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ZETAMIX, the first Desktop Ceramic 3D printer on the market

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3D-Druck revolutioniert die Keramikindustrie

Mit einer neuen Reihe an gebrauchsfertigen Keramikfilamenten, die von einem französischen Forschungsteam entwickelt wurde, können Unternehmen jeder Größe Keramik problemlos mit einem handelsüblichen 3D-Tischdrucker herstellen.

Digitale Wirtschaft
Industrielle Technologien

Die additive Fertigung – oder der 3D-Druck – kann die Keramikindustrie revolutionieren. Traditionell werden Keramikwaren in einem aufwändigen Industrieprozess hergestellt, bei dem das Rohmaterial unter hohem Druck geformt und anschließend zu einem starren Produkt erhitzt wird. Die additive Fertigung rationalisiert den Prozess, indem ein dreidimensionales Objekt einfach aus einem computergestützten Modell erstellt wird, wobei in der Regel das Material Schicht für Schicht hinzugefügt wird. Da die derzeit auf dem Markt für Keramik erhältlichen 3D-Drucker auf Stereolithografie- und Binder-Jetting-Technologien basieren, sind sie oft übermäßig komplex und zu teuer. Nanoe, ein in Frankreich ansässiges und sich auf sinterfertige Nanopulver für die Keramikindustrie spezialisierendes Unternehmen, sah die Möglichkeit, seinen Marktanteil auszubauen. „Anstatt die Drucker an die spezifischen Rohstoffe für Keramik anzupassen, haben wir die Rohstoffe an die Drucker angepasst“, sagt Guillaume de Calan, Geschäftsführer von Nanoe. „So können Unternehmen Keramik mit den bereits auf dem Markt befindlichen 3D-Tischdruckern herstellen.“ Die Aktivierung dieses Systems erfolgt unter ZETAMIX, dem innovativem Sortiment an gebrauchsfertigen Keramikfilamenten von Nanoe für den 3D-Druck. ZETAMIX wurde mit Unterstützung der EU entwickelt und ermöglicht die bedarfsgerechte Herstellung hochwertiger technischer Keramik in kleinen Mengen. Mit einem Einstiegspreis von nur 10 000 EUR sind die Filamente gut positioniert, um den Keramikmarkt in Bewegung zu bringen.

Großartige Anwendungen kommen bald

Mit ZETAMIX kann ein Hersteller den Druck von hochgefüllten Keramik-/Kunststoff-Verbundteilen mithilfe der Herstellung von Schmelzfilamenten verwenden, einer gängigen 3D-Drucktechnik auf Kunststoffbasis. Nach dem Druck können die Teile gelöst und leicht gesintert werden, um die Kunststoffkomponente zu entfernen und an den dichten Keramikteil zu gelangen. „Mit Unterstützung der EU-Finanzierung konnte Nanoe sowohl die Filamenteigenschaften als auch die Druck- und Sinterbedingungen entwickeln sowie verfeinern“, erklärt de Calan. „Das Ergebnis ist ein sehr einfach zu verwendendes und kostengünstiges Verfahren zum Druck von Keramikteilen – ein Durchbruch für die Industrie.“ Laut de Calan wird das, was einst nur bedeutenden Forschungszentren und großen Unternehmen zur Verfügung stand, bald für alle verfügbar sein. „Mit ZETAMIX kann jedes kleine und mittlere Unternehmen, jede Universität, jedes Fertigungslabor oder jede Einrichtung mit der Herstellung von Keramik zu geringen oder keinen Investitionskosten beginnen“, sagt er. „Dies wird das Paradigma unseres Fachgebiets völlig verändern und ich hoffe, bald einige großartige, daraus entstehende Anwendungen zu sehen.“

Eine neue Ära der keramischen Kreativität

Am Ende des Projekts war ZETAMIX bereits in die Produktion gegangen und soll nun kommerzialisiert werden. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Beispielsweise arbeitet das Unternehmen derzeit daran, seine keramische 3D-Drucktechnologie zu verbessern, um den Anforderungen der Endnutzung in den Bereichen Maschinenbautechnik, Ingenieurwesen, Studium und Design besser gerecht zu werden. Das Forschungs- und Entwicklungsteam von Nanoe untersucht auch das Potenzial, mit derselben Technologie Metallteile herzustellen. „Dank der finanziellen Unterstützung, die wir von der EU erhalten haben, wird der 3D-Druck in wenigen Jahren von einem Nischenmarkt zu unserem Hauptprodukt“, fügt de Calan hinzu. „Auf diese Weise hoffen wir, diese Filamente weltweit anbieten zu können und damit eine neue Ära der keramischen Kreativität einzuleiten.“

Schlüsselbegriffe

ZETAMIX, Nanoe, 3D-Drucker, 3D-Druck, Keramik, Keramikindustrie, additive Fertigung, Nanopulver

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