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Intelligente, widerstandsfähige Städte für eine nachhaltige Zukunft

Mehrere Städte in Europa haben sich zusammengetan, um Lösungen für Transport, digitale Technologien und Energie zu entwickeln und umzusetzen und so die Lebensqualität ihrer Bürger und Bürgerinnen zu verbessern.

Klimawandel und Umwelt

Die Vision nachhaltiger städtischer Räume wird in mehreren europäischen Städten, unter anderem Rotterdam, Umeå und Glasgow, Realität. Dank des EU-finanzierten Projekts Ruggedised (Rotterdam, Umeå and Glasgow: Generating Exemplar Districts In Sustainable Energy Deployment) arbeitet Rotterdam an der Entwicklung und Umsetzung verschiedener intelligenter Lösungen. Eine dieser Lösungen ist ein Wärmenetz, das mehrere große Gebäude in der Stadt für eine optimierte Wärme- und Kälteverteilung vernetzt. Ebenso sind Parkplätze für intelligentes Aufladen, der groß angelegte Einsatz abgasfreier E-Busse sowie effiziente und intelligente Straßenbeleuchtung eingebunden. Ein Forschungsteam hat kürzlich eine Studie im Magazin „Transportation Science“ veröffentlicht, die auf „RePub“, der Seite für Veröffentlichungen der Erasmus-Universität Rotterdam, verfügbar ist. In einer Pressemitteilung auf der Projektwebsite heißt es zusammenfassend, die Forschung „untersuche, wie ein öffentliches Verkehrsunternehmen am besten eine Flotte nachhaltiger E-Busse mit Strom versorgen kann“. In der gleichen Mitteilung sagt Ayman Abdelwahed vom Projektpartner Erasmus-Universität Rotterdam: „Durch die Analyse der Routen, der Fahrten und der Einsatzplanung der Busse haben wir gezeigt, wie wertvoll eine Optimierung des Ladeprozesses hinsichtlich minimaler Auswirkungen auf das Netz verglichen mit anderen gierigen Ladestrategien ist. Hoffentlich führt dies zu einer einfacheren Umsetzung elektrischen öffentlichen Nahverkehrs.“

Andere Leuchtturmstädte

Glasgow ist eine weitere Stadt, die über Ruggedised, einem der 17 Leuchtturmprojekte im Rahmen der europäischen Strategie für intelligente Städte und Gemeinden (Smart Cities and Communities) intelligente Lösungen entwickelt. Diese Projekte gehen mehrere Herausforderungen wie den Klimawandel, Luftqualität und Energieerzeugung durch den vermehrten Einsatz von Technologie an, um so die Lebensqualität aller zu verbessern. Laut eines Durchführungsberichts auf der Projektwebsite sind die Lösungen für intelligente Städte in Glasgow in verschiedenen Stadien der Umsetzung. Diese sind unter anderem: „Maximierung der Nutzung lokaler Energieerzeugung innerhalb eines Stadtviertels; vermehrter Einsatz von Elektrofahrzeugen zur Verbesserung der Luftqualität und Reduktion der CO2-Emissionen; Vorführung der Verwendung eines Nachfragemanagementsystems für das Laden von Elektrofahrzeugen, intelligente Straßenbeleuchtung und andere steuerbare Systeme für den Umgang mit variierender Belastung des Energienetzes; Entwurf von Musterverträgen für lokale Energielieferanten und Verbraucher, um Wärme und Strom besser zu verteilen; Entwicklung eines Analysemoduls, um das Ausmaß der umgesetzten Lösungen zu erhöhen.“ Der Bericht sagt aus, dass die Stadt neuartige Vertragsmodelle für Unternehmen und andere Einrichtungen entwickelt hat, um überschüssige Wärmeenergie untereinander aufzuteilen. Es wurden außerdem große Fortschritte bei der Entwicklung „eines Ladezentrums für Elektrofahrzeuge mit Solardach und Batterielager erzielt, um sowohl die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen in Glasgow zu fördern als auch potenziell die Belastungsspitzen des Energienetzes auszugleichen“, wird im gleichen Dokument angemerkt. „Im Mittelpunkt vieler in Glasgow umgesetzter Lösungen steht ein Netzwerk intelligenter Straßenbeleuchtungen, die im gesamten ,Smart Street‘-Bereich aufgestellt sind“, heißt es weiter. Nach Angaben des Berichts verbinden diese Beleuchtungen die Stadt durch ein kabelloses Kommunikationsnetzwerk bereits mit anderen intelligenten Lösungen. „Eine vom Stadtrat Glasgow intern entwickelte maßgeschneiderte datenbasierte Entscheidungsplattform, die von einer besser verknüpften Stadt und den durch die intelligente Straßenbeleuchtung geteilten Daten profitiert, sammelt, analysiert und visualisiert Daten, die dann als Werkzeug zur Gestaltung des Entscheidungsprozesses sowohl für die Stadt als auch die weitere Öffentlichkeit verwendet werden“, wird berichtet. Die Lösungen für eine besser verknüpfte Stadt helfen auch, die „Brennstoffknappheit zu reduzieren und die Stadt mit den notwendigen Werkzeugen für ein Nachfragemanagement im Energienetz zu versorgen.“ Ruggedised läuft noch bis Oktober 2021. Weitere Informationen: Projektwebsite Ruggedised

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