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Schwimm- und Erlebnisbäder sicherer machen

Das sicherheitsorientierte Projekt SafeWaterpark hat vor kurzem Werkzeuge und Dienstleistungen entworfen, die öffentlichen Bäderanlagen bei der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften helfen sollen.

Gesellschaft
Sicherheit

Jedes Jahr ertrinken 37 000 Menschen in europäischen Schwimmbädern und weitere 236 000 erleiden nicht tödliche Verletzungen. Da viele dieser Unfälle auf unsichere Bäder zurückzuführen sind, ergriff die EU entsprechende Maßnahmen. Laut den neuen Vorschriften sind alle Reiseveranstalter, Hotels und Reisevermittler gesetzlich dazu verpflichtet, nachzuweisen, dass die Infrastruktur ihrer Schwimmbäder den Anforderungen der öffentlichen Sicherheit entsprechen. Das EU-finanzierte Projekt SafeWaterpark hat Werkzeuge zur Durchführung von vollständigen Sicherheitsbewertungen sowie zur effizienten Zertifizierung von öffentlichen Bäderanlagen entwickelt, um Schwimmbadeigentümern und -betreibern bei der Erfüllung dieser neuen regulatorischen Anforderungen zu helfen. „Nahezu 90 % aller Bäder haben Sicherheitsrisiken, was einfach katastrophal und überhaupt nicht akzeptabel ist“, sagt Michael Spönlein, Gründer, CEO und Projektkoordinator von SafeWaterpark. „Wir helfen weltweit bei der Verbesserung der Sicherheit in Schwimm- und Erlebnisbädern, indem wir digitale Verfahren und Testwerkzeuge zur Durchführung von Qualitätsprüfungen bereitstellen.“

Stetige Entwicklung neuer Dienstleistungen

Die Inspiration zu diesem Projekt war die Erkenntnis, dass viele der Lösungen, die derzeitig für das Sicherheitsmanagement von Bädern zur Verfügung stehen, nicht effektiv und zu teuer sind und sich oft nicht in der Nähe der Anlagen befinden. Es herrschte auch ein starker Mangel an Bewusstsein für die Gefahren öffentlicher Schwimmbäder. Daher hat SafeWaterpark ein Portfolio an Beratungs- und Testdienstleistungen entwickelt, einschließlich: Inspektionen vor Ort, Risikoanalysen und -bewertungen, Materialprüfungen, Lieferantenprüfungen und Endabnahme der Infrastruktur (d. h. Sprungbretter, Wasserrutschen, Wellenbäder, etc.). Alle diese Dienstleistungen halten sowohl die EU- als auch die US-Normen ein. „Wir bieten diese Dienstleistungen nicht als ein Prüfungs- oder Normungsinstitut, sondern als ein Partner, der berät, unterstützt und zum Sicherheitserfolg unserer Kunden beiträgt“, erklärt Spönlein. „Wir beginnen jedes Projekt mit einer Vorbesprechung, bei der wir die Anforderungen unserer Kunden ermitteln, und auf deren Grundlage eine maßgeschneiderte Lösung entwerfen.“ Um die Sicherheitsprodukte weiter zu verbessern, entwickelt SafeWaterpark ständig neue Dienstleistungen und Lösungen. Zurzeit wird beispielsweise an einer massenbasierten Anwendung zur Sicherheitsanalyse gearbeitet. Mit der Anwendung Pool-Reporter können Reiseveranstalter und die breite Öffentlichkeit Schwimmbäder überprüfen und potentielle Sicherheitsprobleme kennzeichnen. Die Forschenden benutzen außerdem Technologien zur Datenüberwachung und zum maschinellen Lernen, um automatisierte Sensoren zu entwickeln. Nach der Fertigstellung wird das System automatisch Sicherheitsdaten sammeln, Echtzeitüberwachung durchführen und vorbeugende Sicherheitsüberprüfungen veranlassen. Zusätzlich zu diesen neuen digitalen Werkzeugen arbeitet SafeWaterpark daran, das öffentliche Bewusstsein für die Schwimmbadsicherheit mithilfe von Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen auf sozialen Netzwerken zu erhöhen.

Unfallstatistik bekämpfen!

In nur vier Jahren hat SafeWaterpark bereits 10 000 Schwimmbadanlagen in der gesamten EU überprüft. Darunter auch Rulantica, eines der größten Erlebnisbäder der Welt, bei dem SafeWaterpark als ein Sicherheitspartner während der Bauphase fungiert hat. Da SafeWaterpark weiterhin wächst, werden zukünftig 50 direkte und über 200 indirekte Arbeitsplätze entstehen. Das Unternehmen erhofft sich bis zum Jahr 2025 einen Umsatz von über 20 Mio. EUR. „Durch unsere einzigartigen technologischen Entwicklungen werden wir unsere Dienstleistungen weltweit weiter ausbauen und möglicherweise die Anzahl an Schwimmbadunfällen vermindern“, sagt Spönlein. „Gleichzeitig stellen wir ebenfalls sicher, dass die Gäste dank unserer Bemühungen beim Schaffen von Bewusstsein selbst zu Sicherheitsbefürwortern werden.“

Schlüsselbegriffe

SafeWaterpark, Schwimmbäder, Erlebnisbäder, öffentliche Bäderanlagen, öffentliche Sicherheit, Rulantica

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