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A unique noninvasive diagnostic test based on endometrium tissue analysis, which assesses the presence or absence of endometriosis without surgery, helping the physician to make his diagnosis rapidly

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Schnellere und einfachere Diagnose von Endometriose

Noch immer vergehen durchschnittlich neun Jahre bis zur sicheren Diagnose von Endometriose. Ein bahnbrechender nicht-invasiver diagnostischer Test zur Früherkennung könnte nun wesentlich das Management der Erkrankung vereinfachen.

Gesundheit

Endometriose ist eine chronische gynäkologische Erkrankung, die etwa 10 % aller Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Die Erkrankung kann zu Unfruchtbarkeit führen und geht oft mit akuten Beschwerden und Symptomen wie starken Beckenschmerzen einher, wird aber zu selten richtig diagnostiziert. „Durchschnittlich erfolgt die Diagnose erst neun Jahre nach dem Auftreten erster Symptome“, sagt Cécile Réal, Geschäftsführerin des französischen Biotech-Start-up-Unternehmens Endodiag. Der derzeitige diagnostische Goldstandard ist die invasive Bauchspiegelung (Laparoskopie) unter Vollnarkose. Réals Unternehmen Endodiag entwickelte mit EndoSearch einen zuverlässigen, nicht-invasiven diagnostischen Früherkennungstest für ein deutlich optimiertes Krankheitsmanagement. Nach Abschluss des EU-finanzierten Projekts EndoSearch sollten nun die wichtigsten Phasen der Validierung folgen. „Dies kann medizinische Entscheidungen für ein optimales Management der Erkrankung vereinfachen, die Lebensqualität von Millionen von Patientinnen verbessern und Behandlungskosten deutlich reduzieren“, erläutert Réal.

Intelligentere Lösung als bislang

Als Endometriose wird die Ansiedlung von Gewebe, das der Gebärmutterschleimhaut ähnelt, in anderen Organen bezeichnet. EndoSearch erlaubt nun die Entnahme von Gewebeproben und deren Analyse anhand kombinierter diagnostischer Biomarker. Die Gewebeprobe kann ambulant und nicht-invasiv in einer gynäkologischen Praxis entnommen werden. Nach dem Einschicken in ein medizinisches Labor werden die Biomarker mit einem standardmäßigen immunhistochemischen Verfahren (IHC) in Kombination mit der In-vitro-Diagnostik EndoSearch analysiert. Ob eine Endometriose vorliegt, wertet dann ein entsprechender Algorithmus aus. „Das Projekt lieferte zuverlässige Informationen zur Auswahl und Quantifizierung von Biomarkern und ermöglichte uns die Optimierung der Technologie“, sagt Réal. In einer der bislang größten Studien, die in Zusammenarbeit mit 20 internationalen Kliniken und 1 000 Patientinnen zu diesem Thema durchgeführt wurde, generierte EndoSearch eine Fülle von Daten und eine starke Wissensbasis zu Aspekten wie Logistik, Regulierung und Harmonisierung der Gewebeprobenentnahme. Dies war die Vorbereitung für die baldige schrittweise Umsetzung von EndoSearch in die medizinische Praxis. „Derzeit validieren wir die Analysedaten, um dann Prototypen zu entwickeln und entsprechende Beta-Tests durchzuführen.“ Die letzten Schritte sind die Markteinführung des Kits, die CE-Kennzeichnung und der Erstattungsantrag für Tests.

Bessere Hilfe für Betroffene

Réal zufolge dürfte diese Lösung sowohl ärztlichen Fachkräften als auch Patientinnen enorm zugutekommen, da eine frühere und bessere Behandlung erfolgen kann. „Je eher die Krankheit diagnostiziert wird, desto eher kann die Behandlung beginnen, sodass eine Progression und die Schädigung anderer Organe verhindert wird. Gleichzeitig steigen die Erfolgschancen im Falle einer künstlichen Befruchtung.“ Um letztlich auch den Therapieerfolg zu verbessern, bleibt noch viel zu tun, wie sie einräumt. „Endometriose ist eine komplexe und heterogene Erkrankung, die noch genauer erforscht werden muss, um Management und Therapie zu verbessern. Nur mit großangelegten Initiativen und internationaler Zusammenarbeit zwischen Forschung, medizinischer Praxis und Patientinnen kann bessere Unterstützung geleistet werden.“

Schlüsselbegriffe

EndoSearch, Endometriose, Diagnose, Diagnostik, nicht-invasiv, Gesundheitswesen, Biomarker

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