Der Schutz nationaler Ressourcen in der Region Plitvicer Seen und im Flusseinzugsgebiet des Una
Das wichtigste wissenschaftliche und technlogische Ziel besteht in der Bewertung der anthropogenen Verschmutzung nach dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien und seiner Konsequenzen auf das Karst-Ökosystem in der Grenzregion zwischen Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Aus hydrogeologischer Sicht sind beide Gebiete auf Grund des durchlässigen Karstgesteins eng miteinander verbunden. Eine mögliche Umweltverschmutzung könnte ernsthafte Folgen für dieses Grundwasserspeicherbecken haben, das für beide Regionen lebenswichtig ist. Kroatische und bosnische Hydrogeologen erfassten die Rohdaten in erster Linie direkt auf dem Gelände. Dabei wurden zum Teil auch die Ergebnisse früherer Studien in Betracht gezogen. Zur Bestimmung morphologischer und struktureller Werte sowie zur Untersuchung der Landnutzung wurden Satellitenbilder ausgewertet. Die gewonnenen Daten wurden in einer strukturierten Datenbank mit allen dazugehörigen Tabellen erfasst. Die Hydrogeologen und GIS-Spezialisten aus Kroatien erarbeiteten ein hydrogeologisches Modell, von dem eine Vielzahl von GIS-Karten erstellt wurden. Hierfür wurde das ArcMap-Arc-View Softwarepaket verwendet. Für die gesamte ungefähr 3000 Quadratkilometer große Region wurden folgende thematische Karten (im Maßstab 1:100.000) vorbereitet: eine hydrogeologische Karte, eine Landnutzungskarte, eine Karte mit den nicht klassifizierten und klassifizierten Gefahren, eine Risikokarte sowie eine Karte der intrinsischen Vulnerabilität. Die Struktur aller präsentierten Komponenten in den Tabellen orientierte sich am Protokoll der Grundlegenden Hydrogeologischen Karte von Kroatien (Basic Hydrogeological Map of Croatia) und der Hydrogeologischen Datenbank. Sie wurde außerdem so angepasst, dass sie die Anforderungen dieser speziellen Studie erfüllt. Das modifizierte COP-Verfahren wurde genutzt, um die intrinsische Vulnerabilität zu modellieren. So sollte den spezifischen Anforderungen entsprochen werden, die sich aus der Vielgestaltigkeit der Karstregion im ehemaligen Jugoslawien ergeben. Die erfassten Daten zu den Gefahren wurden in einer Datenbank geordnet. Hierfür wurden die Methoden genutzt, die vom Projekt COST Action 620 im Rahmen der Gefährdungskartierung für den Schutz von Karbonat (Karst)-Grundwasserleitern vorgeschlagen wurden. Unter Verwendung des Protokolls der CORINE Land Cover Datenbank, deren Standards in Europa gelten, wurden die Satellitenbilder ausgewertet. Das Ergebnis der interpretierten CORINE Land Cover Datenbank ist CLC2000. Hieraus ist die Bodenbedeckung des Jahres 2000 ersichtlich. Zu den potenziellen Anwendern der Karten gehören Landnutzungsplaner, Experten für Wasserressourcen und Wasserschutz, Umweltschutzspezialisten, Wissenschaftler, kommunale Dienste und Behörden usw. Bildunterschrift: Flusseinzugsgebiet des Una (Kroatien)