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Inhalt archiviert am 2024-05-27
Diagnoses, pathogeneses and epidemiologies of salmonid alphavirus diseases (SPD/SD DIAGNOSIS)

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Auf der Jagd nach Viren bei Lachsen

Die zunehmenden Virenerkrankungen bei Tieren bedrohen die Gesundheit des Menschen, da durch die globalisierte Wirtschaft und den verstärkten internationalen Verkehr die Verbreitung von krankheitserregenden Viren über die Nahrungskette begünstigt wird. Es wurde ein neues Tool mit stärkerer Empfindlichkeit für das Aufspüren des Lachs-Alphavirus (SAV) entwickelt, die den Diagnostikmarkt grundlegend verändern soll.

Viren sind berüchtigt, denn sie können sich ständig verändern, um sich ihrer Umwelt anzupassen. Dieser Prozess sichert ihr Überleben und die ungehinderte Verbreitung der Krankheitserreger. Das komplizierte Forschungsgebiet der auftauchenden Viruserkrankungen und ihrer Auslöser zieht die Aufmerksamkeit der Wissenschaftler auf sich. Besonders die zuerst bei Zuchtlachsen als eine Infektion durch den entsprechenden Virus festgestellte Bauchspeichelerkrankung interessiert die europäischen Netzwerkpartner. Die durchgeführten Untersuchungen belegten, dass dieser Virus dem Virus der Schlafkrankheit bei Zuchtforellen ähnelt. Tatsächlich haben sich diese beiden Viren aus der gleichen Virusart, den Alphaviren, entwickelt. Daher registrierte man beide mit dem Namen Lachs-Alphavirus (SAV). Angehörige der Alphavirus-Gattung kommen bei Säugetieren vor und dienen als eukaryotische Expressionsvektoren in der Molekularbiologie. Die Netzwerkpartner konzentrierten sich auf die Erforschung des SAV, um neue Erkenntnisse über die Krankheitsentstehung und die Fähigkeit des Virus, Krankheiten auszulösen. Das Endziel bestand in der Erstellung quantitativer oder halbquantitativer Schätzungen über die Virus-RNA in experimentellen und klinischen Proben. Deshalb wendete man das Verfahren der Reversen Transkriptase-Polymerase-Kettenreaktion (RT-PCR) an, um einen neuartigen RT-PCR-Test mit hoher Empfindlichkeit zur Erkennung von SAV-RNA zu entwickeln. Das neue Testverfahren wurde weiter optimiert und mittels standardmäßiger Zellkulturen oder durch das Serum infizierter Proben bestätigt. Die Ergebnisse belegen, dass die Aufspürfähigkeit gegenüber den herkömmlichen Verfahren, bei denen der Virustiter als gleich oder weniger 1,5 TCID 50 (50% Gewebekultur infizierende Dosis) gemessen wurde, besser war. Auch in den Herzgewebeproben lieferte die Bewertung des Tests gute Ergebnisse. Man sucht nun nach weiterer Zusammenarbeit, um das Potenzial des Tests zur genauen Diagnose von Krankheiten mit SAV als Auslöser maximal zu nutzen.

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