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A Quantitative Approach for Smart Parking

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Intelligente Software für Parkraumbewirtschaftung setzt städtebauliches Potenzial frei

Die Ergänzung intelligenter Software für Parkraumbewirtschaftung mit Stadtplanungsfunktionen könnte zu grüneren und besser gestalteten intelligenten Städten führen.

Verkehr und Mobilität

Intelligente Lösungen für Parkraumbewirtschaftung sind Systeme und Vorrichtungen, die entwickelt wurden, um Fahrern bei der Suche nach freien Parkplätzen zu helfen. Beispiele hierfür sind unter anderem die Belegungsüberwachung in Echtzeit auf Basis von Fahrzeugerkennungssensoren. Dazu zählen auch digitale Informationsanzeigen, Zahlungskiosks und intelligente mobile Park-Apps. „Intelligentes Parken bedeutet, dass die Menschen nicht mehr mit der Suche nach einem Parkplatz kämpfen müssen“, erklärt QPARK-Projektkoordinator Ricardo Vitorino, FuI-Manager für den Bereich intelligente Städte bei Ubiwhere, Portugal. „Sie finden den schnellsten Weg zu einem freien Parkplatz und bezahlen digital.“ Die Technologie unterstützt auch Kommunen und das Parkraummanagement dabei, betriebliche Effizienz zu erzielen und Verkehrsstaus zu reduzieren. Mobilitätsmuster zu verstehen, kann zu einer optimierten Parkraumbelegung und einer Verringerung der Verschmutzungsspitzenwerte führen. „Vorhandene intelligente Lösungen für die Parkraumbewirtschaftung konzentrieren sich in der Regel jedoch tendenziell ausschließlich auf die spezifische Mobilitätsherausforderung des Parkens“, bemerkt Vitorino. „Hier wurde eine Gelegenheit verpasst. Die erfassten Daten könnten gemeinsam mit anderen städteplanerischen Aktivitäten genutzt werden, um uns wirklich dabei zu helfen, uns in Richtung intelligenter Städte zu bewegen.“

Szenarien aus der Praxis

Das Projekt QPARK basiert auf der vorhandenen intelligenten Lösung für die Parkraumbewirtschaftung von Ubiwhere. Diese besteht aus elektromagnetischen Fahrzeugerkennungssensoren und einer intelligenten Softwareplattform, die alle Daten erfasst und verarbeitet. Ziel dieser EU-finanzierten Initiative war es, die Plattform mit Stadtplanungsfunktionen zu ergänzen. In der Praxis bedeutet dies, dass das Instrument von der Stadtplanung genutzt werden könnte, um zu beurteilen, welche Straßen und Parkflächen einer gegebenen Stadt am meisten von bestimmten Ereignissen betroffen sind. Die Plattform würde dann Berichte generieren, um die Situation zu verbessern. Zu diesem Zweck haben Vitorino und sein Team ihre intelligente Lösung für die Parkraumbewirtschaftung angepasst, damit sie CARMA verwenden kann, eine Modellierungssprache, die in einem früheren EU-finanzierten Projekt entwickelt wurde. „Damit kann die Plattform die Nutzung der Straßen und Parkflächen einer Stadt simulieren“, sagt er. Eine weitere wichtige Innovation war die Fähigkeit der Plattform, Karten aus der wirklichen Welt von OpenStreetMap zu importieren. Das bedeutet, dass die Plattform von Ubiwhere dynamisch auf Szenarien aus der Praxis angewendet werden kann. Die Anwender/innen können auch bestimmte Parameter für die Simulation der Plattform festlegen, zum Beispiel die Länge eines Ereignisses oder die durchschnittliche Parkdauer. Vitorino und sein Team haben anschließend ihre Lösung erfolgreich im Rahmen des Projekts QPARK eingesetzt, um die Straßen und Parkflächen in der portugiesischen Stadt Aveiro zu analysieren.

Stadtplanungsfunktionen

„Das Endergebnis“, sagt Vitorino, „ist eine Plattform, die unterschiedliche ,Was-wäre-wenn-Analysen‘ unterstützt und Stadtplanungsberichte als einen Service anbietet.“ „Das ist die größte Errungenschaft des Projekts“, sagt er. „Mit der Entwicklung eines Systems, das Park- und Verkehrssimulationen nutzt, sind wir in der Lage, intelligenten Städten zusätzliche Planungsfunktionen bereitzustellen.“ So kann die Stadtplanung zum Beispiel simulieren und analysieren, wie Parkplätze und Flächen beschränkt werden, wenn Straßen verändert oder gesperrt werden oder wenn der Verkehr aufgrund populärer Ereignisse zunimmt. Dies sollte zu mehr Effizienz bei der Bereitstellung von Parkraum führen und den Straßenverkehr sowie die damit verbundenen Emissionen reduzieren. „Wir wollen die im Rahmen des Projekts QPARK gewonnenen Erkenntnisse nutzen, um unsere intelligente Plattform für Parkraumbewirtschaftung weiter zu optimieren“, fährt Vitorino fort. „Wir führen auch andere Projekte durch, bei denen wir die Mobilitätsmuster von Fahrzeugen analysieren, um die Nutzung von Firmenwagenflotten zu optimieren.“ Die Stadtplanungslösung könnte Ubiwhere auch dabei helfen, sich von anderen Anbietern intelligenter Lösungen für Parkraumbewirtschaftung im Markt zu differenzieren und neue Geschäftsmöglichkeiten eröffnen. „Wir hoffen auch, dass diese Art von Funktion uns innovativen Forschungszentren und Universitäten näher bringt“, sagt Vitorino.

Schlüsselbegriffe

QPARK, Parken, intelligente Städte, städtisch, Verschmutzung, digital, Sensoren, intelligent, Verkehr, Stau, Stadt

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