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Revolutionäre Technologie zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit von KMU im B2B-Sektor

Der wachsende Verwaltungsaufwand, der durch die Einhaltung von Standards und Vorschriften entsteht, wirkt sich auf die Wettbewerbsfähigkeit kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im gesamten europäischen Business-to-Business-Sektor (B2B) aus. Ein EU-finanziertes Projekt bietet eine gemeinschaftliche Lösung an.

Digitale Wirtschaft

Bislang muss ein Unternehmen jedes Mal, wenn es auf eine Aufforderung zur Angebotsabgabe reagiert, eine beträchtliche Anzahl von Bescheinigungen und Dokumenten zusammenstellen und übermitteln. Wenn dann ein Vertrag mit einem Kunden unterzeichnet wird, muss der Lieferant aktualisierte Zertifizierungen bereitstellen, damit der Kunde sie überprüfen kann. Ein solcher Prozess ist zeitaufwändig, kostspielig und beeinträchtigt die Wettbewerbsfähigkeit.

Neue interoperable Plattform auf europäischer Seite

ALG, ein französisches Unternehmen mit Sitz in Lyon, machte sich einen Namen, indem es dem französischen Markt eine konkrete Lösung – Attestation Légale – für das Problem der Verwaltung der Einhaltung der Vorschriften durch die Unterauftragnehmer im Bausektor bot. ALG startete sein Projekt OnceForAll mit dem Ziel, zum Aufbau eines vereinfachten, gesicherten und digitalen Europas beizutragen, das den Unternehmen zugute kommt und sich positiv auf die Wettbewerbsfähigkeit europäischer KMU auswirkt. „Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir hauptsächlich auf drei Ergebnisse hingearbeitet“, erklärt Projektkoordinator Clément Blondelle. Erstens sollte dem europäischen Markt eine Plattform für die Dokumentenverwaltung zur Verfügung gestellt werden, die den Anforderungen mehrerer europäischer Länder gerecht wird. Zweitens sollte ein offener Standard für die Interoperabilität mit unseren europäischen Wettbewerbern definiert werden, um ihren Kunden die Möglichkeit zu bieten, ihre Verwaltungsakte europaweit offenzulegen. Drittens und letztens sollte diese einzigartige Lösung dann in zwei Zielländern vermarktet werden: Deutschland und Spanien und anschließend auch in den restlichen europäischen Ländern.

Hervorhebung der positiven Auswirkungen des Projekts

„Nun da das Projekt abgeschlossen ist, können wir sagen, dass wir unsere Hauptziele erreicht haben und zuversichtlich sind, dass ALG jetzt gut positioniert ist, um Wachstum zu erzielen und seine Vision zu verfolgen, Innovationen voranzutreiben, um die Wettbewerbsfähigkeit von KMU in Europa zu steigern“, bestätigt Blondelle. Der Koordinator weiter: „Wir haben von Grund auf eine neue Plattform aufgebaut, eine beispiellose Partnerschaft mit der führenden Präqualifizierungsstelle in Deutschland geschlossen und mehrere spanische Plattformen an der Schaffung eines nationalen Ausschusses für Interoperabilität beteiligt.“ Was die Plattform betrifft, „haben wir eine entwickelt, die sich auf eine Mikrodienstarchitektur stützt, welche die kontinuierliche Bereitstellung/Nutzung großer, komplexer Anwendungen ermöglicht. Außerdem können Organisationen damit auch ihre Technologieplattform weiterentwickeln“, erklärt Blondelle. Die Mikrodienste fördern dabei die Unabhängigkeit von Lebenszyklen drastisch, sei es in Entwurfszyklen, Entwicklungszyklen oder bei der Anwendung in der Fertigung.

Die Zukunft von OnceForAll

„Das Projekt OnceForAll wurde zu einem Unternehmensprojekt, das es unserem europäischen KMU ermöglichte, die Mentalität eines Europameisters anzunehmen“, bemerkt Blondelle. Er fügt weiter hinzu: „Wir wollen den Erfolg unseres Projekts nutzen, um die Entwicklung unserer Marke ‚OnceForAll‘ zu beschleunigen. Die von uns erarbeitete Plattform basiert auf einer funktionalen Architektur, die es uns ermöglichen wird, unseren Nutzern ein leistungsstarkes Produkt anzubieten, das ihre Erwartungen erfüllen kann. Wir haben bereits eine Liste neuer Funktionen zusammengestellt, die wir in den kommenden Monaten entwickeln wollen.“ Das Projekt soll zudem auch auf der beispiellosen Partnerschaft mit der Zertifizierung Bau GmbH (Zert Bau) aufbauen, der in Deutschland führenden Zertifizierungs- und Präqualifizierungsstelle für den Bausektor. „Wir haben uns im Herbst 2018 auf die Gründung eines gemeinsamen Unternehmens in Deutschland geeinigt, das für die Vermarktung unserer Lösung in diesem Land verantwortlich sein soll: die OFA GmbH”, bestätigt Blondelle. Ende Dezember 2019 stimmte der Beirat von ALG der Namensänderung des Unternehmens in OFA zu, wodurch die europäische Abstammung des in Lyon ansässigen KMU noch weiter nach außen getragen werden soll.

Schlüsselbegriffe

OnceForAll, KMU, B2B, gesichertes und digitales Europa, Plattform für die Dokumentenverwaltung

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