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Medizinisches Wettrüsten, um mikrobielle Resistenzen zu überwinden

Die Organismen mit mikrobieller Resistenz entwickeln sich weiter und unser Versuch, dem mit neuen Methoden der Bekämpfung zu begegnen, gleicht einem Wettrüsten, das wir dann eher gewinnen können, wenn wir die gegenwärtig noch wirksamen antimikrobiellen Mittel sorgfältiger einsetzen.

Gesundheit

Die antimikrobielle Resistenz (AMR) stellt ein komplexes Problem dar, das die Gesundheit von Menschen, Tieren, Pflanzen und der Umwelt beeinträchtigt. Antimikrobielle Mittel nehmen in der Landwirtschaft eine bedeutsame Rolle ein: Resistente Mikroorganismen können sich in unserer Nahrungskette ausbilden und zwischen Tieren, Menschen und der Umwelt übertragen werden. Wenn man bedenkt, dass nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) der weltweite Einsatz von antimikrobiellen Mitteln allein in der Viehwirtschaft bis 2030 um 67 % auf 105 596 Tonnen ansteigen wird, ist das durchaus beunruhigend. Die jährlich stattfindende Weltwoche für den verantwortungsvollen Gebrauch von antimikrobiellen Mitteln der WHO wurde angesichts der Notwendigkeit ins Leben gerufen, die Menschen auf die Gefahren des Missbrauchs von Antibiotika und anderen antimikrobiellen Mitteln aufmerksam zu machen. Diese besondere Folge von CORDIScovery fällt zeitlich in diese Woche. Dazu haben wir drei Gäste eingeladen, die uns über ihre Arbeit aufklären, mit der sie den Wettlauf zwischen der von Mikroben entwickelten Resistenz und den Möglichkeiten zur Bekämpfung gewinnen wollen. Wie lassen sich Bakterien, die man abtöten will, gezielt bekämpfen, ohne die Kolonien von „guten“ Bakterien, die für unser Wohlbefinden so wichtig sind, zu zerstören? Und können wir die Chemie zwischen Bakterium und Antibiotikum verändern, um das Bakterium wieder angreifbar zu machen, wenn das Bakterium bereits in der Lage ist, das Antibiotikum zu umgehen? Fredrik Almqvist, Mitbegründer von QureTech Bio AB, erläutert die Arbeit des Projekts QTB4AMR, das die chemische Beziehung zwischen einem Antibiotikum und seinen Zielbakterien verändern will. Die seltsame und wunderbare Welt der Bodenmikroben, ihre Beziehung zu den sie umgebenden Pflanzenwurzeln und die Art und Weise, wie sie miteinander kommunizieren, könnte eine neue Generation von Biopestiziden hervorbringen. Ana Bejarano erklärt, wie ihr Projekt RhizoTalk anstrebt, diese Möglichkeit zu verbessern. Wie kam es zu der systematischen Abhängigkeit der Landwirtschaft von Antibiotika – und ist es zu spät, eine Wende herbeizuführen? Nicolas Fortané, Koordinator des Projekts ROADMAP betrachtet das Problem aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. „Bewusstsein schaffen, Resistenzen stoppen“ ist der Titel der diesjährigen Weltwoche für den verantwortungsvollen Gebrauch von antimikrobiellen Mitteln der WHO. Hören Sie sich an, was unsere Gäste für diese Zielsetzung unternehmen!

Wo kann man den Podcast herunterladen?

Sie können diese Folge schon heute über Anchor.fm https://podcasts.apple.com/us/podcast/cordiscovery-unearthing-hottest-topics-in-eu-science/id1552133898 (Apple Podcasts), Google Podcasts, Spotify – oder wo auch immer Sie Ihre Lieblingssendungen beziehen – aufrufen und herunterladen. Eine Übersicht über alle Podcasts finden Sie auch auf der CORDIS-Website unter cordis.europa.eu/podcast. Wir freuen uns über Ihr Feedback! Senden Sie uns gerne Ihre Kommentare, Fragen und Anregungen (aber hoffentlich nicht Beschwerden!) an die übliche E-Mail-Adresse: editorial@cordis.europa.eu.

Schlüsselbegriffe

CORDIScovery, CORDIS, QTB4AMR, RhizoTalk, ROADMAP, antimikrobielle Resistenz, Landwirtschaft, Weltgesundheitsorganisation, Bakterien, Pestizide