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Quarantäne- und Transportsystem für einzelne Patienten zur Bewältigung des Coronavirus-Ausbruchs

Ein EU-finanziertes Projekt spielt im Kampf gegen die Verbreitung von COVID-19 eine entscheidende Rolle – es hat nämlich eine Lösung für den Transport infektiöser Patientinnen und Patienten entwickelt.

Gesundheit

Infektionskrankheiten sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Verstärkte Anstrengungen zur Bekämpfung von COVID-19 und anderen Ausbrüchen in letzter Zeit, wie Ebola und dem MERS-Syndrom (Middle East Respiratory Syndrome) machten deutlich, dass die Patientenlogistik eine große Herausforderung darstellt. Hier kommt das EU-finanzierte Projekt EpiShuttle 2.0 (EpiShuttle: Isolation and Transportation of Infectious Disease Patients) ins Spiel, das seine gleichnamige Lösung auf den Markt gebracht hat: eine wiederverwendbare spezialisierte Quarantäneeinheit mit Hartschale aus Polycarbonat. Auf dem Informationsblatt des Projekts ist zu lesen: „Das EpiShuttle ist eine spezialisierte Quarantäneeinheit für eine Person, die einen vollständigen Schutz vor Infektionskrankheiten bietet, ohne dass dabei die weitere Behandlung und Pflege der Betroffenen beeinträchtigt wird.“ EpiShuttle wurde von Fachkräften in den Bereichen Medizin und Ingenieurwesen bei EpiGuard entwickelt. In einer Pressemitteilung sagt Ellen Cathrine Andersen, Geschäftsführerin von EpiGuard: „Wir müssen in der Lage sein, COVID-19-Patienten zu den Einrichtungen mit freien Kapazitäten zu transportieren. Nur dann können wir die volle Kapazität des gesamten Gesundheitssystems ausnutzen und eine Behandlung sicherstellen.“ Sie fügt hinzu: „Der Einsatz der Angestellten im Gesundheitswesen ist bewundernswert – beim Krankentransport riskieren sie ihre eigene Gesundheit. Wenn wir aber alle Hubschrauber, Flugzeuge und Krankenwagen nach jedem Transport desinfizieren müssen, bricht vielleicht das gesamte System zusammen.“ Sie betont außerdem die Bedeutsamkeit von sicheren Krankentransporten innerhalb des Krankenhauses. „In einem Krankenhaus ist die höchste Konzentration von Risikopatienten zu finden und Infektionen ziehen dort ernsthafte Konsequenzen nach sich“, so Andersen weiter. Sie bemerkt, dass die Quarantänetrage von Vorteil sein könnte, um „sowohl sehr anfällige Patienten als auch das Virus“ zu isolieren. „Die Quarantänetrage kann auch mit Überdruck für den Transport sehr anfälliger Patienten verwendet werden, um zu gewährleisten, dass diese Patienten nicht mit einer Infektion von außen in Berührung kommen.“ Das Projekt EpiShuttle 2.0 läuft bis Ende Oktober 2021. Laut CORDIS will EpiGuard „das System EpiShuttle im Rahmen der Initiative EpiShuttle 2.0 nun mit moderner Gasdesinfektion ausrüsten, die Technologie damit kostengünstiger machen und den Weltmarkt bedienen.“

Innovative Lösungen

Neben EpiShuttle unterstützt die EU mehrere weitere Technologien und Innovationen, die bei der Behandlung, der Untersuchung und der Überwachung des Coronavirus-Ausbruchs hilfreich sein könnten. Die Europäische Kommission rief Start-ups und KMU kürzlich dazu auf, sich für die nächste Finanzierungsrunde des Europäischen Innovationsrats zu bewerben. In ihrer Pressemitteilung, in der auch EpiShuttle 2.0 genannt wird, erwähnt die Kommission außerdem das Projekt mTAP (Taking to market a novel filtration system for air purification). mTAP beschäftigt sich mit der Anwendung von Filtertechniken aus Keramik für Partikel in einer Größenordnung von 1 bis 100 Mikrometern wie Bakterien und Pollen. Weitere Informationen: EpiShuttle 2.0 Projektwebsite

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17 April 2020