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Hybrid Human Artificial Collective Intelligence in Open-Ended Decision Making

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Hybride kollektive Intelligenz: Wo Mensch und Maschine aufeinandertreffen

Mithilfe hybrider kollektiver Intelligenz entwickelt eine Forschungsgruppe ein Rahmenkonzept, das die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sowie eine effektivere Entscheidungsfindung erleichtert.

Die gängige Vorstellung in Bezug auf künstliche Intelligenz (KI) lautet, dass es sich um einen Konflikt zwischen Menschen und Maschinen handelt, sodass eine Entscheidung entweder für das eine oder für das andere fallen muss. In Wirklichkeit sieht es jedoch so aus, dass es wahrscheinlich ein bisschen von beidem sein wird. „Die Zukunft wird eine Verschmelzung von menschlicher und maschineller Intelligenz mit sich bringen, bei der KI als ein Hilfsmittel dient, das den Menschen in den Entscheidungsprozess einbindet, anstatt ihn aus diesem zu verdrängen“, erläutert Vito Trianni, Forscher am Institut für Kognitionswissenschaften und Technologien – Nationaler Forschungsrat(öffnet in neuem Fenster) (ISTC – CNR) in Italien. Diese Kombination wird als hybride kollektive Intelligenz bezeichnet, ein kollaboratives System, das menschliches Fachwissen, Kreativität und Intuition mit der Rechenleistung, Geschwindigkeit und analytischen Präzision der KI verbindet. Das Team des EU-finanzierten Projekts HACID(öffnet in neuem Fenster) trägt dazu bei, ein solches Hybridsystem in die Praxis umzusetzen.

KI in den kollektiven Mix der Entscheidungsfindung einbinden

Aufbauend auf bestehenden Forschungsergebnissen zur humanen kollektiven Intelligenz bezieht das Team von HACID die KI in diesen kollektiven Prozess ein, um bessere Entscheidungen zu treffen. Projektintern wird ein Rahmen vorgeschlagen, in dem die Entscheidungsunterstützung sowohl durch KI als auch durch andere menschliche Fachleute erfolgt, die jeweils unabhängig voneinander zum Erarbeiten einer kollektiven Lösung beitragen. „Unser Ansatz nutzt strukturiertes, semantisches Wissen, um die von verschiedenen Fachkräften – seien es Menschen oder Maschinen – bereitgestellten Lösungen zusammenzuführen und somit kollektive Entscheidungen zu treffen, die besser als alle individuellen Varianten für sich sind“, fügt Trianni hinzu, der das Projekt koordiniert.

Medizinische Diagnostik unterstützen

Innerhalb des Projekts wurde das Rahmenwerk auf zwei verschiedene Anwendungsbereiche angewendet: medizinische Diagnostik und Klimadienstleistungen. Ersteres wurde in Zusammenarbeit mit Human Dx(öffnet in neuem Fenster) durchgeführt. Hier konnte die Forschungsgruppe verstehen, wie KI die Ärztinnen und Ärzte bei komplexen diagnostischen Überlegungen unterstützen kann. „Wir haben einen der wenigen empirischen Nachweise dafür erbracht, dass ein Team aus menschlichen Fachleuten in Zusammenarbeit mit KI eine echte Synergie erzielen kann, die die Leistung jedes einzelnen Akteurs für sich genommen übertrifft“, erklärt Trianni.

Den Klimawandel verstehen

In Zusammenarbeit mit dem britischen Wetterdienst Met Office(öffnet in neuem Fenster) nutzte die Forschungsgruppe das Rahmenwerk zudem, um Klimawissenschaftsteams dabei zu unterstützen, besser zu verstehen, wie sich zukünftige Klimaprognosen, die in Klimaanpassungsstrategien zum Einsatz kommen, am besten erstellen lassen. „Wir haben hier einen semantischen Wissensgraphen und generative KI-Instrumente entwickelt, mit denen die Klimawissenschaft umsetzbare Arbeitsabläufe zur Gewinnung von Klimainformationen erstellen kann, die für das Anpassungsmanagement relevant sind“, erklärt Trianni.

Hybride kollektive Intelligenz als Technologie der Zukunft

Die KI entwickelt sich rasant weiter. Laut Trianni gab es ChatGPT zu Projektbeginn noch gar nicht. Heute könnten sich viele Sektoren ein Arbeiten ohne diese Unterstützung gar nicht mehr vorstellen. „Das beweist, dass hybride kollektive Intelligenz die Technologie der Zukunft ist – einer Zukunft, die das Team von HACID mitgestaltet hat“, berichtet er. Dennoch räumt Trianni ein, dass im Projekt die hybride kollektive Intelligenz bisher nur oberflächlich behandelt wurde. Aus diesem Grund beschäftigt sich die Forschungsgruppe weiterhin mit der Untersuchung und Entwicklung von Unterstützungssystemen, nicht nur für die medizinische Diagnostik und Klimadienstleistungen, sondern auch für Bereiche wie Versicherungen, Recht und Politikgestaltung. „Wir müssen komplexere Formen der KI-Unterstützung entwickeln, die sich nicht darauf beschränken, vorgefertigte Lösungen anzubieten, sondern die menschliche Fachleute und Teams bei ihren kritischsten Entscheidungen begleiten können“, fasst Trianni zusammen.

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