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Kautschukhersteller profitieren von automatisierter Reinigungslösung

Eine automatisierte Maschine, die Unvollkommenheiten und Staub effizient von Kautschukplatten entfernt, kann den Herstellern helfen, Kosteneffizienz zu erzielen und den Energieverbrauch zu senken.

Industrielle Technologien

Naturkautschuk ist ein steifes, aber dennoch dehnbares Material, das in unzähligen Alltagsprodukten vorkommt, von Fahrrad- und Autoreifen bis hin zu Lebensmittelbehältern und Schuhen. Es ist so allgegenwärtig, dass wir wohl nicht allzu oft darüber nachdenken. „Als erstes springen wir morgens unter die Dusche und verwenden Shampoo aus einer Plastikflasche“, so Carlo Macchi, Projektkoordinator von One4Clean und Leiter der FuE-Abteilung bei MCR, Italien. „Wir zapfen Wasser aus Wasserhähnen mit Gummidichtungen. Wir putzen unsere Zähne mit einer Zahnbürste, die zum Teil aus Gummi besteht.“ Die anhaltende Nachfrage nach dem Material lässt ein weiteres Wachstum des globalen Marktes erwarten. In einem wettbewerbsintensiven Markt müssen Kautschuklieferanten und -hersteller jedoch kontinuierlich an der Optimierung ihrer Fertigungsverfahren, insbesondere der Veredelungsschritte, arbeiten. Denn sauberer Kautschuk ist entscheidend für die Qualität der Endprodukte. Bevor der Kautschuk in Produkte umgewandelt werden kann, muss er behandelt werden, um Unvollkommenheiten und Staub zu entfernen, die bei der Ernte und der frühen Verarbeitung entstehen. „Reststaub macht es schwierig, den Kautschuk mit anderen Materialien zu verkleben“, erklärt Macchi. „Er kann auch Probleme für die Endnutzerschaft verursachen. Zum Beispiel kann eine schwarze Tasche Feinstaub freisetzen und einen weißen Anzug verschmutzen.“

Zwei Schritte in einem

Das EU-finanzierte Projekt One4Clean wurde ins Leben gerufen, um MCR bei der Beurteilung der Marktfähigkeit einer Maschine zu unterstützen, die zwei wichtige Funktionen vereint. „Das Reinigungsverfahren erfolgt in der Regel in zwei Schritten“, ergänzt Macchi. „Zunächst bearbeiten Schleifmaschinen die Oberfläche des Kautschuks mit Schleifpapier. Dadurch werden Fehler beseitigt und das Material fühlt sich weich an.“ Anschließend entfernen die Bürstenmaschinen zur Staubentfernung den Staub, der während des Schleifverfahrens entstanden ist. Dabei kommen normalerweise rotierende Bürsten und Luftschaufeln zum Einsatz, die Luft selbst in die kleinsten Unvollkommenheiten blasen, um Rückstände zu beseitigen. „Diese Verfahren sind nicht perfekt“, merkt er an. „Aktuelle Polier- und Entstaubungsverfahren verbrauchen riesige Mengen an Energie und führen häufig nur zu durchschnittlichen Ergebnissen. Zudem stellen die Staubemissionen eine potenzielle Gesundheitsgefährdung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dar.“ Das Unternehmen ist der Ansicht, dass die Hersteller durch die Kombination dieser beiden Verfahren in einer automatisierten Komplettlösung eine höhere Kosten- und Energieeffizienz sowie eine verbesserte Arbeitssicherheit erzielen können. „Unsere Maschine kann Herstellern auch dabei helfen, ihre Produktpalette zu erweitern“, erklärt Macchi. „Außerdem können mit unserer neuen Maschine nicht nur Kautschukplatten, sondern auch Textilstoffe gereinigt werden.”

Effiziente Kautschukverarbeitung

Dank des Projekts One4Clean konnte MCR zeigen, wie ihre Komplettlösung die Leistung steigern und für sauberes, fehlerfreies Material sorgen kann. „Diese Einzelmaschine reduziert auch die Anzahl der Arbeitskräfte, die dem Maschinenbetrieb zugewiesen werden müssen“, sagt Macchi. „Darüber hinaus wird die Staubfreisetzung auf ein Minimum reduziert.“ „Eine höhere Betriebseffizienz wird es Unternehmen ermöglichen, durch einen geringeren Energieverbrauch nachhaltiger zu arbeiten“, erläutert er. „Unseren Berechnungen zufolge kostet diese Lösung 15 % weniger als herkömmliche Maschinen“, fügt er hinzu. Das Projekt unterstützte das Unternehmen auch dabei, ein wichtiges Verkaufsargument zu erkennen – die Tatsache, dass viele Unternehmen nur über begrenzte Flächen verfügen. Durch die Kombination zweier wesentlicher Verfahren können Unternehmen Platz sparen und ihre Abläufe optimieren. Nach Abschluss des viermonatigen Projekts im März 2020 möchte MCR nun mit der Kommerzialisierung beginnen. Ziel des Unternehmens ist es, nach fünf Jahren Nutzung 220 Maschineneinheiten zu verkaufen, wodurch 17,2 Mio. EUR erwirtschaftet und 24 Vollzeitstellen geschaffen werden sollen.

Schlüsselbegriffe

One4Clean, Kautschuk, Gummi, Schleifen, Entstauben, Staub, Bürsten, Materialien

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