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Inhalt archiviert am 2024-05-24
Genetic markers and susceptibility to the effects of endocrine disruptors during mammalian testis development

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Gensignaturen für endokrine Disruptoren

Die Auswirkungen auf Genderegulation durch ausgewählte endokrine Disruptoren bei der Entwicklung von Mäusen wurden Untersuchungen unterzogen. Auf dieser Grundlage wurden Genexpression-Mikroarrays zur Analyse aufgestellt.

Chemikalien, die als endokrine Disruptoren klassifiziert werden, können schädliche Auswirkungen auf die Gesamtgesundheit haben, indem sie Veränderungen in den endokrinen und hormonellen Funktionen hervorrufen. Wenn das Fortpflanzungssystem betroffen ist, hat das nicht nur Auswirkungen für das Individuum selbst. Auch die Nachkommen können auf Grund möglicher Genderegulation in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Beschaffenheit endokriner Disruptoren und ihre industrielle Verwendung ist äußerst vielfältig. Jetzt wurden fünf endokrine Disruptoren (EDs - Endocrine Disruptors) getestet. Unter diesen befanden sich auch das Insektizid Lindan und das Östrogen Mykotoxin. Die Chemikalien wurden Mäusen über ihr Trinkwasser in drei verschiedenen Konzentrationen verabreicht. Um die Auswirkungen der EDs in mehreren Entwicklungsphasen bewerten zu können, wurden die Dosen den Muttertieren vor der Paarung, während der Schwangerschaft und vier Wochen nach der Geburt zugeführt. Danach erfolgte eine Untersuchung der Transkriptome,um das Ausmaß endokriner Disruption analysieren zu können. Dadurch ergibt sich ein Datenmuster, das zeigt, wie die Genexpression möglicherweise durch die Chemikalie verändert wurde. Vergleichsanalysen aller Daten ergaben Genexpressionssignaturen. Es zeigte sich, dass die Mehrzahl der untersuchten EDs charakteristische Anordnungen ergaben, die auf ein spezifisches Muster von Genderegulation hinweisen. Insbesondere Östradiol (das weibliche Hormon), Monoester von Ethylhexylphthalat (ein Weichmacher) und Zearalenon (das östrogene Mykotoxin) wiesen bestimmte Anordnungen auf. Um diese Ergebnisse im kommerziellen Ausmaß zu nutzen und die Untersuchungen zu den Auswirkungen von EDs im Allgemeinen zu erleichtern, können Mikroarrays entwickelt werden, die derartige Daten verwenden. Nachdem die aus der Mikroarray-Analyse gewonnenen Ergebnisse überprüft worden sind, ist es möglich, eine Auswahl bestimmter Gene weiterzuverarbeiten und somit ein spezifisches GENDISRUPT-Mikroarray zu entwickeln. Auf dieses könnte Patent angemeldete werden. Außerdem kann es zur Bestimmung von Chemikalien dienen, von denen vermutet wird, dass sie bei tierexperimentellen Modellen endokrine Disruption hervorrufen.

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