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IMPACT TB: Implementing proven community-based active case finding interventions in Vietnam and Nepal

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 733174

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Januar 2017

  • Enddatum

    31 Dezember 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.1.6.

  • Gesamtbudget:

    € 4 912 423,75

  • EU-Beitrag

    € 4 912 423,75

Koordiniert durch:

LIVERPOOL SCHOOL OF TROPICAL MEDICINE

Deutsch DE

Effektive Unterstützung der Politik im Kampf gegen Tuberkulose

An Tuberkulose (TBC) sterben täglich 3 000 Menschen, und die Neuerkrankungsrate liegt bei mehr als 1 000 Menschen stündlich. Ein EU-finanziertes Projekt soll nun Tuberkulosefälle in Nepal und Vietnam finden und behandeln, um zu versuchen, die Fortschritte bei der Ausrottung dieser Krankheit zu beschleunigen.

Gesundheit
© Mr Manoj Kumar Sah

Meist betrifft Tuberkulose die ärmsten Bevölkerungsschichten, die häufig nur eingeschränkten Zugang zu medizinischer Versorgung und kaum Ressourcen zur Bewältigung der Krankheit haben. Etwa 60 % der 10 Mio. weltweiten TBC-Fälle pro Jahr werden in Asien registriert. Die beste Strategie im Kampf gegen TBC (wie auch jede andere Infektionskrankheit) und um die Verringerung der Ansteckungsrate ist eine Kombination aus Impfung, Rückverfolgung von infizierten Personen und Behandlung sämtlicher Fälle. Auf der Suche nach optimalen Strategien arbeitete das EU-finanzierte Projekt IMPACT TB daher mit Kommunen in Nepal und Vietnam zusammen. „Aktive Fallfindung und diagnostische Netzwerke sind die Grundpfeiler im Kampf gegen jede Epidemie. Unsere für IMPACT TB installierte Geräteplattform GeneXpert kann für Kommunen zudem die Überwachung von Coronavirusinfektionen vereinfachen“, erklärt Maxine Caws, Hauptforscherin von IMPACT TB. Im Projekt gelang es, mehr als 2 000 TBC-Fälle zu diagnostizieren und zu behandeln. „In Vietnam und Nepal haben wir zwei bewährte Modelle der aktiven Fallfindung bei Tuberkulose und der umfassenden Patientenversorgung umgesetzt. IMPACT TB sollte diese Strategien nun erweitern und Daten für einen evidenzbasierten Rahmen erfassen, der dann in den Ländern implementiert wird“, sagt Caws. Ausschlaggebend für die Umsetzung von IMPACT TB in Nepal und Vietnam waren der breite Erfahrungsstand des Birat Nepal Medical Trust und des Verbandes Friends of International TB Relief in Vietnam und deren nachweisliche Erfolge bei der Implementierung der aktiven TBC-Fallfindung in den Gemeinschaften. Beide Länder verzeichnen ein enormes TBC-Aufkommen und repräsentieren jeweils asiatische Länder mit niedrigem Einkommen (Nepal) wie auch mittlerem Einkommen (Vietnam).

Nachweis der Rückverfolgung zahlt sich aus

„Zur Begründung des Investitionsbedarfs in die aktive Fallfindung in Bezug auf TBC müssen wir belegen, dass die Erkrankungsrate mit den Geldern stark verringert werden kann. Regierungen müssen über die Kosten einer Skalierung informiert werden und darüber, welche Ressourcen für die effektive Anwendung benötigt werden“, erklärt Caws. Das Projekt generierte und analysierte Daten, um mit dem Konsortialpartner Karolinska Institute Strategiepapiere zu entwickeln, die nationale TBC-Programme bei der Erstellung realistischer und optimierter Fallfindungsstrategien unterstützen.

Praktische Schritte zur aktiven Fallfindung

Der nationale Strategieplan Nepals zielt darauf ab, die Zahl der Fallmeldungen bis 2025 um 20 000 zusätzliche Fälle zu erhöhen. „Unsere Arbeit hat klare Wege hin zu diesem Ziel aufgezeigt“, sagt Caws. Das Projekt zeigte, wie die finanzielle krankheitsbedingte Belastung für an TBC erkrankte Personen und Angehörige durch aktive Fallfindung verringert wird und wie Gesundheitsdienste die Strategie optimieren können, um staatliche Kosten zu senken. Betont wurde, welche Bevölkerungsgruppen bei der Strategieoptimierung im Fokus stehen sollten, und welcher Stellenwert den neuen GeneXpert-Tests in kommunalen Gesundheitszentren zukommt. „Wir verdeutlichten zudem, dass vor allem Synergien zwischen nationalen TBC-Programmen, Kommunalgruppen des The Global Fund und staatlichen Gesundheitsdiensten in jedem Distrikt geschaffen werden müssen“, sagt Caws. In Vietnam demonstrierte das Projekt, dass sich beim Fehlen typischer Symptome wie Husten viele TBC-Infektionen durch Röntgenuntersuchungen des Brustkorbs finden lassen. Eine der Projektempfehlungen lautete daher, bestehende Röntgeneinrichtungen auszubauen und finanziell unterstützte oder kostenlose Untersuchungen anzubieten. Zudem sollten längere Öffnungszeiten die Vorsorge bei Risikopersonen vereinfachen. Über das Projekt konnte die aktive Fallfindung im Kontext nationaler TBC-Programme erweitert werden. Zudem wird IMPACT TB neue Informationen zur Überarbeitung der Leitlinien der Weltgesundheitsorganisation aus dem Jahr 2020 beitragen.

Schlüsselbegriffe

IMPACT TB, Nepal, Vietnam, Aktive Fallfindung, ACF, Vorsorge, Tuberkulose

Projektinformationen

ID Finanzhilfevereinbarung: 733174

Status

Abgeschlossenes Projekt

  • Startdatum

    1 Januar 2017

  • Enddatum

    31 Dezember 2019

Finanziert unter:

H2020-EU.3.1.6.

  • Gesamtbudget:

    € 4 912 423,75

  • EU-Beitrag

    € 4 912 423,75

Koordiniert durch:

LIVERPOOL SCHOOL OF TROPICAL MEDICINE