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Grundsteinlegung für autonome Verkehrsnetze

Eine EU-finanzierte Initiative entwickelt eine neuartige Softwarearchitektur für Big-Data-Analysen, um fortschrittliche Mobilitätssysteme und intelligente Städte miteinander zu verbinden.

Digitale Wirtschaft

Mit der zunehmenden Verwendung verbundener Geräte und Endpunkte, an denen Geräte, Satelliten und Sensoren des Internets der Dinge unablässig Informationsströme erzeugen, stellt die Menge der gesammelten Daten eine erhebliche Herausforderung dar. Vor allem der Einsatz von Big-Data-Analysen im Zusammenhang mit intelligenten Städten unterstreicht die Notwendigkeit, ein Softwaresystem zu schaffen, mit dem große Mengen räumlich verteilter Daten erfasst, verarbeitet und genutzt werden können. Das EU-finanzierte Projekt ELASTIC (A Software Architecture for Extreme-ScaLe Big-Data AnalyticS in Fog CompuTIng ECosystems) befasst sich genau mit diesem Problem und schafft einen Rahmen für die Softwarearchitektur zur effizienten Verteilung intensiver Berechnungsfunktionalitäten sowohl am Netzwerkrand als auch in der Cloud. Die innovative Fog-Computing-Umgebung berücksichtigt auch funktionslose Anforderungen, die vom Systembereich übernommen wurden. ELASTIC-Projektkoordinator Eduardo Quiñones vom Barcelona Supercomputing Center erläutert die Details der Softwarearchitektur in einem Artikel. „Das Projekt ELASTIC steht im Zusammenhang mit Fog-Computing – einer erweiterten Version von Cloud-Computing bis zum Netzwerkrand – und eignet sich für das Internet der Dinge sowie autonome Systemanwendungen, bei denen funktionslose Anforderungen erfüllt werden müssen.“ Quiñones fährt fort: „Aktuelle Big-Data-Softwarearchitekturen führen den größten Teil der Datenanalyse-Berechnungen in leistungsstarken Cloud-Diensten aus. Dies wirkt sich stark auf die Bereitstellung von Echtzeitgarantien aus. Dieser Ansatz erfordert auch die Erhöhung des Sicherheitsniveaus zur Verringerung potenzieller Angriffe, während die Daten in die Cloud übertragen werden, was sich letztendlich auf das allgemeine Sicherheitsniveau auswirken kann.“ Er fügt hinzu: „Die ELASTIC-Technologie stellt sich diesen Herausforderungen, indem sie die Big-Data-Berechnung auf ganzheitliche Weise unter Berücksichtigung der Echtzeit-, Energieeffizienz- und Sicherheitsanforderungen effizient auf das Computing-Kontinuum verteilt. Insgesamt möchte ELASTIC den technischen Hintergrund für die Entwicklung neuer und sicherer autonomer Mobilitätsdienste liefern.“

Lösung für den öffentlichen Verkehr

Der vom Projekt ELASTIC entwickelte Rahmen wird im öffentlichen Straßenbahnnetz von Florenz eingesetzt. Im selben Artikel sagt Quiñones auch: „Durch die verbesserten Erfassungsmöglichkeiten der Straßenbahnfahrzeuge und der Stadt werden fortschrittliche Mobilitätsanwendungen entwickelt. Diese Anwendungen zielen auf eine verbesserte Interaktion zwischen der Stadt und öffentlichen Fahrzeugen sowie auf eine sicherere und intelligentere städtische Mobilitätsumgebung mit weniger Unfällen, Verkehrsverbesserungen und geringeren Wartungskosten ab.“ Laut Quiñones wird das ELASTIC-System dazu beitragen, „Daten von Fahrzeugen und Straßenbahnhaltestellen zu sammeln, z. B. Hindernisse vor den Straßenbahnen, Fahrgeschwindigkeit und Energiebedingungen sowie Ankunfts- und Abfahrtszeiten. Anhand dieser Daten wird wertvolles Wissen über das Computing-Kontinuum gewonnen. Dies garantiert die Reaktionszeit des Systems und stellt sicher, dass die Daten anonym bleiben, um die Privatsphäre der Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.“ Das Projekt ELASTIC läuft noch bis Ende November 2021. Es gehört zu mehreren Initiativen, die Daten aus mehreren Einrichtungen, verschiedenen Umgebungen und einer Vielzahl intelligenter Geräte integrieren sollen, welche auf nachhaltige, effiziente und sichere Mobilitätsanwendungen in zukünftigen intelligenten Städten abzielen. Weitere Informationen: ELASTIC-Projektwebsite

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Spanien

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