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Waldbrandbekämpfung grenzüberschreitend stärken

DARE präsentiert seine innovative Lösung, welche die Art und Weise, wie Europa auf große Klimakatastrophen reagiert, grundlegend verändern soll.

Das EU-finanzierte Projekt DARE(öffnet in neuem Fenster) hat vor Kurzem seinen ersten operativen Testlauf durchgeführt. Dieser soll demonstrieren, wie digitale Werkzeuge und harmonisierte Verfahren die Rettungsdienste bei Waldbränden, die eine internationale Zusammenarbeit erfordern, unterstützen können. Die Testphase, die vom 29. Juni bis 2. Juli 2026 an der Feuerwehrschule Valabre in Gardanne, Frankreich, durchgeführt wurde, ist ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung eines besser kompatiblen und koordinierten Notfallreaktionssystems in Europa. Da klimabedingte Katastrophen wie Waldbrände und Überschwemmungen in Europa immer häufiger und intensiver auftreten, sind effektive grenzüberschreitende Notfallmaßnahmen von entscheidender Bedeutung. Sie vermeiden Verzögerungen und retten dadurch Menschenleben. Die derzeitigen Unterschiede in den Systemen, Werkzeugen und Prozessen in den europäischen Ländern erschweren jedoch die Koordination in Notfallsituationen. Das im Oktober 2025 gestartete Projekt DARE geht dieses Problem an, indem es grenzüberschreitende operative Prozesse und den Informationsaustausch verbessert. So verbindet es nationale Systeme effektiv miteinander, anstatt sie zu ersetzen. Der dreitägige Test brachte Projektpartner und Fachleute für Notfallmaßnahmen zusammen, um die wichtigsten Funktionen des DARE Dashboards(öffnet in neuem Fenster) zu testen, einem offenen Quellwerkzeug, das bei grenzüberschreitenden Waldbrandbekämpfungseinsätzen eine nahtlose Zusammenarbeit zwischen Ländern ermöglicht.

Ein Werkzeug für eine bessere Koordination

Das DARE-Dashboard ermöglicht es den internationalen Teams, bei größeren Katastrophen schnell und effizient wichtige Informationen auszutauschen. Indem es Daten aus Sensoren, sozialen Medien und offiziellen Berichten kombiniert, bietet es ein einheitliches, umfassendes Bild von Notfallsituationen. Dabei werden die richtigen Einsatzkräfte der jeweiligen Situation zugeordnet und spezialisierte Teams dort eingesetzt, wo sie die größte Wirkung erzielen können. Im Rahmen der Gardanne-Studie wurden die aktuellen Koordinierungspraktiken mit einem durch DARE gestützten Szenario verglichen. Die zentrale Frage lautete, wie operative Informationen vor und während eines Notfalls ausgetauscht werden. Im Rahmen des Szenarios wurde das Dashboard in den wichtigsten Phasen der multinationalen Waldbrandbekämpfung getestet – von der Vorbereitung, Ankunft und Integration internationaler Hilfskräfte in die Befehlsstruktur des Gastlandes bis hin zur Rollenklärung, Ressourcenkoordination, Entscheidungsfindung und Anpassung an sich ändernde Bedingungen. Zudem ging der Prozess über die bloße Betrachtung der eintreffenden Einheiten als generische Verstärkung hinaus. So wurde zum Beispiel geprüft, ob diese Einheiten als operative Ressourcen mit definierten Fähigkeiten, Einschränkungen, Berichtspflichten und Einsatzbedingungen verstanden werden können. Das Dashboard wurde auch unter sich ändernden Waldbrandbedingungen getestet: neue Ressourcenanforderungen, Ausbreitung des Feuers, sich verschiebende Prioritäten und das Eintreffen zusätzlicher nationaler (französischer) und europäischer Einheiten. Diese Veränderungen erforderten eine Neubewertung der Situation sowie eine Anpassung und Umverteilung der Ressourcen. Die Beobachtenden betrachteten Aspekte wie Aufgabenklarheit und Statusverfolgung, sowie die Prozesse von der Ankunft bis zur Aufgabenzuweisung. Sie beurteilten, inwieweit das Führungspersonal auf gemeinsam genutzte digitale Informationen zurückgriff und ob das Dashboard dazu beitrug, Koordinierungsprobleme zu verringern, wenn internationale Einheiten an einer laufenden Notfallmaßnahme teilnehmen. Fachleute für die Leitung und Steuerung von Einsätzen aus mehreren europäischen Ländern gaben während des Versuchs strukturiertes Feedback. Anhand dessen wurde ermittelt, wo die Stärken des Dashboards liegen, in welchen Bereichen die Betriebsabläufe präzisiert werden müssen, und welche Funktionalitäten einer Verfeinerung bedürfen. Das Projekt DARE (Deployment And engagement of Resources and citizens for European Emergency Response) wird die Ergebnisse des Experiments nutzen, um das Dashboard weiterzuentwickeln, damit es künftige Schulungsaktivitäten effektiv unterstützen und langfristig die Koordination der Einsatzkräfte bei Waldbrand- und Hochwassereinsätzen verbessern kann. Weitere Informationen: DARE-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)

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