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Federnde und strapazierfähige Gehwege aus Gummi könnten Tausende Menschenleben retten, behaupten Wissenschaftler

Ein von einer EU-Initiative unterstütztes Forscherteam testet Gehwege aus recycelten Reifen, um Verletzungen durch Unfälle und Stürze zu verhindern.

Gesellschaft

Stürze und sturzbedingte Verletzungen stellen ein erhebliches Gesundheits- und Sicherheitsproblem für Erwachsene jeden Alters dar, insbesondere für ältere Menschen. Laut eines Informationsblattes der Weltgesundheitsorganisation sind Stürze weltweit die zweithäufigste, durch Unfall oder unbeabsichtigte Verletzungen bedingte Todesursache. Dabei erleiden Erwachsene über 65 Jahre die meisten tödlichen Stürze. Ein wissenschaftliches Team, das durch das EU-finanzierte Projekt SAFERUP (Sustainable, Accessible, Safe, Resilient and Smart Urban Pavements) unterstützt wird, führt in Schweden Sicherheitstests durch. Diese sollen zeigen, wie eine stoßabsorbierende Gehwegoberfläche die Verletzungen von Personen, die den Halt verlieren, drastisch reduziert. Laut einer Nachrichtenmeldung besteht der neue stoßdämpfende Straßenbelag, der auch für Radwege konzipiert ist, „aus den traditionellen Bestandteilen von Steinen, die durch teerhaltiges Bitumen miteinander verklebt werden“, und enthält auch „zermahlene Reifen, die mehr als 60 Prozent der Mischung ausmachen“. Dazu wird in der Nachricht angefügt: „Die Idee ist, dass eine vier bis acht Zentimeter dicke Schicht der Mischung nach und nach auf die bestehenden Geh- und Radwege aufgetragen wird, wenn diese sich abgenutzt haben und erneuert werden müssen.“

Leben retten

In der gleichen Nachricht erklärt Dr. Viveca Wallqvist vom SAFERUP-Projektpartner RISE Research Institutes of Sweden: „Tausende Menschenleben könnten durch diese Gehwegoberfläche gerettet werden, sowohl im Vereinigten Königreich als auch in anderen Ländern.“ Sie fügt hinzu: „Das liegt daran, dass die Menschen sich seltener die Hüfte brechen und sterben, wenn sie auf diese Oberfläche fallen, und dass sie auch häufiger gesunde Aktivitäten wie Gehen und Radfahren unternehmen würden, wenn sie sich nicht mehr um das Sturzrisiko sorgen müssten.“ Dr. Wallqvist sagt weiter: „Stürze stellen eine große Gefahr für ältere Menschen dar. Daher ist alles, was wir tun können, um die Schwere der von ihnen verursachten Verletzungen zu verringern, auf jeden Fall eine Untersuchung wert.“ Die Nachricht weist außerdem darauf hin, dass die Kosten für das neue Material laut Aussage der Entwickler „wahrscheinlich mit den Kosten für die herkömmliche Mischung vergleichbar sind“ und dass sie zudem glauben, dass „alle zusätzlichen Kosten leicht durch Einsparungen bei den Gesundheitsdiensten wieder wettgemacht werden könnten“. Das laufende Projekt SAFERUP läuft bis Ende Februar 2022. Es bildet Nachwuchsforschende in Bereichen wie „intelligente, recycelte und strapazierfähige Straßenbeläge; Bereitstellung in den Bereichen Zugänglichkeit und Schutz für gefährdete Nutzer (z. B. ältere und behinderte Menschen); Untersuchung des Nutzerverhaltens; Lebenszyklusanalyse; Abwasser-Management und Bioremediation; gehärtete und akustische Gehwege; Technologien zur Energiegewinnung und Selbsterkennung“ aus, wie bei CORDIS zu lesen ist. „Schwerpunkte der Ausbildung werden die Karriereplanung, die unternehmerische Initiative und die Entwicklung von Fähigkeiten, insbesondere der Kommunikation, sein.“ Einige der Nachwuchsforschenden werden sich darauf konzentrieren, sicherere, zugänglichere, komfortablere und umweltfreundlichere städtische Gehwege zu schaffen, während eine andere Gruppe städtische Gehwege von einem breiteren Blickwinkel als dem derzeitigen betrachten wird. Sie werden Forschungstechniken einsetzen, die bereits für andere Themen verwendet wurden. Weitere Informationen: SAFERUP Projektwebsite

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