Skip to main content
Weiter zur Homepage der Europäischen Kommission (öffnet in neuem Fenster)
Deutsch Deutsch
CORDIS - Forschungsergebnisse der EU
CORDIS

Article Category

Article available in the following languages:

Technologie für transparenteren Ansatz zum Teilen, Aufsuchen und Verarbeiten von Daten

Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts RAISE wird Forschenden geholfen, ihre Daten auf sichere Weise zur Verfügung zu stellen. Das bedeutet, dass sensible Daten geschützt sind, Forschungsarbeiten anerkannt werden und der offenen Wissenschaft mehr Daten zur Verfügung stehen.

Die Forscherinnen und Forscher von heute sind vorsichtig, wenn es darum geht, ihre Daten öffentlich zugänglich zu machen. Ihre Zurückhaltung ist durchaus berechtigt, denn nach all der von ihnen investierten Zeit und Mühe wissen sie nicht, was mit diesen Daten geschieht und wie sie in anderen Forschungsprojekten verwendet werden. Hier setzt die Arbeit von RAISE(öffnet in neuem Fenster) an, wobei die gemeinsame Nutzung von Daten und Datenräumen demokratisiert sowie die Datenweitergabe in einen sicheren, kontrollierten Prozess überführt wird. „RAISE ermöglicht den Übergang vom Datenaustausch zum Aufsuchen der Daten, um den Bedenken der Forschenden im Bereich der offenen Wissenschaft Rechnung zu tragen und Anwendungsfälle zu unterstützen, in denen Datensätze nicht offen geteilt werden können, mit dem Ziel, die für die offene Forschung verfügbaren Datensätze zu erweitern“, erklärt Evdokimos Konstantinidis, Assistenzprofessor am Labor für medizinische Physik und digitale Innovation der Aristoteles-Universität Thessaloniki, Griechenland, der das Projekt koordiniert.

Technologie bei der Arbeit

Dank der RAISE-Technologie können Datenanbieter und Organisationen als Hosts fungieren und ihre Datensätze sicher in ihrer eigenen Infrastruktur speichern und dabei gleichzeitig Kontrolle und Eigentumsrechte behalten. Zudem laden diejenigen, die Interesse an der Nutzung der Datensätze haben, die Daten nicht herunter. Stattdessen führen sie ihre Algorithmen in ähnlichen vertrauenswürdigen Umgebungen aus, die sich auch um den Datenzugriff kümmern. Die RAISE-Plattform zeichnet jede Datenverarbeitung auf und stellt einen dauerhaften Forschungsanalyse-Identifikator bereit, den Konstantinidis mit einem digitalen Objektidentifikator vergleicht. Damit wird Reproduzierbarkeit möglich und es werden Rückverfolgbarkeit, Zuordnung und Einhaltung der Vorschriften für sensible Daten garantiert. Auf diese Weise garantiert RAISE die Anerkennung von Forschungsdaten und -arbeit sowie die Rechenschaftspflicht aller beteiligten Parteien. In den drei Jahren seit dem Start konnte das Projektteam eine Reihe von Erfolgen verzeichnen. Dazu gehören die Einführung der RAISE-Plattform(öffnet in neuem Fenster) und ein Spin-off-Unternehmen für Blockchain- und KI-Technologien. Überdies haben private und öffentliche Organisationen außerhalb des Projekts und der Gemeinschaft für offene Wissenschaft begonnen, die RAISE-Dienstleistungen und den daraus zu gewinnenden Nutzen zu erkunden. Wenn RAISE 2026 endet, wird das Team vertrauenswürdige Umgebungen zur Durchführung von Forschung geschaffen haben. Es wird dann möglich sein, Datensätze, die sonst nicht geteilt würden, auf kontrollierte und reproduzierbare Weise bereitzustellen, sodass der Gemeinschaft für offene Wissenschaft mehr Datensätze zur Verfügung stehen. Die Forschenden werden für ihre Arbeit anerkannt, und alle Forschungsdaten werden gleichermaßen der Verarbeitung zugänglich sein, ohne gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen. Aufbauend auf den Grundlagen des Projekts RAISE (Research Analysis Identifier SystEm) wird das Forschungsteam mit dem nächsten EU-finanzierten Projekt RAISE Suite(öffnet in neuem Fenster) das Ziel verfolgen, die dem Austausch von Forschungsdaten im Wege stehenden Barrieren weiter abzubauen. Im Zuge des Projekts werden Werkzeuge bereitgestellt, mit denen die Erstellung von qualitativ hochwertigen und wertvollen auffindbaren, zugänglichen, interoperablen und wiederverwendbaren Datensätzen (FAIR; findable, accessible, interoperable and reusable) automatisiert werden kann. Außerdem werden maschinell umsetzbare Datenverwaltungspläne eingeführt, um den gesamten Lebenszyklus der Daten, von der Datenerfassung über die Erstellung und gemeinsame Nutzung bis hin zum Zugang und zur Verarbeitung, zu optimieren. Mithilfe der Unterstützung des gesamten Datenlebenszyklus wird das Projektteam die nahtlose Integration von Datenverwaltungspraktiken bei minimaler Unterbrechung der täglichen Arbeitsabläufe der Forscherinnen und Forscher ermöglichen. Wenn Sie an einer Vorstellung Ihres Projekts als „Projekt des Monats“ interessiert sind, schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an editorial@cordis.europa.eu und teilen Sie uns mit, warum!

Mein Booklet 0 0