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Sorption of metals by low cost natural materials

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Beseitigung von Schwermetallen

Industrieabfälle müssen von Schwermetallen gereinigt werden, die beim Menschen schwere Gesundheitsschäden anrichten können. Eine Gruppe von europäischen Unternehmen hat jetzt mehrere neue Materialien entdeckt, mit denen schwermetallbelastete Abwässer auf kostengünstige Weise gereinigt werden können.

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In vielen industriellen Prozessen fallen erhebliche Abwassermengen an, die Schwermetalle enthalten. Schwermetalle verursachen bekanntlich vielfältige Gesundheitsschäden beim Menschen und anderen lebenden Organismen. Daher müssen Abwässer von Schwermetallen gereinigt werden, bevor sie dem Wasserkreislauf wieder zugeführt werden. Schwermetalle lassen sich mit einer Reihe von Verfahren aus Abwässern entfernen. Die gegenwärtig angewandten Verfahren wie z.B. Filtrieren, Abscheiden und Ionenaustausch sind sehr kostenintensiv. Deshalb hat eine Gruppe von europäischen Unternehmen das Projekt SORPMET ins Leben gerufen. Ziel war es, neue und billigere Verfahren zum Entfernen von Schwermetallen zu finden und zu erproben. Dabei konzentrierten sich die Projektteilnehmer auf die vier Schwermetalle Chrom, Kupfer, Nickel und Zink. Kostengünstige Mineralien, die in ganz Europa natürlich vorkommen, wurden auf ihre Reinigungswirkung nach dem Sorptionsverfahren untersucht. Bei der Sorption werden Schwermetalle sowohl durch Absorption als auch durch Adsorption aus dem Abwasserstrom entfernt. Wie sich zeigte, haben bestimmte Mineralien ein hohes Sorptionsvermögen und können bis zu 200mg Metall pro Gramm Sorptionsmittel aus dem Wasser entfernen. Außerdem experimentierten die Projektpartner mit kostengünstigen chemischen Aufbereitungsverfahren, mit denen die Fähigkeit der Mineralien zum Entfernen der Schwermetalle unterstützt werden können. Dabei stellte sich allerdings heraus, dass die erzielte geringfügige Verbesserung der Sorptionsleistung die zusätzlichen Kosten nicht rechtfertigt. Für verschiedene industrielle Anwendungen wurden Prototypen entwickelt, und mehrere Anlagen wurden in italienischen Fabriken bereits hergestellt. Gegenwärtig beschäftigen sich die Projektpartner mit der Analyse der neuesten Ergebnisse, bevor sie sich an deren kommerzielle Nutzung begeben. Doch schon jetzt ist klar: Die Ergebnisse werden dazu beitragen, dass die Industrie in ganz Europa sauberer und wettbewerbsfähiger wird.

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