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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Scaling of containment experiments

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Mehr Gewicht auf die Kernreaktor-Sicherheit legen

Der Transfer der Ergebnisse und Informationen, die bei skalierten Experimenten zu den realen Bedingungen in Atomreaktoren gewonnen wurden, hat zu bedeutenden Fortschritten in der Reaktorsicherheit beigetragen. Im Projekt SCACEX (SCAling of Containment EXperiments) hat sich eine europäische Expertengruppe eingehend mit den theoretischen Grundlagen der Skalierung und der Anwendung dieses Verfahrens in der Atomreaktor-Technologie beschäftigt. Die Arbeit machte deutlich, welche Stärken und Schwächen die Skalierung hat und - was das Wichtigste ist - in welchem Umfang es in der Praxis angewandt werden kann.

In bestimmten Bereichen der Technologie wie z.B. der Atomreaktortechnik können experimentelle Untersuchungen nicht im Kraftwerk selbst, sondern nur im Labor durchgeführt werden. Allerdings unterscheiden sich die dortigen Bedingungen von denen der realen Betriebsumgebung. In solchen Fällen kann man sich eines mathematischen Verfahrens, der so genannten Skalierungsanalyse, bedienen, um systematisch und zuverlässig zu beurteilen, ob die experimentellen Ergebnisse auf den Prototypen anwendbar sind. Das SCACEX-Themennetzwerk, eine europäische Expertengruppe, hat solche Skalierungsanalysen im Rahmen von Experimenten zur Reaktorsicherheit durchgeführt. Damit sollten Erkenntnisse über ihre Anforderungen und Schwächen gewonnen und ihre Signifikanz und Anwendbarkeit bewertet werden. Obwohl Skalierungsverfahren bereits in mehreren Projekten angewandt werden, gab es bislang keine systematische und reguläre Anwendung in Form von Richtlinien, die auf die Bedürfnisse der Konstrukteur zugeschnitten sind. Zu den Aktivitäten des Netzwerks gehörten die Erstellung einer Übersicht über der Skalierungsverfahren und die Dokumentation von Fallstudien, die als Referenzbericht dienen sollten. Die Analysen, die auf einen ausgewählten nuklearen Sicherheitsbereich des Reaktor-Containments angewandt wurden, ergaben einen universellen Anwendungsbereich für die existierenden Skalierungsverfahren. Die Skalierungsanalyse gibt Aufschluss über die Grenzen der Übertragbarkeit experimenteller Ergebnisse und liefert Aussagen über die untersuchten Prozesse. Somit ist sie ein wichtiges Hilfsmittel für die Spezifikation und Auslegung kosteneffektiverer Experimente. Skalierungsverfahren erfordern allerdings fundierte Kenntnisse über die mit einem Experiment verbundenen Phänomene. Diese lassen sich mit Hilfe einer Tabelle, der so genannten PIRT (Phenomena Identification and Ranking Table), identifizieren und klassifizieren. Beim PIRT-Verfahren einigen sich Experten auf die für ein Experiment maßgeblichen Hauptphänomene und weisen diesen anschließend numerische Werte zu, die der Rangfolge der vorhandenen Kenntnisse entsprechen. Der SCACEX-Bericht kann als wertvolles Nachschlagewerk für künftige Skalierungsanalysen in der Atomreaktor-Technologie dienen. Für Konzepte der Skalierungsanalyse sind aber auch Anwendungen in anderen Bereichen denkbar.

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