Lösungen sicherzustellen, waren weitere Impulse und Unterstützungsmaßnahmen nötig. „Eines der Hauptziele bestand darin, Leitlinien und Kriterien für die Beschaffung von LED-Systemen im Dienstleistungssektor auszuarbeiten, die grundlegende Effizienz- und Qualitätskriterien sowohl für die LED-Innenbeleuchtung als auch für die Straßenbeleuchtung umfassen“, so Bernd Schäppi, Head of Center End-User Technologies and Devices bei der Österreichischen Energieagentur und Projektkoordinator von PremiumLight_Pro. Dazu gehörten neben der Systemeffizienz auch Aspekte wie Lebensdauer, Farbwiedergabe, Blendung, Lichtverschmutzung und Farbtemperatur. Die Entblendung und eine gute Farbwiedergabe sind beispielsweise ausschlaggebende Faktoren für komplexe Beleuchtungssituationen von der Straßen- bis zur Arbeitsbeleuchtung. „Die vom Projekt entwickelten Leitlinien und Beschaffungskriterien waren zur weiten Verbreitung sowie als Weiterbildungsmaterial für Lichtprofis gedacht“, so Schäppi. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts lag außerdem auf der Weiterbildung für Fachleute aus dem privaten und öffentlichen Dienstleistungssektor, wie etwa Auftraggeber, Installateure, Berater und vielen weiteren Interessengruppen. „Zwei wichtige Erfolge erreichte das Projekt mit den Leitfäden und Kriterien zur Beschaffung von Straßenbeleuchtung sowie von Innenbeleuchtung, die nach dem Stand der Technik entwickelt und an mehr als 1 000 Beleuchtungsexperten im Rahmen dedizierter Schulungsdienstleistungen verbreitet wurden. Insgesamt wurden die Leitlinien über die webbasierten Informationsdienste des Projekts mehr als 26 000-mal von Lichtfachleuten aufgerufen“, so Schäppi.

Lichtblick für den Dienstleistungssektor

Das Projekt konzentrierte sich auf den Dienstleistungssektor, da dieser ein besonderes Potenzial birgt, um den Umstieg von traditionellen Beleuchtungssystemen auf hochqualitative LED-Systeme anzukurbeln. Es wurden mehrere Instrumente entwickelt, zum Beispiel, um den Kapazitätsaufbau von Lichtfachleuten zu unterstützen und erworbenes Wissen über die Auswahl und Gestaltung hochwertiger LED-Systeme zu verbreiten. „Die Gestaltung eines hochqualitativen LED-Lichtsystems für die Innen- und Straßenbeleuchtung ist nur mit umfassenden Kenntnissen dieser noch relativ neuen Technologie und ihrer Funktionen möglich“, erläutert Schäppi. Für die Beleuchtungssysteme im europäischen Dienstleistungssektor gelten Wechselzyklen. Bei Lichtsystemen, die zwar erst vor Kurzem erneuert wurden, jedoch noch nicht auf der neuesten LED-Technologie basieren, kann es daher bis zur Umstellung noch länger dauern. Doch sobald auch ihr gegenwärtiger Wechselzyklus endet, werden sich in ganz Europa zahlreiche Möglichkeiten bieten, LED-Beleuchtung in die Systeme zu integrieren. „Insgesamt ist es natürlich wichtig, bei jedem neuen Austausch nur hochqualitative Technologie auf dem neuesten Stand einzusetzen“, so Schäppi. Eine erneute Aktualisierung der Beschaffungsleitfäden und -kriterien soll 2020 erfolgen, um die aktuellen marktseitigen und technologischen Entwicklungen zu reflektieren. „Dank dieser Aktualisierungen steht Interessengruppen aus dem privaten und öffentlichen Dienstleistungssektor auch noch längere Zeit nach dem Projekt ein wertvolles Hilfsmittel für die Gestaltung qualitativ hochwertiger Lichtsysteme zur Verfügung“, erklärt Schäppi.

Schlüsselbegriffe

PremiumLight_Pro, LED, Beleuchtung, Kosten, öffentlicher Dienst, Lichtsysteme, Beleuchtungssysteme

Entdecken Sie Artikel in demselben Anwendungsbereich