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Automated modular vertical parking for bicycles: guard your bike inside!

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Moderne Fahrradnutzung mit Fahrradautomaten

Öffentliche Verwaltungen in ganz Europa investieren in Infrastrukturen für eine nachhaltige Mobilität. BIKEINSIDE erleichtert das Radfahren, indem es das Parken und Mieten von Fahrrädern einfacher gestaltet.

Verkehr und Mobilität

Die Pläne zur nachhaltigen Mobilität in Europa umfassen Anreize, damit mehr Menschen sich für das Fahrrad entscheiden. Darunter sind mehr Fahrradwege sowie Programme zum gemeinsamen Nutzen, Besitzen und Mieten von Fahrrädern. Die Covid-19-Pandemie, die mit Bemühungen zur Reduzierung der Passagierzahl in den öffentlichen Verkehrsmitteln einhergeht, beschleunigt diese Entwicklung. Das von der EU unterstützte Projekt BIKEINSIDE baute nun einen automatisierten „Verkaufsautomaten“, in dem alle Art von Fahrrädern aufbewahrt werden können, damit sie dort verfügbar sind, wo sie benötigt werden. Die Fahrräder können im Privatbesitz sein oder von öffentlichen Verwaltungen oder direkt von BIKEINSIDE gemietet werden. Nach einem umkämpften Auswahlverfahren unter Aufsicht eines internationalen, unabhängigen Sachverständigengremiums wurde dem Projekt BIKEINSIDE von der EU das Exzellenzsiegel verliehen.

Integrierte Lösung für nachhaltige Mobilität

Derzeit sind die meisten Parkplatzlösungen für Fahrräder, ob privat oder von Gemeinschaftsprojekten, nicht angemessen. Sie nehmen oft viel Platz auf öffentlichen Flächen in Anspruch und schützen die Fahrräder nicht vor der Witterung oder Diebstählen. Die ICVS schätzt, dass in den 17 untersuchten Ländern jedes Jahr etwa 1,3 Mio. Fahrräder gestohlen werden. Zudem sind die Wartungskosten für die Aufbewahrungsmöglichkeiten oft hoch und Verbesserungen der Dienstleistungen schwierig umzusetzen. „Ich war tatsächlich einer der ersten Kunden in Turin, der dort die Bike-Sharing-Systeme nutzte, und ich konnte mit eigenen Augen sehen, wie sie verbessert werden könnten“, so Michele Di Chio, Projektkoordinator. Das Herzstück des BIKEINSIDE-Systems ist ein geschlossenes Ständersystem (der „Kasten“), in den die Fahrräder gestellt werden. Um den Platz bestmöglich auszunutzen, ordnen Sensoren die Ständer automatisch neu an und parken die Fahrräder auf mehreren Ebenen. Dadurch kann im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen bis zu 80 % der Fläche eingespart werden. Für eine erhöhte Flexibilität bestehen die Ständerkästen aus Modulen, damit sie je nach Bedarf montiert und demontiert werden können. Die Nutzenden registrieren sich in einer App, über die sie auf den BIKEINSIDE-Dienst zugreifen. Ein personalisierter QR-Code wird dann verwendet, um das automatische Entnahmesystem rund um die Uhr zu aktivieren. So können die Nutzenden ihr eigenes abgestelltes Fahrrad abholen, den ersten freien Ständer zum Parken mieten oder ein Fahrrad aus dem Kasten mieten. Die Bezahlung kann mit einer Kreditkarte getätigt werden. Mithilfe von Geolokalisierung (Google Maps und Street View) in der App wissen die Nutzenden, wo sich der nächste BIKEINSIDE-Kasten befindet. Der Kundendienst ist in vier Sprachen verfügbar (Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch). Zur Umsatzsteigerung können die Wände des Kastens als Werbeflächen verkauft werden. Bisher hat das Projektteam 3D-Simulationen des ganzen Systems sowie einen Werkstatt-Test des Ständersystems durchgeführt. „Das System, das in der Werkstatt getestet wurde, hat sich als stabil erwiesen. Die Tests zeigten zum Beispiel, dass Fahrräder in nur 12 Sekunden abgestellt oder wieder abgeholt werden konnten. Im Vergleich mit bestehenden automatisierten Systemen kommt das einer Reduzierung von 60 % gleich“, erklärt Di Chio.

Im Rennradtempo geht‘s weiter

Berechnungen zufolge erzeugt Radfahren 21 Gramm CO2 pro fahrender Person und Kilometer, mehr als zehnmal weniger als ein durchschnittliches Auto. Eine verbesserte Mobilität mit dem Rad durch Lösungen wie BIKEINSIDE trägt aber nicht nur zur Reduzierung der CO2-Emissionen bei, sondern verringert auch die Lärmbelästigung, verbessert die Luftqualität und sorgt für sicherere und gesündere Städte. „Unser Ziel ist es, dass BIKEINSIDE einen spürbaren Beitrag zu den EU-Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität leistet. Dank unseres Systems werden Fahrräder in den Köpfen der Menschen zu ebenso bequemen Verkehrsmitteln wie Autos, ohne die hohen Ausgaben und die Schäden für die Umwelt“, fügt er hinzu. Um das System der Kommerzialisierung näher zu bringen, bringt die Forschung und Entwicklung des Teams die Infrastruktur und die Informations- und Kommunikationstechnologien voran. Außerdem vermarktet es den Dienst in den Regionen Piemont und Lombardei in Italien, wo es zuerst eingesetzt werden soll.

Schlüsselbegriffe

BIKEINSIDE, Covid-19, Fahrrad, nachhaltige Mobilität, Verkehr, Parkplätze, Fahrradständer, Luftqualität, Diebstahl, Radfahren, Umwelt

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