Forschung und Entwicklung zur politischen Integration des WEFE-Nexus
Die intensive Ausbeutung und Gewinnung von Ressourcen, der Klimawandel, demografische Veränderungen, die konkurrierende Bodennutzung und der Verlust der biologischen Vielfalt führen die natürliche Umwelt an einen Kipppunkt. Die Suche nach Lösungen erfordert einen gemeinsamen Ansatz, den WEFE-Nexus-Ansatz, der berücksichtigt, wie Entscheidungen in den Bereichen Wasser, Energie, Landwirtschaft, Umwelt und Bodennutzung miteinander in Wechselwirkung stehen. Die Projekte in diesem Results Pack umspannen verschiedene Kontinente, Governance-Ebenen und disziplinäre Grenzen. Doch alle haben ein gemeinsames Ziel: die Verantwortlichen in der politischen Entscheidungsfindung, praktischen Anwendung und Forschung sollen mit den Werkzeugen, Erkenntnissen und partizipativen Verfahren ausgestattet werden, die für eine effizientere, gerechtere und nachhaltigere Bewirtschaftung sich wechselseitig bedingender Ressourcen erforderlich sind. Sie verdeutlichen überdies die Bedeutung der biologischen Vielfalt als wesentlichen Bestandteil des Nexus. Die Projekte spiegeln den Bedarf an neuen Analyse- und digitalen Werkzeugen für die integrierte Governance wider. Um eine bessere WEFE-Integration in die Entscheidungsfindung zu unterstützen, wurden im Rahmen dieser Initiativen innovative Überwachungssysteme, Bedarfsvorhersagen, sozioökonomische Bewertungen und eine fortschrittliche Szenarioplanung geschaffen. Der Wert von Co-Creation zeigt sich zudem in Lern- und Aktionsallianzen, Toolkits für die Einbeziehung von Interessengruppen, partizipativen Dialogen und gemeinsam konzipierten Maßnahmen. Auch die geopolitischen und grenzüberschreitenden Dimensionen der WEFE-Governance werden thematisiert, wobei erfolgreiche Programme demonstrieren, wie gemeinsame Ressourcen zu Plattformen für die Zusammenarbeit anstatt für Konflikte werden können. Zusammengenommen zeigen die fünf Projekte, dass eine integrierte WEFE-Governance nicht nur möglich ist, sondern bereits europaweit umgesetzt wird. Die in diesem Dokument vorgestellten Werkzeuge, Rahmen und Fallstudien aus der Praxis offerieren politisch gangbare Wege zur Stärkung der Resilienz und der langfristigen Nachhaltigkeit, zur Verringerung von Zielkonflikten und zur Unterstützung europäischer politischer Vorhaben, die etwa in Initiativen wie der Wasserrahmenrichtlinie(öffnet in neuem Fenster), dem europäischen grünen Deal(öffnet in neuem Fenster) und der europäischen Wasserresilienzstrategie(öffnet in neuem Fenster) dargelegt sind. Angesichts des steigenden Drucks auf die natürlichen Ressourcen sind diese Ergebnisse ein wichtiger Beitrag zur Gestaltung der künftigen europäischen Wasser-, Energie-, Ernährungs- und Ökosystempolitik. Im Rahmen von Projekt BIONEXT wurden Erkenntnisse, Szenarien und Werkzeuge entwickelt, die Interessengruppen bei der Berücksichtigung von Erwägungen zur biologischen Vielfalt in Planungsentscheidungen behilflich sein sollen. Die Projekte GoNEXUS und NEXOGENESIS entwickelten politische Rahmen, die mit der Unterstützung durch Modellierungs- und Entscheidungshilfeinstrumente integrierte WEFE-Governance-Strategien fördern. Projekt RETOUCH Nexus liefert praktische Werkzeuge und Indikatoren, die den europäischen Behörden dabei helfen sollen, eine integriertere und resilientere Wasserbewirtschaftung herbeizuführen, während Projekt REXUS zeigt, wie das integrierte WEFE-Nexus-Management die Entscheidungsfindung in verschiedenen Flusseinzugsgebieten verbessern kann.