Die Simulation der Verschmutzungsverbreitung von Chemieanlagen aus
Aus Chemieanlagen gelangen Schadstoffe in die Atmosphäre, die auf Umwelt, menschliche Gesundheit, Sicht und Klimawandel Auswirkungen haben. In den letzten Jahrzehnten ist der Computer zu einem leistungsfähigen Instrument bei der Vorhersage einer Emission und der Verbreitung der Verschmutzung geworden. Somit übernimmt er eine wichtige Funktion bei der Durchführung von Umweltverträglichkeitsprüfungen in Chemieanlagen. Im Rahmen des durch das INCO-Programm finanzierten DEMACSYS-Projekts arbeiteten EU-Mitgliedstaaten, Drittländer und Neue Unabhängige Staaten gemeinsam an der Erstellung eines computerbasierten Tools zur Entscheidungsunterstützung. Das DEMACSYS-System besteht aus Wissensgrundlagen mit der Beschreibung der Betriebsverfahren in chemischen Anlagen, Emissionsindizes, meteorologischen Parametern, die Transport und Umwandlung der ausgestoßenen Substanzen beeinflussen, sowie aus Karten über die Verschmutzungskonzentrationen. Das Institut für Wissenschaft und Technik an der Universität Manchester (UMIST) als der DEMACSYS-Koordinator beaufsichtigte die Entwicklung des Tools. Nach erfolgreichen Tests in der Chemieanlage von Shchenkinoazot und einer Raffinerie in der russischen Hauptstadt wurde das DEMACSYS-System patentiert. Das UMIST verfügt über das notwendige Wissen, um das DEMACSYS-System an neue Anwendungen anzupassen. Die Einzelheiten über jede neue Chemieanlage, ihre lokale Umgebung und das Klima müssen eingegeben werden, um die bestmögliche Simulation zu erzielen. Neben dem Tool als Gesamtheit besitzt das UMIST auch die Rechte zur Lizenzierung einer Benutzung von einzelnen der verschiedenen Elemente aus dem ganzen DEMACSYS-System.