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REsilienT water gOvernance Under climate CHange within the WEFE NEXUS

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Antwort auf Europas wachsenden Bedarf an integrierter Wasserbewirtschaftung

Die Forscherinnen und Forscher des EU-finanzierten Projekts RETOUCH Nexus stellen unter Einsatz des WEFE-Nexus-Rahmenwerks konkrete Anleitungen und bewährte Lösungen zur Verbesserung der Wasserpolitik in Europa bereit.

Nachhaltige Wasserbewirtschaftung findet nicht isoliert statt. Sie erfordert, dass Wasser im Zusammenhang mit Energie, Lebensmitteln und Ökosystemen betrachtet wird. Die Arbeit des Projekts RETOUCH Nexus(öffnet in neuem Fenster) trägt dazu bei, diese Zusammenhänge zu veranschaulichen. „Die Projektarbeit zielt darauf ab, integrierte und inklusive ‚Nexus smart‘-Wasserbewirtschaftungssysteme zu entwerfen und zu fördern, die Europas Wasserzukunft angesichts des Klimawandels absichern“, erklärt Maria Vrachioli(öffnet in neuem Fenster), leitende wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Universität München(öffnet in neuem Fenster) (TUM), der koordinierenden Projektpartnerin. Zu diesem Zweck nutzt das Projektteam den für den Zusammenhang zwischen Wasser, Energie, Lebensmitteln und Ökosystemen(öffnet in neuem Fenster) stehenden (WEFE-Nexus), einen Rahmen, der für die Bewältigung komplexer Ressourcenprobleme entwickelt wurde. „Mit dem WEFE-Nexus verlagern wir die Wasserbewirtschaftung von einem siloartigen, sektorspezifischen Ansatz hin zu einem integrierten und sektorübergreifend koordinierten Ansatz“, fügt Vrachioli hinzu. „Auf diese Weise hoffen wir, gegensätzliche Interessen in Einklang zu bringen und gleichzeitig bereits vorhandene und neu erscheinende Chancen zu nutzen.“

Europas vielfältige Herausforderungen im Wassersektor

Mithilfe des WEFE-Nexus führte das Projektteam sechs Fallstudien(öffnet in neuem Fenster) durch, die derart ausgewählt wurden, dass sie die unterschiedlichen Wasserprobleme Europas widerspiegeln. Im Rahmen jeder Fallstudie entwickelten die Forscherinnen und Forscher Indikatoren, Modelle, Bewirtschaftsungsregelungen und innovative Beteiligungsverfahren. Das Team arbeitete im Folgenden mit lokalen Interessengruppen zusammen, um die vorgeschlagenen Lösungen zu erproben und zu verfeinern. Eine dieser Fallstudien fand in Valencia, Spanien, statt, in einem Gebiet, das aufgrund von Wasserknappheit, unregelmäßiger Hydrologie und übermäßiger Grundwassernutzung mit häufigen und schweren Dürren zu kämpfen hat. In der Vergangenheit wurden Knappheitsprobleme dieser Art durch stärkere Nutzung der verfügbaren Ressourcen gelöst. Aufgrund dessen ist jedoch das Einzugsgebiet des Júcar, die wichtigste Wasserquelle der Region, fast erschöpft. Auf der Suche nach einer alternativen Lösung nutzte das Projektteam den WEFE-Nexus-Rahmen, um effiziente Instrumente zum Wassermanagement und zur Wasserbewirtschaftung zu entwickeln, mit denen die Wassernutzung besser mit der Energieerzeugung, der Landwirtschaft und der ökologischen Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen ist.

Politik in Praxis umsetzen

Zusätzlich zu seiner ersten Generation sozioökonomischer und ökologischer ‚Nexus smart‘-Indikatoren und Instrumente bietet das Projektteam einen kostenlosen und einfach zu bedienenden Überwachungsrahmen(öffnet in neuem Fenster) an, der sektorübergreifende Wasserkonflikte für politisch für Entscheidungen Verantwortliche sichtbar werden lässt. Die Forschungsgruppe erstellte außerdem vergleichende Analysen für Governance und Politikkoordinierung(öffnet in neuem Fenster), die über ein leicht zu navigierendes Dashboard zugänglich sind. Nicht zuletzt ergab die Projektarbeit innovative Fahrpläne zur Einbeziehung von Interessengruppen, die in einem umfassenden Instrumentarium zur Einbindung(öffnet in neuem Fenster) zusammengefasst sind. Insgesamt vereinen die Projektergebnisse sehr konkrete Anleitungen und bewährte Lösungen zur Verbesserung der Wasserbewirtschaftung in der Praxis in sich. „Wir reden hier nicht nur über den WEFE-Nexus, sondern wir lassen den Worten Taten folgen und setzen abstrakte Ideen in konkrete wirtschaftliche Instrumente, Entscheidungshilfen und Einbindungsformate um, die tatsächlich praktisch nutzbar sind“, berichtet Vrachioli. Diese Leitlinien wurden in detaillierten Kurzdarstellungen(öffnet in neuem Fenster) zusammengefasst.

Sichere Wasserdienstleistungen und gesündere Ökosysteme

Mit dem Projekt RETOUCH Nexus ist Europa auf dem besten Weg, eine umfassende, Nexus-basierte Lösung für Wasserbewirtschaftung zu erhalten, die Indikatoren, analytische Rahmenwerke, wirtschaftliche Instrumente, partizipative Mechanismen und IT-Werkzeuge umfasst. „Ich bin zuversichtlich, dass wir die Behörden mit jenen Instrumenten und Netzwerken ausstatten werden, die sie benötigen, um klimaresilientere Wassersysteme, effizientere wirtschaftliche Instrumente und ein innovativeres und partizipatives Governance-Umfeld zu schaffen“, betont Vrachioli abschließend. „Das Endergebnis werden sicherere Wasserdienstleistungen und gesündere Ökosysteme sein.“ Das Projektteam arbeitet gegenwärtig daran, seine erprobten Governance-Schemata und wirtschaftlichen Instrumente im Maßstab zu erweitern und sie in bereits vorhandene Politiken zu integrieren. Es koordiniert seine Ergebnisse auch mit anderen WEFE-Nexus-bezogenen EU-finanzierten Projekten wie InnWater und GOVAQUA.

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