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Vom Pilotversuch zum Serienreife: UNITE unterstützt erste digitale Gesundheitsprojekte

UNITE gibt die Gewinner seines ersten offenen Aufrufs bekannt, an dem drei Projekte zur Unterstützung des Aufbaus eines grenzenlosen europäischen digitalen Gesundheitsökosystems mit Schwerpunkt auf medizinischer Fernversorgung und Dateninteroperabilität beteiligt sind.

Im Rahmen des EU-finanzierten Projekts UNITE(öffnet in neuem Fenster) wurden offiziell die ersten drei gemeinsamen interregionalen Projekte aus seinem ersten offenen Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen ausgewählt, mit dem nach bahnbrechenden Lösungen zur Transformation des europäischen Gesundheitswesens gesucht wird. Diese Auswahl stellt einen bedeutenden Meilenstein beim Aufbau eines grenzenlosen europäischen digitalen Gesundheitssystems dar und fördert das Ziel des Projekts, die digitale Kluft in der Gesundheitsversorgung zu überbrücken, indem Lösungen finanziert werden, die über lokale Grenzen hinaus skalierbar sind. Der offene Aufruf von UNITE erreichte über 1 000 Einrichtungen und Organisationen, Es gingen neunzehn Vorschläge aus verschiedenen europäischen Regionen ein. Um dem Aufruf zu folgen, schlossen sich Start-up- und Scale-up-Unternehmen, Universitäten, Forschungszentren, Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister zusammen und bildeten interregionale Konsortien. Nach einer strengen, mehrstufigen Bewertung wurden nur drei Projekte ausgewählt, was sowohl den intensiven Wettbewerb als auch das dringende Bedürfnis nach Lösungen unterstreicht, mit denen fragmentierte Infrastrukturen zu überwinden sind.

Übergang zum grenzüberschreitenden Einsatz

Die ausgewählten Projekte konzentrieren sich auf zwei zentrale Prioritäten: die Verbesserung des Zugangs zu Gesundheitsdaten über Ländergrenzen hinweg und die Bereitstellung einer stärker personalisierten und menschenzentrierten medizinischer Fernversorgung. Beide sind von strategischer Bedeutung in einem Europa, das mit den Herausforderungen einer alternden Bevölkerung und akutem Fachkräftemangel zu kämpfen hat. Die Gewinnerprojekte CARDIO-HUB, NEODATA+ und RAD-TRACK EU befassen sich jeweils mit einem anderen Aspekt derselben Herausforderung: Gesundheitsdaten über fragmentierte Systeme hinweg nutzbar, interoperabel und klinisch aussagekräftig werden zu lassen. Die Umsetzung der Projekte begann im Frühjahr 2026. Bei CARDIO-HUB steht Herzinsuffizienz im Mittelpunkt, wobei Daten aus der Praxis mit Fernüberwachung kombiniert werden, um die Versorgung älterer Patientinnen und Patienten zu verbessern. NEODATA+ befasst sich mit neonataler Intensivmedizin und hat zum Ziel, hochsensible Datensätze zu erschließen, die frühere und genauere klinische Entscheidungen gestatten. Im Rahmen von RAD-TRACK EU geht es um das weit verbreitete Problem der Strahlenbelastung in der medizinischen Bildgebung. Es wird ein System implementiert, das es ermöglicht, Patientendaten nahtlos über verschiedene Anbieter hinweg zu verfolgen. In ihrer Gesamtheit markieren diese Projekte einen entscheidenden Wandel von isolierten Pilotversuchen hin zu einer vollmaßstäblichen Implementierung. Es gab in Europa bereits zahlreiche Pilotprojekte im Bereich der digitalen Gesundheit, doch strenge Rechtsrahmen und fragmentierte Infrastrukturen ließen eine grenzüberschreitende Ausweitung dieser Projekte zur Herausforderung werden. Mit UNITE wird daran gearbeitet, genau diese Barriere abzubauen. Das für diese Projekte bereitgestellte Gesamtbudget beläuft sich auf 3,78 Millionen EUR und wurde durch eine Kombination aus regionalen Finanzmitteln und Kofinanzierungsbeiträgen von Partnern gesichert. Zu den an diesen Projekten beteiligten Regionen zählen Extremadura (Spanien), die Lombardei (Italien), die nördlichen Niederlande, Rumänien und Zentralmakedonien (Griechenland). Die Arbeit von UNITE trägt durch die Finanzierung interregionaler Innovationsprojekte, die Unterstützung lokaler Start-up-Unternehmen und KMU sowie die Ermöglichung des Einsatzes von mit technologieintensiven Innovationen verbundenen Lösungen in den Gesundheitssystemen dazu bei, Europas isolierte Systeme zu vernetzen und sie in eine koordinierte europäische Anstrengung zu überführen. Marina Samoylova, Programmmanagerin für digitale Gesundheit des Projekts UNITE (UNITE European Digital Health Valleys) und Projektkoordinatorin von 28DIGITAL, Belgien, kommentiert in einer kürzlich erschienenen Pressemeldung(öffnet in neuem Fenster): „Europa verfügt über die Daten und das Fachwissen im Bereich der digitalen Gesundheitsinnovation – UNITE bringt sie nun zusammen, um Lösungen regionenübergreifend zu skalieren und echten Nutzen für die Gesundheitssysteme und die Patientinnen und Patienten zu erzielen.“ Weitere Informationen: UNITE-Projektwebsite(öffnet in neuem Fenster)

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