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Bridging Consumers, Brands and Bio Based Industry to improve the market of sustainable bio-based products

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Die Markteinführung nachhaltiger biobasierter Produkte beflügeln

Das EU-finanzierte Projekt BIOBRIDGES hat Partnerschaften zwischen Markeninhabenden, Branchen sowie Verbraucherinnen und Verbrauchern eingerichtet, um die Akzeptanz und Einführung biobasierter Produkte in den Verbrauchermärkten zu fördern, damit neue biobasierte Wertschöpfungsketten geschaffen werden können.

Industrielle Technologien

Im Jahr 2012 veröffentlichte die Europäische Kommission die Mitteilung Innovation für nachhaltiges Wachstum: eine Bioökonomie für Europa, in der ausgeführt wird, dass Europa seine Herangehensweise an Produktion, Konsum, Verarbeitung, Lagerung, Recycling und Entsorgung biologischer Ressourcen radikal ändern muss. Die Strategie behandelt die Bioökonomie als Kernelelement für ein intelligentes und grünen Wachstum. Fortschritte in der Bioökonomieforschung und bei der Einführung einschlägiger Innovationen werden Europa in den Stand versetzen, das Management seiner erneuerbaren biologischen Ressourcen zu optimieren und neue, diversifizierte Märkte für Lebensmittel und biobasierte Produkte zu erschließen. „Die Bioökonomie ist komplex und facettenreich. Ihre weite Verteilung hängt von der aktiven Zusammenarbeit verschiedenster Interessengruppen ab, darunter Anbieter von Rohstoffen, die Industrie, Markeninhabende, Forschende, die Gesellschaft sowie staatliche Stellen“, bemerkt Alexandre Almeida, Koordinator des EU-finanzierten Projekts BIOBRIDGES. Diese Zusammenarbeit erfordert neue Interaktionen und Synergien, welche die Entwicklung neuer sektorübergreifender Kooperationen beinhalten, die zu neuen biobasierten Wertschöpfungsketten führen könnten. „BIOBRIDGES gestaltete und implementierte replizierbare Methoden, Verfahren und bewährte Vorgehensweisen, die die Co-Creation durch mehrere Interessengruppen unterstützen, und zu neuen sektorübergreifenden Partnerschaften führen, um eine langfristige Wirkung auf die biobasierten Wertschöpfungsketten zu erreichen“, merkt Almeida an. Über das Projekt wurde zudem ein replizierbares Modell zur Verwertung der Ergebnisse dieser sektorübergreifenden Partnerschaften entwickelt.

Einsatzbereite Instrumente

Über den Verlauf des Projekts entwickelten die Projektpartner eine Reihe von 15 verwendbaren Instrumenten, die Personen mit Interesse an der Förderung der Bioökonomie frei zugänglich sind. Das Informationsblatt „Framework and good practices for multi-stakeholders and cross-sector interconnections“ (Rahmen und bewährte Verfahren für die Vernetzung zwischen mehreren Interessengruppen und Sektoren) kartiert die Verfahrensweisen, die 18 regionale und nationale Bioökonomie-Cluster in ganz Europa übernommen haben. Die drei Cluster in Deutschland, Italien und Portugal sind Paradebeispiele für bewährte Verfahren bei der sektorübergreifenden Zusammenarbeit zwischen mehreren Interessengruppen. Um die Zusammenarbeit zwischen Markeninhabenden und biobasierten Industrien zu vereinfachen, startete das Projekt die Bridge2brands-Initiative, ein innovatives Format zur Vernetzung von Markeninhabenden, die einem nachhaltigeren geschäftlichen Ansatz gegenüber offen sind. Bridge2value ist ein innovatives Format, um Querverbindungen zwischen „Vierfachhelix“-Interessengruppen bei ihrem Versuch der Schaffung einer neuen Wertschöpfungskette herzustellen. Kommunikations- und Sensibilisierungskampagnen wie das Kommunikations-Toolkit für eine biobasierte Ökonomie oder die Bioheroes-Kampagne zielten darauf ab, die Öffentlichkeit mehr für die Bioökonomie zu sensibilisieren und das Verständnis für das erforderliche Handeln zu erhöhen. Das in dem Sensibilisierungs-Toolkit präsentierte visuelle Material soll das Interesse von Interessengruppen an Projektaktivitäten erhöhen und die breite Öffentlichkeit für Geschichten, Maßnahmen und Entwicklungen von Unternehmen sensibilisieren, die zu einer nachhaltigeren Welt beitragen, indem Maßnahme um Maßnahme ergriffen wird. Das Ziel von Bioheroes war die Einrichtung einer Sachverständigengemeinschaft, die der Projektberatung, Projektbeobachtung und Interessenvertretung dient, und von der Unterstützung EU-finanzierter Aktivitäten in Verbindung mit der Bioökonomie und der verbesserten Kommerzialisierung biobasierter Produkte motiviert ist.

Förderung von politischen Veränderungen, Kommunikation und Unterstützung

Im Rahmen von BIOBRIDGES wurden brandneue Strategiepapiere und Empfehlungen erstellt, an die sich politische Verantwortliche, Markeninhabende und Forschende halten können, um das Bewusstsein der Verbraucherschaft zu erhöhen. Eine Öffentlichkeitsumfrage in 39 Ländern liefert Rohdaten zum Bewusstsein der Verbraucherschaft und zu Kaufgewohnheiten, die allgemein zugänglich sind, um weitere Forschung durchzuführen, politische Veränderungen vorzuschlagen oder eine Kommunikationskampagne zu starten. Die Instrumente sollen die European Bioeconomy Library bereichern, eine Bioökonomie-Wissensplattform, die bereits 10 Ergebnisse von BIOBRIDGES beinhaltet. Darüber hinaus werden die Instrumente über das European Bioeconomy Network beworben, das sich mit der Förderung, Kommunikation und Unterstützung der Bioökonomie beschäftigt. BIOBRIDGES erhielt Finanzmittel vom Gemeinsamen Unternehmen für biobasierte Industriezweige, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der EU und der Industrie.

Schlüsselbegriffe

BIOBRIDGES, Bioökonomie, biobasierte Produkte, Markeninhabende, biobasierte Wertschöpfungsketten, Bioheroes, nachhaltiges Wachstum

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