Solarenergie möglich machen
Sonnenenergie mag zwar klimafreundlich sein, aber um sie in einem großen Maßstab einzusetzen, muss sie auch technologisch durchführbar und wirtschaftlich praktikabel sein. Einen immer beliebteren Ansatz bieten Parabolrinnen-Kollektoren. Sie konzentrieren die Energie der Sonne auf Rohre und erhitzen die darin enthaltene Flüssigkeit (z.B. Wasser). Die Hitze wird dann in Strom umgewandelt. Der Bereich Solarforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat Experimente zur Verbesserung von Parabolkollektoren durch Einbeziehung der Direktverdampfung (Direct Steam Generation - DSG) durchgeführt. Das Projekt mit dem Titel INDITEP hat zwölf Organisationen aus Deutschland und Spanien zusammengeführt. Aufbauend auf früheren Forschungen haben sie ein 5-MW-Kraftwerk unter Verwendung der DSG-Technologie gebaut. Um diesen Meilenstein zu realisieren, war es notwendig, neue Komponenten zur Optimierung der Kraftwerksleistung herzustellen. Das DLR wurde damit beauftragt, einen neuartigen Phasenseparator zu entwerfen und zu testen, der dazu benutzt wird, Strom aus zurückbleibenden Wassertröpfchen zu erzeugen, die in das System rückgeführt werden. Dies wurde mithilfe spezieller Sperren innerhalb des Phasenseparators erreicht. Die Leistung des neuen Phasenseparators wurde während der Laufzeit von INDITEP unter verschiedenen Betriebsbedingungen getestet. Die Ergebnisse waren vielversprechend und brachten eine Effizienz der Phasentrennung von über 95%. Diese Forschung wird dabei helfen, Solarenergie im Vergleich zu herkömmlichen Kraftwerken, die auf fossile Brennstoffe angewiesen sind, wettbewerbsfähiger zu machen.