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European integration of new technologies and social-economic solutions for increasing consumer trust and engagement in seafood products

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Die europäische Lieferkette für Meeresfrüchte: Transparenz fördert Vertrauen und Nachhaltigkeit

Die Blockchain-Technologie und digitale Produktpässe integrieren IoT-Sensordaten, Nährwertkennwerte und Nachhaltigkeitsinformationen – die alle via QR-Code zugänglich sind.

Der europäische Sektor für Meeresfrüchte steht vor der wachsenden Herausforderung, Transparenz und das Vertrauen der Verbraucherschaft gewährleisten zu können. Die Lieferketten zeichnen ein komplexes, fragmentiertes und oftmals undurchsichtiges Bild, so dass für die Verbraucherschaft kaum ersichtlich ist, aus welchem Herkunftsland der Fisch stammt, wie er produziert wurde und ob die Produktion nachhaltig ist. Das EU-finanzierte Projekt FishEUTrust(öffnet in neuem Fenster) reagierte darauf mit dem Aufbau eines transparenten und rückverfolgbaren digitalen Ökosystems für Meeresfrüchte, das die erzeugenden Betriebe, den Technologiesektor, die politischen Verantwortlichen und die Verbraucherschaft miteinander verbindet. Es verbessert die Kommunikation und bezieht die Nachhaltigkeit in die ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen ein. Gleichzeitig unterstützt das Projekt den europäischen grünen Deal(öffnet in neuem Fenster) und seine „Vom Hof auf den Tisch“(öffnet in neuem Fenster) – Strategie, um bis 2040 ein klimaneutrales, vertrauenswürdiges Meeresfrüchtesystem zu erreichen.

Integrierte digitale Plattform für die lückenlose Rückverfolgbarkeit von Meeresfrüchten

Laut Projektkoordinatorin Nives Ogrinc vom Jožef-Stefan-Institut(öffnet in neuem Fenster) ist das „Herzstück von FishEUTrust eine modulare digitale Plattform, die für vollständige Transparenz, Rückverfolgbarkeit und Datensicherheit in der gesamten Lieferkette für Meeresfrüchte sorgt.“ Die Herkunft und Echtheit der Arten wird mittels Genomik, Metagenomik und stabilen Isotopen verifiziert. Intelligente IoT-Sensorsysteme erfassen Echtzeitdaten über die gesamte Produktions- und Kühlkette. Die entwickelten Sensoren ermöglichen die Überwachung des Frischezustands und die Detektion von Verunreinigungen, einschließlich Antibiotika, Toxinen und Krankheitserregern. „Eine Schlüsselinnovation der FishEUTrust-Plattform ist die Integration von Nährwertdaten zusammen mit Rückverfolgbarkeitsinformationen, wodurch die Meeresfrüchteerzeugnisse in ein datenreiches, gesundheitsorientiertes Gut verwandelt werden“, erklärt Ogrinc. Die Plattform liefert unter anderem Informationen über den Gehalt an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminen und Mikronährstoffen, während ein Index zum gesundheitlichen Nährwert angibt, wie viele Minuten gesundes Leben pro Portion gewonnen werden. In Kombination mit Berechnungen des CO2-Fußabdrucks und der Nachhaltigkeitskennzahlen unterstützt die Plattform die Verbraucherschaft dabei, Meeresfrüchte zu erkennen, die für den Verbrauch und die Umwelt gesund sind. Die auf digitalen Produktpässen basierende Blockchain-Technologie gewährleistet Datenintegrität und Unveränderlichkeit. Die Pässe enthalten Informationen zur Rückverfolgbarkeit, zum Nährwert und zur Nachhaltigkeit, die alle über eine via QR-Code zugängliche eindeutige Produktidentität verknüpft sind. Die Gamification-Lösung der Plattform klärt die Nutzerschaft über die Meeresfrüchte, Nachhaltigkeit und Lieferkette auf.

Europaweite Geschäftsmodelle und die Wertschöpfungskette für Meeresfrüchte

„Fünf Living Labs(öffnet in neuem Fenster) für Co-Creation im Mittelmeer-, Nordsee- und Atlantikraum validierten Technologien, Geschäftsmodelle und Beteiligungsstrategien in der realen Praxis“, erklärt Ogrinc. Diese waren jeweils auf eine bestimmte Stufe der Wertschöpfungskette für Meeresfrüchte ausgerichtet. CETGA in Spanien konzentrierte sich auf die Fischgesundheit, Sicherheit und Seuchenprävention durch Überwachungstechnologien und Validierungsdienste. OxyGuard in Dänemark entwickelte digitale Aquakulturbewirtschaftungslösungen, die auf Echtzeit-Datendiensten und Software-as-a-Service-Abonnements basieren. In Malta fungierte ABT als regionales Innovationszentrum für die Rückverfolgbarkeit, das von der Generaldirektion für Maritime Angelegenheiten und Fischerei für seinen Beitrag zur Transparenz und zur Einbeziehung der Interessengruppen ausgezeichnet wurde. Bugenvila in Kroatien verband die Produktion von Meeresfrüchten mit dem Gastronomiesektor und der Förderung eines nachhaltigen Verbrauchs, während IPMA in Portugal das Vertrauen zwischen den erzeugenden Betrieben und der Verbraucherschaft mittels Beratung, Schulung und Einbeziehung förderte.

Das Vertrauen der Verbraucherschaft verstehen und fördern

Bessere Informationen allein können kein Vertrauen schaffen – eine aktive Beteiligung der Verbraucherschaft und Verhaltensänderungen sind unerlässlich. FishEUTrust organisierte Verkostungen und Kochkurse, arbeitete mit Köchinnen und Köchen sowie Restaurants zusammen, um für nachhaltige Meeresfrüchte zu werben, und förderte die Beteiligung junger Menschen durch Hackathons, Schulprogramme und Sommercamps. Die Öffentlichkeitsarbeit umfasste die gemeinsame Beteiligung mit dem EU-finanzierten Projekt Sea2See an Veranstaltungen zum Thema „Vom Meer auf den Teller“ im Rahmen der Ozeandekade der Vereinten Nationen. „Ein besonders innovativer Ansatz kombinierte virtuelle, immersive Einkaufssimulationen mit realen Verkostungs- und Kauferfahrungen, was zu Erkenntnissen darüber führte, wie Faktoren wie Etikettierung, Herkunft und Preis die Entscheidungen der Verbraucherschaft beeinflussen“, so Ogrinc. Solche Ansätze können als Grundlage für gezielte Verhaltensinterventionsstrategien dienen, die eine nachhaltige Lebensmittelauswahl fördern. Die ganzheitliche Integration von Technologie und effektiven Geschäftsmodellen mit Ernährung, Nachhaltigkeit und Verbraucherengagement von FishEUTrust schafft ein skalierbares, reproduzierbares Vorbild für den Aufbau von Vertrauen und Nachhaltigkeit in den zukünftigen Ernährungssystemen Europas.

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