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Ein Schritt näher an Flughäfen ohne eindringende Drohnen

Schluss mit Störungen durch Drohnen. Ein Team hat mit Unterstützung der EU ein System getestet, das Flughäfen vor dem Eindringen nicht autorisierter Drohnen schützt.

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Die Drohnentechnologie hat sich in den vergangenen Jahren in rasantem Tempo entwickelt und ist ein wertvolles Mittel für Unternehmen, die wissenschaftliche Forschung, medizinische Dienste und das Militär geworden. Doch für Flughäfen stellen Drohnen eine Gefahr dar. Ungeachtet der Tatsache, ob eine böswillige Absicht dahinter steckt oder nicht, wenn eine Drohne mit einem sich schnell bewegenden Flugzeug kollidiert, dann kann das verheerenden Schaden anrichten. Daher verhängen Flughäfen ein Abflugverbot und reduzieren die Geschwindigkeit ankommender Flugzeuge, wenn Drohnen entdeckt werden, um die Schäden im Falle einer Kollision zu begrenzen. Doch diese Maßnahmen sind kostspielig für Flughäfen und Fluggesellschaften. Auch wenn derzeit viele verschiedene Systeme ausgearbeitet werden, um das Eindringen verdächtiger Drohnen in nicht autorisierte Gebiete zu verhindern, werden diese Lösungen meist nicht für Flughäfen konzipiert. Das Projekt ASPRID erhielt Förderung über das Gemeinsame Unternehmen SESAR und erstellt seit seinem Start im November 2020 ein System mit dem spezifischen Ziel, Flughäfen vor dem Eindringen nicht autorisierter Drohnen zu schützen.

Das System im Test

Das ASPRID-Team hat eine Systemarchitektur entworfen, um Technologien, Verfahren und Vorschriften zu bestimmen, mit denen Flughäfen sich schnell und effizient von einer Störung durch eine Drohne erholen können. Sie haben kürzlich eine Übung durchgeführt, um das Betriebskonzept des Systems zu testen. In einer Pressemitteilung auf der ASPRID-Website heißt es, dass die Übung die Durchführung von „Szenarios umfasste, bei denen Simulationssoftware für den Flughafenverkehr in Echtzeit zum Einsatz kam“. Damit sollte die Wirksamkeit des Systems, auf Bedrohungen durch Drohnen an Flughäfen zu reagieren, demonstriert und eine Umgebung zur Berichterstattung während des Projekt entwickelt werden. In der Flugverkehrskontrolle Tätige des ASPRID-Projektpartners ENAIR, Spanien, sowie Sachverständige der Sicherheits- und Betriebsabteilung des Projektpartners Aena, auch aus Spanien, haben an den Simulationen teilgenommen. Der Test wurde in den Einrichtungen des Nationalen Instituts für Luft- und Raumfahrttechnik, dem Projektkoordinator aus Spanien, durchgeführt. Er wurde gemeinsam mit den italienischen Projektpartnern Soul Software, ALI – Aerospace Laboratory for Innovative Components und dem italienischen Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt organisiert. In der Pressemitteilung werden weitere Informationen zur Verwendung der gesammelten Daten gegeben: „Die Informationen aus den qualitativen und quantitativen Daten, die bei der Übung durch Fragebögen unter den Sachverständigen erhoben wurden, werden unter Beachtung der menschlichen Leistung, der Systemeffizienz und der Auswirkung auf die Flughafensicherheit ausgewertet.“ Das Projekt will über seinen integrierten Ansatz die Betriebs- und Kosteneffizienz von Flughäfen steigern. Es wird auch die Sicherheit fördern, indem das Bewusstsein für Bedrohungen durch Drohnen geschärft wird und die Auswirkungen verhindert oder gemindert werden. ASPRID (Airport System Protection from Intruding Drones) hat sieben Partner aus Spanien, Frankreich und Italien mit Fachwissen zu Flughafenumgebungen, Forschungs- und Innovationstechnologien, Drohneneinsätzen, Informationstechnologie sowie Sicherheit zusammengebracht. Das Projekt endet im November 2022. Weitere Informationen: ASPRID-Projektwebsite

Schlüsselbegriffe

ASPRID, Drohne, Flughafen, Flughafenverkehr, Flugzeug, Gaming

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