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Integriertes Instrument hilft der lokalen Regierung beim Aufbau von Fernwärmenetzen

Öffentlichen Stellen mangelt es derzeit an geeigneten, benutzerfreundlichen Instrumenten, die sie bei der Definition, Simulation und Bewertung geeigneter Strategien für nachhaltiges Heizen und Kühlen unterstützen und auf die lokalen Bedingungen zugeschnitten sind, um die in ihren lokalen Plänen festgelegten anspruchsvollen Ziele zu erreichen.

Energie

Das EU-finanzierte Projekt Planheat begegnete dieser Herausforderung. Es entwickelte und validierte ein integriertes und benutzerfreundliches Instrument in realen Szenarien, mit dem die lokalen Behörden alternative CO2-arme und wirtschaftlich nachhaltige Szenarien fürs Heizen und Kühlen auswählen, simulieren und vergleichen können. „Das Instrument umfasst die Integration alternativer Versorgungslösungen aus einer Reihe fortschrittlicher Schlüsseltechnologien für die neue Heiz- und Kühlversorgung, die den prognostizierten Bedarf ausgleichen können“, berichtet Projektkoordinator Stefano Barberis. Das Planheat-Instrument ist ein QGIS-Plug-In, das auf einem quelloffenen Code basiert und CO2-arme Heiz- sowie Kühlszenarien analysieren, planen und simulieren kann, um die EU-Behörden bei der Aktualisierung und Entwicklung nachhaltiger Energiepläne zu unterstützen. „Das Instrument besteht aus drei quelloffenen Modulen zur Kartierung, Planung und Simulation, die über das integrierte Instrument bedient oder einzeln verwendet werden können“, erklärt Barberis.

Ein integrierter Ansatz

Über diese Module können Benutzer sowohl den aktuellen als auch den prognostizierten zukünftigen lokalen Heiz- und Kühlbedarf sowie mögliche CO2-arme und erneuerbare Energiequellen abbilden. Die Daten können dann verwendet werden, um neue Pläne nach den Klimazielen und -prioritäten der Stadt zu verwirklichen. Die Plattform ermöglicht die Visualisierung und Zuordnung von Ergebnissen, die Visualisierung der mit dem Planungsmodul ausgewählten Szenarien und die Visualisierung der Simulationsergebnisse über ein spezielles Bedienungsfeld mit Leistungskennzahlen. Barberis erklärt: „Der Benutzer wird schrittweise geleitet: von der Bewertung des lokalen Heiz- und Kühlbedarfs sowie möglicher Quellen zum gesamten Planungsprozess und zur Simulation zukünftiger CO2-armer Szenarien.“ Sowohl Neulinge in der Energieplanung als auch erfahrene öffentliche Behörden können das Planheat-Instrument verwenden. „Dank seines parallelen von der Basis wie von der Spitze ausgehenden Ansatzes kann das Instrument von Städten verwendet werden, die bereits in der Energieplanung arbeiten und über erweiterte Daten verfügen, wie z. B. unsere Validierungsstadt Antwerpen, sowie von öffentlichen Einrichtungen, die neu sind und vielleicht noch nicht viele Daten zu ihrem lokalen Energieszenario haben, wie unsere Validierungsstadt Lecce“, bemerkt Barberis.

Einfach zu verwenden

Mit dem Planheat-Instrument können Benutzer den CO2-armen städtischen Heiz- und Kühlbedarf sowie die aktuellen und prognostizierten zukünftigen, möglichen CO2-armen und erneuerbaren Energiequellen wie (industrielle) Abwärme mithilfe innovativer Algorithmen und Methoden abbilden. Darüber hinaus ist die Erstellung wirtschaftlich rentabler Fernwärmenetze dank des Fernwärme- und Kühlroutenoptimierers möglich. Dank der Integration EU-weiter Datenbanken unterstützt das Planheat-Instrument selbst Energieplaner bei der Erstellung ihrer neuen Szenarien, da Endbenutzer Schritt für Schritt durch die drei Module geführt werden. Darüber hinaus können Berater und Unternehmen, die mit lokalen Behörden zusammenarbeiten, das Instrument kostenlos nutzen. Es gibt eine spezielle E-Learning-Plattform, die Schulungen und Videoanleitungen für alle Instrumentmodule sowie ein Instrumenthandbuch enthält, um die ersten Schritte zur Verwendung des Instruments so einfach wie möglich zu gestalten. Da das Instrument und der Code quelloffen sind, können auch zukünftige Entwickler von Instrumenten zur Wärmeplanung die Ergebnisse verwenden und das Instrument so weiterentwickeln. „Planheat richtet sich an Städte, Kommunen und Regionen. Es kann ohne großes technisches Wissen und mit nur wenigen verfügbaren Daten verwendet werden“, schließt Barberis.

Schlüsselbegriffe

Planheat, Werkzeug, Heizen und Kühlen, kohlenstoffarm, Planung, Fernwärme, quelloffen, Kartierung, erneuerbare Energien, QGIS

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